Anwohner irritiert

Katwarn löst wegen Flammensäule über BASF aus – das steckt dahinter

Vermeintlicher Brand in Ludwigshafen oder Mannheim? (Archivbild)
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Vermeintlicher Brand in Ludwigshafen oder Mannheim? (Archivbild)

Ludwigshafen/Mannheim - Einwohner der Nachbarstädte sehen am Dienstagmorgen eine große Flammensäule über der BASF. Brennt es etwa irgendwo? Das steckt dahinter:

Am Dienstagmorgen, 22. September, gegen 7 Uhr sehen Einwohner von Ludwigshafen und Mannheim einen hellen Feuerschein am Himmel. Brennt es etwa irgendwo? Die Flammensäule hängt jedoch nicht mit einem Brand zusammen. Grund ist ein technischer Defekt in einem Steamcracker der BASF in Ludwigshafen.

Die Sicherheitssysteme der BASF in Ludwigshafen reagieren wie vorgesehen; Rohgas wird über eine Fackel verbrannt. „Dabei kommt es derzeit zu sichtbarem Feuerschein sowie zu Rußbildung. Beim Wiederanfahren der Anlage kommt es bis morgen zu weiterer Fackeltätigkeit“, heißt es in einer Pressemitteilung der BASF.

Die Fackel des Steamcrackers im Werksteil Nord der BASF. (Archivbild)

Der Feuerschein wird in der BASF-Pressemitteilung wie folgt erklärt: „Der Steamcracker spaltet unter Zusatz von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Hitze Rohbenzin auf. Dabei entstehen unter anderem Ethylen und Propylen, beides unverzichtbare Grundprodukte für die Herstellung vieler BASF-Produkte in Ludwigshafen. Aus Ethylen und Propylen werden unter anderem Kunststoffe, Lacke, Waschrohstoffe und Pflanzenschutzmittel hergestellt“. Das Warn- und Informationssystem KATWARN ergänzt: „Messungen im Stadtgebiet Mannheim ergaben keine Geruchsbelästigungen oder erhöhte Schadstoffkonzentrationen“. (lpb)

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