Trotz Martinshorn und Blaulicht

Mann lässt Feuerwehr absichtlich nicht vorbei – mit dieser richtig dreisten Fahrweise

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Die Feuerwehr mit Martinshorn und Blaulicht auf dem Weg zu einem Einsatz. (Symbolfoto)

Ludwigshafen - Rettungskräfte werden auf ihrem Einsatzweg oft behindert. Doch dieser Mann toppt mit seinem Verhalten alles:

Update vom 20. Mai: Wie ein Sprecher der Polizei Rheinpfalz auf Anfrage mitteilt, habe die Feuerwehr den renitenten Fahrer am Samstag (18. Mai) angezeigt. Über das Nummernschild des Autos sei der 77-Jährige ausfindig gemacht und eine Ermittlung gegen ihn eingeleitet worden. Zu den Hintergründen seiner Tat sei bisher noch nichts bekannt.

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Trotz Blaulicht und Martinshorn: Mann behindert Feuerwehrauto

Dass Einsatzkräfte auf ihrem Weg zum Unfallort durch nicht vorhandene Rettungsgassen oft gehindert werden, ist Alltag auf deutschen Straßen. Meist handelt es sich um Fahrlässigkeit, Unwissenheit oder Ignoranz der Autofahrer. Doch was dieser Mann in Ludwigshafen macht, lässt sich mit Worten kaum beschreiben:

Am Freitag (17. Mai) ist die Berufsfeuerwehr Ludwigshafen gegen 12 Uhr mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn zu einem Einsatz unterwegs. Als sie auf der Kallstadter Straße sind, fährt vor der Feuerwehr ein 77-jähriger Mann. Doch trotz des Signals macht er den Einsatzkräften keinen Platz. Es kommt sogar noch schlimmer.

Ludwigshafen: Mann fährt Schlangenlinien, damit Feuerwehr nicht durchkommt

Er fährt mit Absicht langsamer und dazu auch noch in Schlangenlinien auf der Straße, damit die Feuerwehr nicht an ihm vorbeikommt und verhindert so, dass die Einsatzkräfte vielleicht nicht schnell genug an ihrem Einsatzort in Ludwigshafen sein können. 

Wie die Polizei in einer Mitteilung am Sonntag (19. Mai) berichtet, ist nach derzeitigem Ermittlungsstand davon auszugehen, dass der Rentner die Feuerwehr tatsächlich gezielt behindert hat. Gegen den 77-Jährigen wird nun ein Verfahren wegen Nötigung eingeleitet. Er muss neben einer hohen Geldstrafe auch mit einem längeren Fahrverbot rechnen.

Nach schweren Unfällen: Gaffer behindern Rettungskräfte

Immer wieder kommt es vor, dass Rettungskräfte nur schwer zum Einsatzort kommen, weil bei einem Stau keine Rettungsgasse gebildet wird. Nach einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Heilbronn, beschimpft und bespuckt ein Lkw-Fahrer die Feuerwehr in der Rettungsgasse. Doch auch die Neugier vieler Autofahrer macht es den Einsatzkräften schwer, Patienten richtig zu behandeln. Oft bleiben Gaffer stehen, um die Einsätze hautnah mitzubekommen und sogar zu filmen oder zu fotografieren. Leider kommt es auch oft vor, dass Sanitäter bei ihren Einsätzen bedroht oder gar angegriffen werden. Erst kürzlich rastete ein Jugendlicher auf einer Party gegenüber einem Sanitäter in Ludwigshafen so sehr aus, dass die Polizei anrücken musste. 

jab/pol

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