Mit Bierflasche am Steuer

Ludwigshafen: Mehr als 1,6 Promille – Polizei zieht Betrunkenen aus dem Verkehr

Ein Bier und ein Bierglas stehen auf einem Tisch
+
Das hopfenhaltige Lieblingsgetränk der Deutschen genießt man am besten auf dem heimischen Sofa. Am Steuer hat Alkohol nichts zu suchen! (Symbolfoto)

Ludwigshafen – Immer wieder muss die Polizei betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr ziehen, so auch am Sonntag. Ein Mann kann sich jetzt von seinem Führerschein verabschieden:

Am Sonntagabend, den 7. März, gegen 18 Uhr kontrolliert die Polizei einen 37-jährigen Autofahrer in der Valentin-Bauer-Straße. Der Mann war der Polizei aufgefallen, da er während der Autofahrt am Steuer aus einer Bierflasche getrunken hatte. Die Polizei hält den Fahrer an und führt bei dem Mann einem Alkoholtest durch. Dieser ergibt ein klares Ergebnis. Der von der Polizei durchgeführte Alkoholtest bestätigt den Verdacht: Es können 1,63 Promille Alkohol im Blut des 37-jährigen Mannes nachgewiesen werden. Der Fahrer wird sofort aus dem Verkehr gezogen und ins Revier gebracht. Dort wird ein Bluttest veranlasst. Außerdem wird dem 37-jährigen der Führerschein entzogen.

Ludwigshafen: Alkohol am Steuer – kein Kavaliersdelikt

Fälle wie der des 37-jährigen alkoholisierten Autofahrers in Ludwigshafen liegen bekanntermaßen an der Tagesordnung – sind aber bei weitem kein Kavaliersdelikt. Dass man alkoholisiert nicht am Steuer sitzen sollte, lernt jeder Fahrschüler bereits im Theorieunterricht. Dass man ein alkoholisches Getränk nicht während der Fahrt konsumieren sollte, sollte genauso bekannt sein. Doch immer wieder zeigt sich: Viele scheinen diese einfachen Regeln der Verkehrssicherheit zu vergessen oder zumindest zu missachten. Auch andere berauschende Mittel stellen eine große Gefahr nicht nur für den Fahrer selbst, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer dar.

Ludwigshafen: Alkohol und andere berauschende Mittel gehören zu den Hauptunfallursachen auf der Straße.

Im Fall des Ludwigshafener Autofahrers kann man von Glück reden, dass der alkoholisierte Mann rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden konnte, bevor es zu einem eventuellen Unfall kam. Laut Unfallstatistik 2020 waren 4,6 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und 7,5 Prozent aller tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer auf den Genuss von Alkohol zurückzuführen. Das entspricht jedem 13. Getöteten.

Unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen werden Reaktionsvermögen und Gleichgewichtssinn beeinträchtigt. Bereits bei einem Promillewert von 0,2 Promille wird das Reaktionsvermögen beeinträchtigt. Je höher der Alkoholgehalt im Blut ist, desto stärker werden Reaktionsvermögen und Gleichgewichtssinn beeinträchtigt. Zum Vergleich: Bereits ein Bier führt zu einem Blutalkoholwert von 0,36 Promille, ein Glas Wein zu einem Wert von 0,32 Promille. Ab 0,3 Promille wird bereits von einer „relativen Fahruntüchtigkeit“ ausgegangen – kommt es zu einem Unfall, kann einen das „Schlückchen in Ehren“ also teuer zu stehen kommen. Der Führerschein wird in diesem Fall außerdem für mindestens sechs Monate entzogen. Bei Wiederholungstätern kann es sogar zu einer Freiheitsstrafe kommen.

Obwohl also die Promillegrenze in Deutschland bei 0,5 Promille liegt, ist es besser, das Bier auf dem heimischen Sofa genießen. Hätte der 37-jährige Autofahrer aus Ludwigshafen diese Tipps beherzigt, wäre er nun seinen Führerschein nicht los...(pol/snh)

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare