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Corona in Ludwigshafen: Impfzentrum nimmt Arbeit auf – so klappt die Termin-Vergabe

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Von: Leon Berent

Ludwigshafen hat den höchsten Corona-Inzidenzwert in ganz Rheinland-Pfalz. Das Impfzentrum „Walzmühle“ hat planmäßig gestartet. So kommst Du an einen Impftermin:

Update vom 7. Januar: Das Ludwigshafener Impfzentrum hat am Donnerstagmorgen ( 7. Januar) seinen Betrieb aufgenommen. Ein 90-jähriger Mann ist der erste Impfling in der Chemiestadt. Weitere 150 Menschen sollen nach Angaben der Stadt Ludwigshafen im Laufe des heutigen Tages geimpft werden.

Kurz nach 9 Uhr überzeugt sich Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck persönlich davon, dass alle Abläufe wie vorgesehen funktionieren. „Durch das Impfen können wir die Pandemie bekämpfen, es ist zusammen mit dem Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in die Normalität. Wir als Stadtverwaltung sind gut vorbereitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Impfangebot nun Zug um Zug weiter ausbauen können. Mein Dank gilt dem ganzen Team, das dieses Impfzentrum in so kurzer Zeit aufgebaut hat und nun für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Die Ludwigshafener*innen sind hier gut aufgehoben“, sagt die OB.

Corona-Impfung in Ludwigshafen: So klappt die Termin-Vergabe – Sonderangebot für Senioren

Update vom 6. Januar: Im Zuge der bundesweit anlaufenden Impfungen gegen das Coronavirus bietet die Stadtverwaltung allen Senioren einen besonderen Service. Menschen, die zur priorisierten Impfgruppe (Personen über 80 Jahre) gehören und die keinen Internetzugang haben, können sich künftig unter den Telefonnummern 0621 504-3090 oder -3031 melden und von den Verwaltungsmitarbeitern Hilfe bei der Anmeldung zum Impftermin in Anspruch nehmen. Im Telefonat werden dann alle Fragen des Formulars zur Terminanmeldung im Impfzentrum besprochen und die Mitarbeiter bemühen sich anschließend über die Terminplattform des Landes um einen Termin im Impfzentrum in der Walzmühle. Das Angebot richtet sich dabei an Menschen, die keine Hilfe im eigenen Umfeld erhalten können.

Eine rasche und gute Koordination der Terminvergabe ist bei der Bekämpfung des Covid-19-Virus essentiell. Wir wollen alles, was in unserer Macht steht, unternehmen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten“, versichert Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. Die Stadt erreichen täglich Anfragen von Senioren und deren Angehörigen, die einen Termin für die Corona-Schutzimpfung vereinbaren wollen. Termine können zwar über die zentrale Impfterminvergabestelle des Landes vereinbart werden, doch Hotline und Website sind immer noch regelmäßig überlastet. „Hier wollen wir unter die Arme greifen, so gut wir können“, verspricht Steinruck.

Impfzentrum in Ludwigshafen: Termin-Vergabe gestartet – so funktioniert‘s

Update vom 4. Januar: Ab Donnerstag (7. Januar) sind die Impfzentren in Rheinland-Pfalz für über 80-Jährige und die Mitarbeiter von ambulanten Rettungs- und Pflegediensten sowie Intensivstationen geöffnet. Wer zu dieser ersten Gruppe für die Corona-Impfung gehört, kann ab heute, 8 Uhr, seine beiden Impf-Termine vereinbaren. Im Abstand von mindestens drei Wochen müssen zwei Dosen gespritzt werden.

Termine werden telefonisch unter der Telefonnummer 0800 5758100 oder auch über die Internetseite www.impftermin.rlp
vergeben. Wer über 80 Jahre alt ist, muss am Telefon nur sein Geburtsdatum nennen. Die anderen Impfberechtigten werden noch nach ihrer beruflichen Tätigkeit gefragt. Diese müssen sie beim Impftermin nachweisen, sonst werden sie wieder weggeschickt. Menschen, die noch nicht zu einer Corona-Impfung zugelassen sind, sollen noch nicht beim Call-Center anrufen.  Alle Menschen ab 80 Jahren werden auch per Brief über die Impfmöglichkeit informiert. Das Schreiben soll spätestens am Dienstag in den Briefkästen liegen, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) angekündigt hat.

