Facebook-Post

KZ-Vergleich: Jusos Ludwigshafen ernten heftige Kritik

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Die Jusos vergleichen geplante Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit Konzentrationslagern. (Symbolbild)

Ludwigshafen - In der Debatte um die von Union und SPD geplanten Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge leisten sich die Jusos einen Schnitzer - sie ziehen Parallelen zur NS-Zeit:

In einem Facebook-Post der Jusos Ludwigshafen vergleichen sie die von Bundes-SPD und Union geplanten zentralen Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit Konzentrationslagern. Das geht ordentlich schief und sorgt für scharfe Kritik.

Am Mittwoch (17. Januar) löschen die Jusos ihren Post und entschuldigen sich: „Wir wollten definitiv niemanden verletzen und vor allem nicht den Holocaust verharmlosen“, so Ludwigshafener Juso-Vorsitzender Christoph Bätz. In dem Eintrag auf Facebook hätten sie nur ihrem Unmut über die zentrale Einrichtung freien Lauf gelassen.

Wir haben gemerkt, dass wir doch über die Stränge geschlagen haben.“ Die Jungsozialisten haben einen Satz aus dem Sondierungspapier von Union und SPD kopiert und ans Ende in Klammern „KZ“ gesetzt:

‚„Damit die Asylverfahren schnell, umfassend und rechtssicher bearbeitet werden können, erfolgt künftig deren Bearbeitung in zentralen Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungseinrichtungen (KZ), in denen BAMF, BA, Justiz, Ausländerbehörden und andere Hand in Hand arbeiten.“‘

Daneben, als Posting-Text, schrieben die Jusos: „Sondierungspapier in einfacher Sprache“.

Harsche Kritik für KZ-Vergleich

Die Junge Union (JU) Rheinland-Pfalz ist fassungslos. Sie greift den Eintrag bei Twitter auf und erklärt: „Nur widerlich und geschichtsvergessen.“ 

Die Jusos erhalten viele kritische Kommentare für ihren Vergleich.

dpa/hew

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