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Ludwigshafen: Sonder-Impfaktion im Hemshof – So viele haben sich pieksen lassen

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Von: Katja Becher

Ludwigshafen - Seit Donnerstag (3. Juni) führt die Stadt eine Sonder-Impfaktion im Hemshof durch. 2.500 Impfdosen stehen dabei zur Verfügung. Wer sich impfen lassen darf:

Update vom 4. Juni, 8:28 Uhr: Rund 360 Menschen haben sich am Donnerstag (3. Juni) im Ludwigshafener Stadtteil Nord/Hemshof zum Auftakt der Impf-Aktion gegen das Coronavirus mit dem Vakzin von Johnson & Johnson impfen lassen. Die von der Stadt, dem Land Rheinland-Pfalz mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und freiwilligen Helfer*innen organisierte Sonder-Impfaktion wird am Samstag (5. Juni) und Sonntag (6. Juni) fortgesetzt. Der Vorteil dieses Impfstoffs ist, dass man nach nur einer Injektion den vollständigen Schutz hat und keine Zweitimpfung benötigt.

Im Kampf gegen das Corona-Virus zählt jede einzelne Impfung. Deswegen bin ich mit dem Verlauf des heutigen Tages zufrieden. Wir konnten unter Beweis stellen, dass alle Beteiligten gemeinsam kurzfristig eine solche Sonderaktion stemmen können. Die geplanten Abläufe haben gut funktioniert. Ob man sich impfen lässt oder nicht, steht in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Wer unser Angebot annimmt, schützt sich und andere, auch die eigene Familie. In diesem Sinn werden wir den morgigen Freitag nutzen und in den ausgewählten Gebieten erneut mehrsprachig informieren. Am Samstag und Sonntag gehen die Impfungen dann weiter“, so Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD).

StadtLudwigshafen am Rhein
BundeslandRheinland-Pfalz
Fläche77,55 km²
Einwohnerzahl172.253 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

Sie dankte allen Helfer*innen, die am heutigen Feiertag vor Ort waren und auch am Wochenende im Einsatz sein werden. „Das ist gelebte Solidarität, auf die wir stolz sein können. Unsere bewährte Partnerschaft mit dem DRK, weiteren Rettungsdiensten, Aktiven aus dem Stadtteil und Kolleg*innen aus der Stadtverwaltung hat einmal mehr hervorragend funktioniert“, erklärte Steeg.

Sonderimpfaktion im Hemshof: Wer alles bei der Impfaktion mit angepackt

Die Impfaktion ist ein gemeinsamer Kraftakt vieler Beteiligter: In dem vor Ort eingerichteten provisorischen Impfzentrum waren am Donnerstag rund 50 Menschen im Einsatz, darunter sechs Ärzt*innen, eine Apothekerin, medizinische und pharmazeutische Fachkräfte sowie Mobile Impfteams. 31 dieser Einsatzkräfte stellte das DRK.

Nicola Buhlinger-Göpfarth (r), Fachärztin für Allgemeinmedizin, impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus. Dabei wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt. (zu dpa: «Praxen im Südwesten warten noch auf Impfstoff gegen Coronavirus»)
Eine ältere Frau erhält eine Corona-Impfung. (Symbolfoto) © Christoph Schmidt/picture alliance/dpa-Bildfunk

Beteiligte Organisationen sind unter anderem die Polizei, das Technische Hilfswerk, die Arbeitsgemeinschaft der Vereine der Nördlichen Innenstadt, die GAG sowie von der Stadtverwaltung: die Feuerwehr, der Kommunale Vollzugsdienst, der Bereich Straßenverkehr, die Brückenbauer und Mitarbeitende, die sich freiwillig für die Aktion gemeldet haben. Auch der Ortsvorsteher der Nördlichen Innenstadt, Osman Gürsoy (SPD), unterstützt die Sonderimpfaktion. Die BASF stellt einen Parkplatz für die Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. 

Voraussetzung für die Impfung ist eine entsprechende Benachrichtigung durch die Stadtverwaltung. Für die Sonderimpfaktion werden gezielt Menschen angesprochen, die sich unter anderem in beengten Wohnsituationen befinden. Insgesamt hat das Land Rheinland-Pfalz für die Aktion 2.500 Impfdosen zur Verfügung gestellt. 

Ludwigshafen: Sonder-Impfaktion im Hemshof – wer sich impfen lassen darf

Erstmeldung vom 1. Juni: An drei Tagen führt die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz eine Sonder-Impfaktion gegen das Coronavirus im Stadtteil Nord/Hemshof durch. Rund 2.500 Impfdosen stehen für die Bewohner des Quartiers zur Verfügung, die sich am Donnerstag (3. Juni), Samstag (5. Juni) und Sonntag (6. Juni) im Rahmen der Aktion impfen lassen dürfen. Was die Bewohner zur Impfaktion wissen und mitbringen müssen:

Ludwigshafen: Sonder-Impfaktion im Hemshof – Corona-Impfung nur mit Benachrichtigung

An den drei Tagen wird im Hemshof ein provisorisches Impfzentrum eingerichtet, das durch das DRK, die Stadtverwaltung sowie ehrenamtliche Helfer betreut wird. Wer sich im Rahmen der Impfaktion gegen Corona impfen lassen will, kann dies allerdings nur mit einer entsprechenden Benachrichtigung tun. Für die Sonderaktion hätte man gezielt Menschen angesprochen, die sich unter anderem in beengten Wohnsituationen befänden, erklärt Sozialdezernentin Beate Steeg in einer Mitteilung der Stadt Ludwigshafen vom Dienstag. „Erfahrungsgemäß verbreiten sich Infektionen sehr schnell, wo vielen Menschen auf begrenztem Raum zusammen sind. Vermutlich lösen dabei enge, private Kontakte viele Ansteckungen mit dem Corona-Virus aus, die sich dann in den Inzidenzen der Stadtteile niederschlagen. Deshalb hat sich die Stadtverwaltung für diese Sonderimpfaktion eingesetzt. Ich appelliere an jeden Menschen, der im Zuge dieser Aktion eine Impfangebot erhält, diese Chance unbedingt wahrzunehmen“, fügt Steeg hinzu.

Ludwigshafen: Sonder-Impfaktion an drei Tagen – „Lockerungen wahrscheinlich machen“

„Es ist einerseits eine logistische Herausforderung, die das Deutsche Rote Kreuz und die Stadtverwaltung innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne leisten müssen, andererseits überwiegt die Freude mit der Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz, flächendeckende Impfungen in einem Quartier vorzunehmen, welches zuletzt im stadtweiten Vergleich hohe Infektionszahlen aufwies“, sagt Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. Bereits Anfang Mai hatte die Stadt darüber informiert, dass in den Stadtteilen Oggersheim und Nord/Hemshof die Zahl der Neu-Infektionen besonders hoch seien.

„Jede Impfung hilft dabei, Menschen nachhaltig zu schützen, die Pandemie weiter zurückzudrängen und weitere Lockerungen des öffentlichen Lebens wahrscheinlich zu machen.“ Das Land Rheinland-Pfalz stellt der Stadt den Impfstoff zur Verfügung. Auch in Worms, wo die 7-Tag-Inzidenz ebenfalls bisher überdurchschnittlich hoch war, soll eine solche Sonder-Impfaktion stattfinden. (pm/kab)

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