Vorbereitungen zum Teilabriss

Hochstraße Süd Ludwigshafen: Arbeiten gehen trotz Corona-Krise weiter 

Ludwigshafen - Die Montage der ersten Holz-Stützen unter der maroden Hochstraße Süd hat begonnen. Der aktuelle Stand der Bauarbeiten im Überblick: 

  • Hochstraße Süd in Ludwigshafen seit August 2019 wegen Einsturzgefahr gesperrt
  • Stützkonstruktion wird angebaut, bevor Abriss der Pilzhochstraße beginnt.
  • Stadt hofft weiter auf Teilabriss bis Ende Juni.
  • Der aktuelle Stand der Baustelle in Ludwigshafen: 

Update vom 19. März: Die Corona-Krise hat auch Ludwigshafen weiter fest im Griff. Das gilt auch für die Abrissarbeiten an der Pilzhochstraße. Wegen der Pandemie der neuartigen Lungenkrankheit sei man mit dem Bauunternehmen in engem Austausch, dass den Abriss durchführen soll. „Die Gesundheit aller auf der Baustelle Beschäftigen steht an erster Stelle“, stellt die Stadt klar.  Bereits in den vergangenen Tagen kam es zu Einschränkungen auf der Baustelle und im Ablauf. Vom Verlauf der Pandemie hänge auch ab, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen. 

Hochstraße Süd: Stützkonstruktionen können aufgebaut werden

Positive Nachrichten gibt es derweil von technischer Seite: Der Aufbau der Stützkonstruktionen funktioniert, so dass sie wie geplant gebaut und eingesetzt werden können. Zuletzt stellte die Konstruktion die Fachleute auf der Baustelle vor eine echte Herausforderung. Die einzeln und per Handarbeit gefertigten Stützen, sobald zusammengebaut, ferngesteuert unter die Pilzhochstraße geschoben. Zwei Stützen stehen schon, aber allein im Bereich Mundenheimer Straße werden 80 Stützkonstruktionen benötigt. Sie sorgen dafür, dass die Pilzhochstraße während des Abrisses nicht unkontrolliert zusammenbricht. Angesichts der Corona-Pandemie ist derzeit noch unklar, wie die weiteren Arbeiten an der Pilzhochstraße vorankommen werden.

Hochstraße Süd: Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf den Abriss?

Update vom 17. März: Hat das Coronavirus starke Auswirkungen auf die Bauarbeiten an der Hochstraße Süd in Ludwigshafen? Laut Stefan Feldmann, technischer Leiter der Abrissfirma Moß, bislang noch nicht. Wie er gegenüber der Rheinpfalz sagt, halte man Hygienevorschriften genaustens ein. So werden längere Pausen gemacht, es arbeiten nicht zu viele Kollegen gleichzeitig und es gebe einen Schichtplan. 

Man habe bereits den ersten der 120 Tonnen schweren Stützen unter die marode Hochstraße angebracht, ein zweiter würde schon bald folgen. Feldmann zeigt sich weiterhin zuversichtlich, dass die Bauarbeiten in Ludwigshafen zügig vorangehen.

Hochstraße Süd: Bauarbeiten gehen nur schleppend voran – kippt der Zeitplan?

Update vom 10. März: Nur langsam gehen die Bauarbeiten an der Hochstraße Süd in Ludwigshafen voran. Bei einem Baustellenrundgang erklärt Stefan Feldmann wird aktuell an vier Stellen gleichzeitig gearbeitet. Dort werden rund 20 Tonnen schwere Stützbundel aus 24 Baumstämmen und Stahlplatten unter die Trasse geschoben. Allerdings ist bislang keiner der 80 Stützen unter die Hochstraße geschoben worden. Grund: Alle Stützen müssen maßangefertigt werden und das muss per Handarbeit geschehen. Auch das Wetter spielt aktuell nicht wirklich mit und erschwert die Arbeit. Das berichtet die Rheinpfalz. Jutta Steinruck hält aber am Zeitplan fest und hofft, dass der Abriss der Hochstraße Süd Ende Juni beendet ist. Versprechen könne sie das aber nicht.

Hochstraße Süd: 2.500 Baumstämme als Stütze – Montage beginnt

Meldung vom 3. März: Die Stadt Ludwigshafen hofft weiter auf einen Teilabriss der maroden Hochstraße Süd bis Ende Juni. Das bekräftigt auch Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung: „Wir sind dabei, den überarbeiteten Zeitplan zu verifizieren.“ In den nächsten Tagen soll die Montage erster Holzstützen unter der Hochstraße Süd beginnen. Täglich kommen in Ludwigshafen 10 bis 14 Lkw mit Material an. „Unter dem Strich sind wir im Plan“, erklärt Tiefbauamtsleiter Björn Berlenbach. Er spricht im Zusammenhang mit der Baustelle von „großen, beeindruckenden Zahlen".

Hochstraße Süd in Ludwigshafen: So wird der Abriss vorbereitet

Unter anderem sollen bei der Großbaustelle in Ludwigshafen 900 Tonnen Stahl und 600 Tonnen Beton verbaut werden. Die Stützkonstruktionen sollen dafür sorgen, dass der abbruchreife Teil der Hochstraße Süd nicht während der Demontage unkontrolliert zusammenbricht. Dafür werden der Stadt zufolge auch rund 2.500 Baumstämme benötigt.

Der Teilabriss ist nötig, weil die Trasse in Ludwigshafen Statikern zufolge einsturzgefährdet ist. Der auf pilzförmigen Pfeilern ruhende Abschnitt wurde bereits im August 2019 wegen Rissen in der Konstruktion gesperrt. Ludwigshafen hofft auf einen Neubau der wichtigen Verkehrsachse bis etwa 2025. 

Ludwigshafen: Regierung und BASF sprechen über Hochstraße Süd

Zur Lösung der Verkehrsprobleme durch die gesperrte Hochstraße Süd hat die BASF eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft gefordert. „Eine leistungsfähige Logistik ist entscheidend für Ludwigshafen und den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. BASF investiert massiv in neue zukunftsfähige Strukturen“, sagte BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz am Dienstag bei einem Treffen mit der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Es sei wichtig, dass auch die Politik die angestoßenen Initiativen konsequent vorantreibe, sagte Heinz. 

„Moderne Infrastruktur ist kein Luxus, sie ist eine Notwendigkeit“, sagt Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) bei dem Treffen in Ludwigshafen. Die Landesregierung stehe in engem Austausch mit Bund und Kommunen, um die wichtigen und notwendigen Verkehrsprojekte in der Region voranzubringen. Die unlängst beschlossenen Gesetze zur Planungsbeschleunigung seien wichtige Bausteine, damit der Ersatzneubau der Hochstraße Süd zügiger umgesetzt werden könne. 

dpa/kab

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