VW-Abgasaffäre

Ludwigshafen, Mainz und Koblenz lassen Diesel-Autos stilllegen!

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Städte in Rheinland-Pfalz legen erste Diesel-Autos still. (Symbolbild)

Ludwigshafen/Mainz - Die Abgasaffäre hinterlässt noch immer Spuren – vor allem bei den Autobesitzern! Mehrere Städte haben jetzt Stilllegungsverfahren gegen Diesel-Fahrer eingeleitet.

Erste Stilllegungsverfügungen haben die Städte Mainz, Ludwigshafen und Koblenz im Zuge des Diesel-Skandals an Autobesitzer verschickt, die ein Auto fahren, auf dem das vorgeschriebene Software-Update noch nicht aufgespielt ist.

Laut Angaben der Stadt Mainz am Montag (12. Juni) haben sie insgesamt 30 Fahrzeughalter per Post dazu aufgefordert, ihre Diesel-Autos innerhalb von vier Wochen nachrüsten zu lassen.  

Davon hätten zwölf sofort reagiert, so ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage der dpa. Es habe auch kein Auto bisher stillgelegt werden müssen. Bei sieben Besitzern läuft noch ein sogenanntes Anhörungsverfahren, bei dem die Behörden die Umstände in jedem Einzelfall prüfen.

Audi, VW, Skoda und Seat betroffen

Vom Diesel-Skandal sind unter anderem die Typen VW Amarok, Golf und Passat, der Audi Avant, Seat Leon und der Skoda Superb und Yeti. 

Auch in Ludwigshafen laufen Stilllegungsverfahren. Zu der genauen Zahl kann die Stadt jedoch keine Angaben machen. In Koblenz werden 15 Autobesitzer dazu aufgefordert ihre Fahrzeuge nachzurüsten.

Fahrverbote vermeiden

Trotz allem: Das Umweltministerium in Mainz bestätigt Ende Mai, dass die Landesregierung Diesel-Fahrverbote vermeiden wolle. In Ludwigshafen setzt die Stadt vor allem auf den sogenannten ‚Green City Plan‘.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem neue Park and Ride-Plätze, eine Taktverdichtung bestehender Bahn- und Buslinien, der Umstieg auf emissionsarme Hybridbusse und die Entwicklung einesintelligenten Radwegenetzes, das gute Anbindungen an den Nahverkehr schaffen soll.

Hintergrund

In wenigen Wochen endet die 18-Monats-Frist, für den verbindlichen Rückruf der manipulierten Diesel-Autos, in denen die Software eingebaut ist.

jab/dpa

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