Scheinrechnungen

BASF-Mitarbeiter unter Betrugsverdacht – es geht um Millionen!

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Millionenbetrug bei der BASF?

Ludwigshafen - Drei BASF-Mitarbeiter und Verantwortliche mehrerer externer Firmen stehen im Verdacht, den Chemieriesen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt zu haben.

Großer Betrugsfall bei BASF.

Drei BASF-Mitarbeiter und fünf Verantwortliche externer Firmen sollen den Chemieriesen über mehrere Jahre mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt haben.

Laut Staatsanwaltschaft Kaiserslautern haben interne Überprüfungen bei BASF letztes Jahr Unregelmäßigkeiten aufgedeckt. Demnach hätten externe Firmen in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet – mit Wissen der betroffenen BASF-Mitarbeiter.

>>>Betrug und Bestechung: So oft wurde die BASF schon Opfer von Kriminellen

Die Polizei durchsuchte am 30. Januar Arbeitsplätze und Wohnungen der vier verdächtigten BASF-Mitarbeiter und fünf Verantwortlichen der beteiligten externen Unternehmen. Dabei wurde umfangreiche Daten und Unterlagen sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssten.

Ein verdächtigter BASF-Mitarbeiter ist inzwischen verstorben.

Der Staatsanwaltschaft zufolge besteht der Verdacht, dass die Beteiligten Rechnungen gestellt haben, ohne die entsprechenden Leistungen erbracht zu haben. Der mutmaßliche Schaden belaufe sich auf Millionenhöhe

Es bestehe auch der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung, so die Ermittler. Am 30. Januar waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden. Es wurden Unterlagen und Daten sichergestellt, die nun ausgewertet werden. „Zu der Frage, ob sich die Beschuldigten bereits zu den Vorwürfen geäußert haben, mache ich derzeit keine Angaben", teilte der Leitende Oberstaatsanwalt in Kaiserslautern, Udo Gehring, auf Anfrage mit. 

Nach Angaben des BASF-Sprechers haben die unter Verdacht stehenden Firmen mit Personalleasing zu tun. Welche Arbeitskräfte sie vermittelten, könne er nicht sagen. Die BASF-Mitarbeiter, die laut Staatsanwaltschaft einer unteren Führungsebene angehören, hätten eng mit den Firmen zusammengearbeitet. 

Die Tatsache, dass der Fall bei einer internen Überprüfung bemerkt worden sei, sehe er als Beleg dafür, dass die Sicherheitsmechanismen des Unternehmens griffen. Die Mitarbeiter wurden nach seinen Angaben freigestellt. 

Als Todestag des inzwischen verstorbenen BASF-Mitarbeiters nannte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, den 5. Februar. „Wir prüfen im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens, ob es Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gibt“, sagte Ströber. „Die gibt es bislang nicht.“

dpa/pm/rmx

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