Corona-Impfzentrum in Ludwigshafen: Vom Anruf zur „Impfstraße“ – so kommst Du an einen Termin

Der 9. November 1999: In der Yorckstraße 2 in Ludwigshafen eröffnet das Einkaufscenter „Walzmühle“. Die Erwartungen an den ehemaligen Industriebau sind hoch: Das Center soll täglich 30.000 Kunden in die südliche Innenstadt locken. Doch nach und nach verschwinden die Geschäfte aus der „Walzmühle“. 2011 steht ein Viertel der 28 Geschäfte leer. 2016 sind es schon 50 Prozent. Im September 2016 verschwindet mit real auch der letzte große Einzelhändler aus der Yorckstraße. Weitere 2.700 Quadratmeter werden frei. Auf dieser etwa zehn Tennisplätze großen Fläche ist nun das Impfzentrum Ludwigshafen zum Kampf gegen das Coronavirus entstanden.

StadtLudwigshafen am Rhein
Höhe96 Meter
Fläche77,68 Quadratmeter
Bevölkerung166.621 (2016)
OberbürgermeisterinJutta Steinruck

Ludwigshafen Impfzentrum: Wie bekommst Du einen Termin?

Nicht jeder kann sich sofort bei Eröffnung des Impfzentrums impfen lassen. Ob Du einen Termin bekommst, hängt davon ab, ob Du zu einer der Prioritätsgruppen gehörst. Dies musst Du jedoch nicht selbst in Erfahrung bringen: Zur Impfterminvereinbarung ist eine Hotline eingerichtet worden. Diese wird bei ihrer Aktivierung auf der entsprechenden Website der Stadt Ludwigshafen bekannt gegeben. Die Telefonist*innen des Impfzentrums gehen einen Fragebogen mit Dir durch, anhand dessen kategorisiert wird, ob Du zu einer Prioritätsgruppe gehörst.

Für die erste Impfphase hat die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Empfehlung herausgegeben: „Die Impfung sollte daher zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese sind besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege.“ Grund für eine Priorisierung ist die noch begrenzte Menge an Impfstoffdosen. Diese sollten nach der Empfehlung der STIKO dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren.

Ludwigshafen Impfzentrum: Was passiert nach dem Anruf?

Nach dem Telefonat mit dem Impfzentrum erhältst Du dann gegebenenfalls einen Termin zur Impfung. Am Eingang wird zuerst Deine Temperatur gemessen, um auszuschließen, dass Du Dich mit dem Coronavirus infiziert hast.

Am Eingang wird die Temperatur der Besucher gemessen.
Am Eingang wird die Temperatur der Besucher gemessen. © MANNHEIM24/Leon Berent

Am Tag der Impfung ist Folgendes mitzubringen:

Der erste Schritt ist die Anmeldung. Danach geht es in den Wartebereich 1. Nach dem Warten erfolgt eine allgemeine Aufklärung zum Impfstoff und Impfprozess. Sollten danach noch Fragen bestehen, besteht die Möglichkeit einer individuellen Aufklärung im Einzelgespräch mit einem Arzt. Dann geht es in den Wartebereich 2. Von dort aus ist die sogenannte Impfstraße nicht mehr weit.

Die Impfstraße 1 des Impfzentrum Ludwigshafen.
Die Impfstraße 1 des Impfzentrum Ludwigshafen. © MANNHEIM24/Leon Berent

Eine Impfstraße besteht im Impfzentrum Ludwigshafen aus 12 Impfplätzen. Das heißt, es können rein theoretisch 12 Personen parallel geimpft werden.

Nach der Impfung geht es in den Ruhebereich, wo 15 Minuten gewartet werden soll. Daraufhin folgt die Abmeldung und die Terminvergabe für die Zweitimpfung. Diese Zweitimpfung soll die Wirksamkeit der Impfung erhöhen.

Ludwigshafen Impfzentrum: Ab wann wird geimpft?

Voraussichtliche Eröffnung des Impfzentrums Ludwigshafen ist der 4. Januar 2021. Vorher ist schon der 27. Dezember als Eröffnungsdatum genannt worden. Dies hat sich jedoch aufgrund der großen Kurzfristigkeit und Unsicherheit der gesamten Situation als nicht möglich erwiesen.

Neben dem Impfzentrum werden ab dem 27. Dezember auch mobile Impfteams unterwegs sein, die vor allem in Einrichtungen, in denen Menschen leben, die nicht mehr mobil sind, impfen sollen. Voraussetzung für die Aussendung des Impfteams ist ein geringes Infektionsgeschehen in der entsprechenden Einrichtung.

Ludwigshafen Impfzentrum: Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck appelliert an Bürger

Am Ende des Presse-Rundgangs richtet sich Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck mit einem emotionalen Appell an die Bürger Ludwigshafens. Sie stehe mit voller Verantwortung hinter dem Impfzentrum. Ihren Mitarbeitern könne sie gar nicht genug danken. Sie habe sich außerdem eingehend über den Impfstoff informiert und werde sich, wenn sie dran sei, auch impfen lassen. (lpb)

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