Neuer LU-Tatort am 26. Februar

Ulrike Folkerts will mit Tatort-Rolle ‚alt werden‘

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Johanna Stern (Lisa Bitter) und ihre Kollegin Lena Odenthal  (Ulrike Folkerts) beim Dreh in Ludwigshafen.

Ludwigshafen – LU-Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts will noch lange als Lena Odenthal im TV ermitteln und schaut gespannt auf die Ausstrahlung der neuen Folge „Babbeldasch“.

Außerdem wünscht sich die 55-Jährige, die seit 1989 im ‚Amt‘ ist und bald ihren 65. Fall zu lösen hat, mehr Spannung in deutschen Krimis und kritisiert langweilige Tatort-Folgen. 

„Ich liebe gute, spannende Krimis, aber die gibt es viel zu selten beim "Tatort". Zumindest in der Form, dass man regelrecht in die Spannung reingezogen wird, Angst um eine Person bekommt und am Ende eine überraschende Wendung stattfindet, mit der niemand gerechnet hat", sagt die Schauspielerin im Interview mit der Zeitschrift „Hörzu“. Es öde sie an, brave Polizeiarbeit zu dokumentieren, „besonders wenn der Zuschauer mehr weiß als der Kommissar und der erst nach dem sechsten Verdächtigen eine siebte Person als Mörder überführt. Noch schlimmer ist, wenn der Mörder zuvor 50 Minuten im Off war und dann aus dem Hut hervorgezaubert wird.“

Das wird in Lena Odenthals nächstem Fall „Babbeldasch“ anders sein ( WIR BERICHTETEN). Der Film ist nämlich als Experiment angelegt: „Statt einem klassischen Drehbuch gab es diesmal nur eine Vorform mit Bildern, und wir haben alles chronologisch sowie ohne vorgegebene Dialoge gedreht“, so Folkerts. „Außerdem wusste ich nicht, wer der Mörder ist.“ Das Erste zeigt ihn 26. Februar.

Odenthal ermittelt in der „Babbeldasch“: Das Set in Ludwigshafen

Aufgeben möchte Folkerts ihre Tatort-Rolle auf keinen Fall. „Ich wünsche mir natürlich - für Lena und für mich -, alt zu werden und ein bisschen verrückt zu bleiben. Und dann einen guten Abgang zu machen", sagte Folkerts. „Es wäre schön, wenn sie sich am Ende ihrer Tage noch mal verliebt und in die Sonne reitet."

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dpa/sag

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