So smart ist die nächste Generation 

Wärst du darauf gekommen? Die cleversten Ideen bei „Jugend forscht“!

+
Schüler aus Rheinland-Pfalz stellen am Mittwoch (21. März) ihre spannende Projekte beim 52. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in der BASF vor.

Ludwigshafen - Kann eine Abzugshaube Feuer löschen? Wie kann man Blinden bei der Orientierung helfen? Und wie sauber ist eigentlich unsere Luft? Die Antworten liefern Nachwuchsforscher am Mittwoch:  

61 Nachwuchs-Forscher stellen beim diesjährigen „Jugend forscht"-Landeswettbewerbs in Rheinland-Pfalz am Mittwoch (21. März) bei der BASF in Ludwigshafen ihre spannenden Projekte vor. 

Die Jury steht vor einer schwierigen Entscheidung: Denn sie muss aus 39 Arbeiten aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik den Sieger küren. 

Der darf dann zum Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai nach Darmstadt fahren. Wie schon in den Jahren zuvor haben die vorgestellten Projekte einen großen Praxisbezug. 

„Jugend forscht“: So smart ist die nächste Generation 

Lea Spira (17): LEDs gegen stinkende Klimaanlagen  

So erzählt uns Lea Spira (17) aus Bad Sobernheim wie sie sich die Frage gestellt hat, ob die Klimaanlage im Auto denn immer so stinken muss und ob es nicht eine umweltfreundlichere Alternative zu den eingesetzten Chemikalien gäbe. Ihre Antwort: Man könnte UVC-LEDs in die Klimaanlagen einbauen die die Mikroorganismen abtöten. So wäre die Klimaanlage praktisch „desinfiziert“. 

Bewundernswert: Lea hatte ihr Projekt schon komplett ohne Hilfe fertig gestellt, als sie erfuhr, dass sie zur Einreichung bei „Jugend forscht“ eigentlich einen Erwachsenen braucht, der ihr Projekt betreut...

Conner Cordruwisch (16) und Tijan Keffer (12): Neue Augen durch Technik

Wie kann man den Alltag von Sehbeeinträchtigten und Blinden erleichtern? Die Antwort der zwei Schüler aus Bendorf: Durch eine akustische Sehhilfe, die man am Körper tragen kann. Ein Sensor misst mit Ultraschallwellen die Entfernung zu einem Hindernis und gibt unterschiedliche Signaltöne von sich – je nachdem wie weit das Hindernis entfernt ist. Die Technik kann der Nutzer am Körper tragen, die akustischen Signale hört er per Kopfhörer. 

„Ich könnte mir auch vorstellen, dass das in Serie gehen könnte, es sind jetzt nur noch sehr viele Kabel.“, sagt Conner stolz. Später würde er gerne an der TU in Kaiserslautern studieren und sich mit Robotik beschäftigen. Wir drücken ihm auf jeden Fall die Daumen!

Die Abzugshaube die Feuerwehrmänner lieben werden

Jonas Mannweiler, Philipp Salm und Gabriel-Marius Hartmann haben eine Abzugshaube mit automatischer Löschfunktion entwickelt. Wie sie funktioniert? Mit Hilfe von Schallwellen. Ist zwar ein bisschen laut – aber besser als ein Küchenbrand!

Wie stark ist unsere Luft tatsächlich verschmutzt? 

In der Zeit des Dieselskandals und des ständigen Feinstaubalarms haben sich Daniela Steinmeyer (17), Annalena Gallingen (17) und Abishanth Jeyaraj (18) die Frage gestellt: Wie schmutzig ist unsere Luft eigentlich wirklich? Kurzerhand bauten sie einen Sensor der CO-,O3-,CH4- und den Feinstaub-Werte in der Luft misst und schicken ihn auf große Fahrt über Koblenz. In 33 Kilometer Höhe sammelt er fleißig Daten bevor der Ballon platzt und der Sensor mit einem Fallschirm zu Boden segelt. 

Das Ergebnis: Der Feinstaubwert über Koblenz überschreitet den vorgeschriebenen Grenzwert um das Dreifache! 

Lohnen sich E-Autos im Winter? 

E-Autos sind in aller Munde. Umweltfreundliche sollen sie sein und können immer längere Strecken zurücklegen. Doch lohnen sich E-Autos auch im Winter? Die überraschende Antwort von Yamin Moyal (19) und Lucas Trossen (18) aus Trier: Nein! Zu hoch ist der Energieverbrauch, der im Winter für kuschelig-warme Füße sorgt. 

Zum Vergleich: Ohne die Heizung einzuschalten würde ein E-Golf 281 Kilometer zurücklegen, mit eingeschalteter Heizung nur 166 Kilometer. Doch die beiden haben auch schon eine Idee: „Eine bessere Dämmung würde viel Energie sparen!“, so der autobegeisterte Yamin.  

Müllproblem adé – gibt es wirklich plastikfressende Larven?

Vor einigen Monaten sorgte eine sensationelle Nachricht in der Forschungswelt für Furore: Federica Bertocchini entdeckte durch Zufall eine plastikfressende Larve. Schnell überschlugen sich die Schlagzeilen: Können wir so das Müllproblem auf der Welt lösen? Die Nachwuchsforscher Adrian Gaschler Porta (15) und Georg Dähling (14) sind skeptisch. Sie schnappen sich ein paar Wachsmottenlarven und Paraffin und überprüfen das auf eigene Faust. Nach akribischen Messungen und Beobachtung stellen sie fest: Die Wachsmottenlarve zerkleinert das Paraffin wohl nur und verdaut es nicht. 

Doch Georg will noch mehr wissen: „Im nächsten Schritt würden wir den Wachsmottenlarven gerne gefärbtes Paraffin verabreichen und schauen ob es in ihrem Verdauungsapparat verarbeitet wird.“ So ein Nachwuchsforscher hat eben immer etwas zu tun! 

kp

Mehr zum Thema

Kommentare