Polizeipräsidium Rheinpfalz

Weihnachten ist Einbruchszeit – Tipps der Polizei gegen dreiste Diebe 

Weihnachten ist Einbruchszeit! Tipps der Polizei für sicheres Zuhause. (Symbolbild)
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Weihnachten ist Einbruchszeit! Tipps der Polizei für ein sicheres Zuhause. (Symbolbild)

Ludwigshafen – Die meisten Einbrüche ereignen sich in der „dunklen Jahreszeit“. Um noch besser gegen Einbrecher vorzugehen, bittet die Polizei die Bürger um Mithilfe: 

  • Statistisch ereignen sich die meisten Wohnungseinbrüche in der Rheinpfalz im Dezember.
  • Die Gefahr lässt sich durch eigenes Handeln erheblich reduzieren. 
  • Die Polizei Ludwigshafen bittet die Bürger um aktive Mithilfe. 

In der Weihnachtszeit sorgt die früh untergehende Sonne für ein romantisches Lichtermeer der festlichen Beleuchtung. Doch die bereits am späten Nachmittag eintretende nächtliche Dunkelheit machen sich Menschen zunutze, deren Motive alles andere als besinnlich sind – Einbrecher! Die Statistik spricht eine eindeutige Sprache: Wohnungseinbrüche werden vornehmlich in der sogenannten „dunklen Jahreszeit“ begangen! Dies liegt vor allem daran, dass eine Abwesenheit von Hausbewohnern für Täter leicht erkennbar ist, wenn kein Licht brennt

Ludwigshafen: Weihnachten ist Einbruchszeit – es kann jeden treffen  

Als besonders kritisch sind die späten Mittagsstunden und frühen Abendstunden anzusehen, weil dort häufig Hausbewohner noch nicht von der Arbeit nach Hause gekehrt sind oder die Zeit nach der Arbeit für den Einkauf nutzen und es bereits dunkel ist. 

Insbesondere bei Einfamilienhäusern versuchen die Täter regelmäßig den Zugang ins traute Heim von nicht einsehbaren Bereichen zu erlangen. Diesbezüglich sind insbesondere Terrassentüren oder -fenster Angriffsziele der dreisten Diebe. Eigentümer statten diesen Bereich meist mit entsprechendem Sichtschutz aus, was die Täter für ihre Zwecke nutzen. 

Ganz anders sieht es bei Mehrfamilienhäusern aus. Hier wird vornehmlich die Wohnungseingangstür angegangen, wobei zuvor durch Klingeln oder Klopfen überprüft wird, ob die Bewohner sich in der Wohnung aufhalten. Im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz gab es im Jahr 2018 insgesamt 939 Wohnungseinbrüche. Davon waren 171 im Dezember

In der Weihnachtszeit 2019 gibt es zumindest einen besonders dreisten Einbrecher weniger: Wie die Polizei berichtet, wurde der meistgesuchte Einbrecher des Südwestens nach fünf Jahren nun endlich geschnappt.

Dieser Vorfall in Stuttgart ist schockierend: Als die Bewohner während der Weihnachtszeit im Urlaub sind, geschieht das Unfassbare: Ihr Haus und Auto werden abgefackelt. Die Polizei glaubt, dass es das Werk von Einbrecher ist.

Ludwigshafen: Weihnachten ist Einbruchszeit – Tipps der Polizei  

Die Gefahr, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, kannst Du erheblich reduzieren. Hierzu empfiehlt Dir die Polizei folgendes: 

  • Du sollst niemals Abwesenheit signalisieren, indem Du zum Beispiel Rollläden Tag und Nacht unten lässt. 
  • Bespreche den Anrufbeantworter so, dass Fremde beim Abhören Deine Abwesenheit nicht erkennen können.
  • Auch bei kurzer Abwesenheit solltest Du Fenster, Balkon- und Terrassentüren geschlossen halten. Gekippte Fenster machen es dem Täter sehr leicht. Die geöffnete Garage, in der kein Fahrzeug steht, sollte ebenfalls verschlossen werden.
  • Die Wohnungseingangstür musst Du immer abschließen – nur ins Schloss ziehen, reicht nicht aus.
  • Sprich Deine Nachbarn an. Ein wachsamer Nachbar erkennt sehr schnell, wenn ungewohnte oder verdächtige Aktivitäten vor dem Haus oder auf dem Grundstück stattfinden. Außerdem schrecken aufmerksame Anwohner Einbrecher ab. 
  • Achte auf fremde Fahrzeuge und fremde Personen in Deiner Nachbarschaft. Informiere bei einem Verdacht Deine Nachbarn und verständige direkt die Polizei. Jeder Hinweis kann wichtig sein.
  • Wertgegenstände, wie Schmuck und Bargeld sollten in der Wohnung nicht in einer Schublade oder im Kleiderschrank in einer Kassette aufbewahrt werden. Besser ist es, Schließfächer zum Beispiel bei Banken oder einen Safe zu nutzen.
  • Einbrecher wollen in sehr kurzer Zeit in das Objekt gelangen, um nicht entdeckt zu werden. Die Mehrzahl der Einbrecher, so haben Untersuchen ergeben, kommen in weniger als 3 Minuten in das Objekt. Deshalb empfiehlt die Polizei unter anderem mechanische Sicherungsvorkehrungen, die dieser sogenannten „Widerstandszeit“ standhalten. 

Ludwigshafen: Weihnachten ist Einbruchszeit – Polizei bittet um Mithilfe

Mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger will die Polizei Ludwigshafen gemeinsam Stärke zeigen, um den Wohnungseinbrüchen zu begegnen. Deshalb die Bitte der Polizei:

  • Die Täter wählen Objekte bevorzugt nach folgenden Kriterien aus: Die Wohnung ist dunkel, es ist keine Geräuschquelle in der Wohnung zu hören, der Wohnungsinhaber nimmt bei Probeanrufen das Telefon nicht ab, der Briefkasten ist nicht geleert.
  • Falls Du eine Beobachtung gemacht hast, egal wie belanglos sie erscheint, teile diese sofort Deiner zuständigen Polizeidienststelle mit
  • Bei Gefahr, also Hilferufen, ausgelösten Alarmanlagen oder in dringenden Verdachtsfällen alarmiere sofort die Polizei über den Notruf 110. Gib folgendes an: Was ist passiert? Wo und wann ist es passiert? Wer bist Du und wie bist Du erreichbar? 

Ludwigshafen: Weihnachten ist Einbruchszeit – Was bleibt nach einem Wohnungseinbruch?

Ein Einbruch kann für viele Opfer zum Albtraum werden. Dabei ist die psychische Belastung oft schlimmer als der materielle Schaden, da das persönliche Sicherheitsgefühl beeinträchtigt ist. In Zusammenarbeit mit vielen anderen Hilfsorganisationen führen Polizeibeamte im Rahmen der Opfernachsorge Gespräche mit den Betroffenen. 

Darüber hinaus gibt es Opferschutzbeauftragte im Polizeipräsidium Rheinpfalz. Diese bieten Opfern, Zeugen und Angehörigen persönliche oder telefonische Beratung an und vermitteln weitere Hilfsangebote vor Ort.

Kontakt Einbruchschutz:

Polizeipräsidium Rheinpfalz, Zentrale Prävention – ☎ 0621/963- 1151 oder unter beratungszentrum.rheinpfalz@polizei.rlp.de

Kontakt Opferschutz:

Polizeipräsidium Rheinpfalz, Zentrale Prävention – ☎ 0621 - 963-1162 oder opferschutz.pprheinpfalz@polizei.rlp.de

pol/esk 

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