Oberlandesgericht Köln 

Keine Kohle für Kohls Witwe! Urteil zu Millionen-Entschädigung

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Maike Kohl-Richter ist die Witwe des Altkanzlers Helmut Kohl. (Archivbild)

Ludwigshafen/Köln - Hat die Witwe von Helmut Kohl Anspruch auf eine Millionen-Entschädigung, die der Altkanzler erstatten hat? Das Gericht hat entschieden:

Maike Kohl-Richter hat keinen Anspruch auf eine von Altkanzler Helmut Kohl erstrittene Rekord-Entschädigung in Höhe von einer Million Euro! 

Das entscheidet am Dienstag (29. Mai) das Oberlandesgericht Köln. Der Anspruch auf Geldentschädigung sei nicht vererbbar, erläutert die Vorsitzende Richterin Margarete Reske. Schließlich gehe es darum, dem Geschädigten Genugtuung zu verschaffen, und das sei nur möglich, solange er noch lebe. 

Zum Thema: Maike Kohl-Richter: Warum die Witwe weiter klagen will

Helmut Kohl (1930-2017) hat die Entschädigung kurz vor seinem Tod vom Landgericht Köln zugesprochen bekommen, weil in dem Buch „Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle“ unautorisierte Zitate von ihm veröffentlicht worden waren.

Das Urteil des Oberlandesgerichts ist allerdings noch nicht rechtskräftig – die Witwe und Alleinerbin Maike Kohl-Richter (54) kann dagegen in Revision gehen.

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Am 25. Februar 2020 verstirbt der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Werner Ludwig im Alter von 93. Jahren. Jutta Steinruck honoriert die Verdienste des bekannten und beliebten Ludwigshafener Ehrenbürgers.

Helmut Kohl wäre dieses Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert. Vor fast drei Jahren ist der „Kanzler der Einheit“ schon gestorben – und bis heute ziert sein Grab kein Grabstein! Wegen der Corona-Krise ist es Kohls Weggefährten und Freunden auch nicht möglich, in großem Rahmen zusammenzukommen. 

jab/dpa

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