Produktionsanlage vom Netz 

Panne bei BASF: Rückruf von 1.500 Tonnen Kunstoffbeuteln!

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BASF

Ludwigshafen - Nach einem technischen Defekt hat der Chemiekonzern BASF eine Produktionsanlage mindestens für die kommenden drei Wochen vom Netz genommen. Welche Anlage betroffen ist:  

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt, geht es um eine Anlage zur Herstellung von kompostierbaren Kunststoffen. Die werden etwa in der Landwirtschaft für Ackerfolien eingesetzt, aber auch für Kunststofftüten, die im Einzelhandel verwendet werden. Der Defekt liegt demnach im Heizkreislauf der Anlage am Standort Ludwigshafen. Dadurch seien seit Anfang September kleine Mengen eines Wärmeträgeröls in den Produktkreislauf gelangt, sagt eine Sprecherin. 

Erst am 13. Oktober hat BASF nach eigenen Angaben den Defekt festgestellt. Es ist der Sprecherin zufolge die konzernweit einzige Anlage für diese Produkte. Produzieren kann sie jährlich 74.000 Tonnen. Man gehe zwar aktuell nicht von einer Gesundheitsgefährdung aus, jedoch gälten für manche „Anwendungen“ - zum Beispiel bei den dünnen Kunststoffbeuteln zum Transport von Obst und Gemüse - Kriterien, die zurzeit nicht erfüllt würden. 

BASF stehe mit den betroffenen Kunden im In- und Ausland in engem Kontakt, sagte eine Sprecherin. Das Unternehmen will eine Menge von etwa 1.500 Tonnen zurückbeordern. 

Erst vor wenigen Tagen war der Chemiekonzern in die Schlagzeilen geraten, nachdem wegen eines Produktionsfehlers ein Kunststoffgrundprodukt mit einer deutlich erhöhten Konzentration an Dichlorbenzol (DCB) hergestellt worden war. Dichlorbenzol steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Das betroffene Kunststoffprodukt wird unter anderem zur Herstellung von Matratzen und Autositzen verwendet.

dpa/kp

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