Am 7. Juli

Für Entschärfung: Weltkriegsbombe wird von BASF-Gelände gebracht

+
Eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg wird am Wochenende ans Rheinufer gebracht. (Symbolfoto)

Ludwigshafen-Süd - Bei Bauarbeiten finden Arbeiter eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg auf dem Gelände der BASF. Um diese gefahrlos zu entschärfen, wird sie an einen anderen Ort gebracht:

Auf dem Gelände der BASF im Werksteil Süd finden am Dienstag (26. Juni) Sondierungsarbeiten statt. Dabei finden die Bauarbeiter den Vorderteil einer ursprünglich 500 Kilogramm schweren amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Bombe ist zwar gesichert, kann aber nicht sofort entschärft werden. Die Entschärfung ist erst für Ende Juli geplant. 

Dafür müssen aber noch Vorbereitungen getroffen werden! So soll die Bombe mit einer Art Schlitten in die Nähe des Rheinufers gebracht werden. Der Umzug wird am Samstag (7. Juli) stattfinden: „Wie lange das genau dauern wird, lässt sich momentan nicht abschätzen“, sagt eine Sprecherin der BASF.

Straßen gesperrt, Schiffe gestoppt

Laut Angaben des Kampfmittel-Räumdienstes sind noch etwa 60 Prozent der Bombe erhalten. Das sei immer noch eine gefährliche Menge, vor allem auf dem Gelände des Chemie-Konzerns, auf dem viele sensible Anlagen stehen.  

Für den Transport werden sicherheitshalber mehrere Straßen und Wege im Umkreis von 300 Metern um das Areal gesperrt. Auch auf dem Rhein wird die Schifffahrt für die Dauer der Maßnahme unterbrochen. 

Sollte es am Samstag keine Zwischenfälle geben, beginnt am Montag (9. Juli) der Hauptteil der Vorbereitung – über der Bombe wird eine Sicherheitspyramide errichtet. Die schützende Konstruktion hat eine Kantenlänge von 25 Metern, wofür 2.500 Tonnen Sand verwendet werden. Der Aufbau soll mehrere Tage dauern.

Alliierte bombardierten BASF

Im Zweiten Weltkrieg wird Ludwigshafen Opfer von insgesamt 124 Luftangriffen – 65 davon zielen auf die BASF! Etwa 41.000 Brandbomben wurden dabei abgeworfen. Direkt nach den Angriffen wurden etwa 1.000 Blindgänger gefunden und entschärft. Die BASF untersucht daher alle Orte sehr genau, an denen gebaut werden soll.

Auch am Montag (25. Juni) wird in der Ernst-Boehe-Straße eine Bombe gefunden. Diese kann aber kurz darauf entschärft werden. 

dpa/dh

Mehr zum Thema

Kommentare