Großeinsatz der Feuerwehr

Nach Explosion bei Chemiekonzern Almatis: Ermittler findet Ursache

Großeinsatz in Ludwigshafen: Explosion bei Chemiekonzern Almatis (Symbolfoto)
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Großeinsatz in Ludwigshafen: Explosion bei Chemiekonzern Almatis (Symbolfoto)

Ludwigshafen - Großeinsatz in der Nacht zum Donnerstag beim Chemiekonzern Almatis! Dort ereignet sich in einer Werkshalle eine Explosion. Nun steht die Ursache fest.

  • Am Donnerstag (16. Januar) ereignet sich eine Explosion im Süden von Ludwigshafen, sofort rücken Polizei und Feuerwehr aus.
  • Der Brand passiert in der Chemie-Firma Almatis in der Giulinstraße.
  • Die Ursache für die Explosion ist nach den Ermittlungen wohl gefunden worden.

Update vom 21. Januar: Fünf Tage nach einer Explosion in der Chemie-Firma Almatis in Ludwigshafen gibt es ein Ergebnis zu der Ursache. Die Brandermittler des Fachkommissariats haben gemeinsam mit einem Brandsachverständigen den Ort in der Giulinistraße untersucht und sind zu einem Ergebnis gekommen. Ein technischer Defekt an dem Anlasser einer Produktionsmühle hat wohl den Brand ausgelöst. 

Explosion in Chemie-Fabrik: Gutachter soll Ursache finden

Update vom 16. Januar, 15 Uhr: Nach der Verpuffung mit anschließendem Brand bei einer CHemie-Firma in der Giulinistraße haben am Morgen die Brandermittler der Kriminalinspektion Ludwigshafen die Ermittlungen übernommen. Bei einer ersten Begehung kann die Ursache für die Explosion noch nicht abschließend geklärt werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Frankenthal wird ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Mit diesem erfolgen am Montag (20. Januar) weitere Begutachtungen.

Ebenfalls geklärt werden muss auch ein schwerer Chemie-Unfall an einer Schule in Weinheim, bei dem ein Junge mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert wird.

Alarm mitten in der Nacht: Explosion bei Chemiekonzern Almatis

Großeinsatz in der Nacht auf Donnerstag (16. Januar) in Ludwigshafen. Gegen 1:50 Uhr ereignet sich in der Firma Almatis im Süden der Stadt eine Explosion. Wie die Feuerwehr Ludwigshafen berichtet, schlägt kurz darauf eine automatische Brandmeldeanlage in der Giulinistraße Alarm. Sofort rücken mehrere Einsatzkräfte aus.

Ludwigshafen: Explosion in Firma Almatis – Großeinsatz in der Donnerstagnacht

Beim Eintreffen der Feuerwehr Ludwigshafen brennt Schweröl in einer Sinteranlage in einem Werksgebäude der Firma Almatis. Zu diesem Zeitpunkt werden laut dem Unternehmen zwei Arbeiter vermisst.

Nach einer ersten Erkundungsphase wurden die Personen vor dem Werksgebäude im Freien aufgefunden“, schreibt die Feuerwehr Ludwigshafen in einer Mitteilung. Weitere Personen haben sich nicht in der Werkshalle aufgehalten. Laut der Polizei wird niemand bei der Explosion verletzt. 

Ludwigshafen: Explosion in Firma Almatis – Einsatz dauert mehrere Stunden

Almatis ist neben der BASF ebenfalls ein Chemieunternehmen in Ludwigshafen. Die Firma stellt Spezialaluminiumoxid her. Dieses Material wird unter anderem bei der Stahlhärtung und dem Feuerschutz benötigt. 

Eine Anlage, die zur Aufbereitung des Aluminiumoxids eingesetzt wird, brennt auf einer Länge von etwa 15 Metern. Dabei tritt Schweröl aus, dass sich ebenfalls entzündet. „Durch die schnell greifenden Löschmaßnahmen konnte eine weitere Schadensausbreitung verhindert werden“, versichert die Feuerwehr Ludwigshafen. Der Einsatz dauert mehrere Stunden. Erst gegen 5 Uhr kann die Feuerwehr die Löscharbeiten in der Firma Almatis beenden. Insgesamt sind 30 Mann der Feuerwehr mit 8 Fahrzeugen im Einsatz. Für den Zeitraum der Löschmaßnahmen ist der Stadtschutz für Ludwigshafen durch die Freiwilligen Feuerwehren Stadtmitte und Frankenthal gesichert.

VIDEO: Erst vor wenigen Tagen ereignet sich eine Explosion in einem Chemieunternehmen in Tarragona

Eine Explosion, die vor knapp drei Jahren, nicht nur Ludwigshafen, sondern auch ganz Deutschland schockierte, ereignete sich beim Chemiekonzern BASF. Bei der Tragödie wurden fünf Menschen getötet und 44 verletzt. Am 27. August 2019 fällt das Urteil gegen den Schweißer, der das Unglück in Ludwigshafen verursacht hat. Eine weitere BASF-Katastrophe forderte im Jahr 1921 über 500 Tote. Das Unglück weist erstaunliche Parallelen zu der verheerenden Explosion in Beirut auf.

Ludwigshafen: Explosion in Werkshalle – Polizei ermittelt 

Welchen Sachschaden die Explosion in der Firma Almatis verursacht hat, ist bislang noch unklar. Auch die Ursache für die Verpuffung stellt die Brandermittler derzeit noch vor ein Rätsel. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen übernommen. 

Bis zur Klärung der Explosionsursache und der sicherheitsrelevanten Überprüfung der Gebäudestatik ist die Anlage in Ludwigshafen außer Betrieb genommen. Eine knappe Woche später werden die Bürger Ludwigshafens schon wieder aus dem Schlaf gerissen: Mitten in der Nacht sind plötzlich laute Knallgeräusche zu hören. Erste Hinweise deuten auf die BASF – gab es einen Unfall beim Chemie-Riesen?

pol/pm/jol

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