Hochstraßen-Sperrung

„Nostalgie liegt in der Luft“: 3 alte Straßenbahnen fahren bald durch Mannheim und Ludwigshafen

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Ludwigshafen - Nach der Sperrung der Hochstraße Süd wurden nun weitere Risse im Bauwerk festgestellt! Die Stadt will nun ein besseres rnv-Angebot starten. Was das konkret bedeutet:

  • Hochstraße Süd in Ludwigshafen seit 22. August gesperrt
  • Vor Ende der Sommerferien: Stadt Ludwigshafen prüft neue Maßnahmen
  • Weitere Schäden an Pilzkonstruktion festgestellt
  • Gutachten soll Ende September vorliegen
  • Abschnitt „Pilzhochstraße“ voraussichtlich bis Ende 2023 gesperrt
  • Risse auf Hochstraße Süd werden größer

Update vom 8. November: Drei alte Straßenbahnzüge werden für das neue Projekt der rnv wieder aus ihrem „Dornröschen“-Schlaf geweckt, wie die rnv auf Twitter mitteilt. Sie werden ab 2020 die Linie 6 bedienen. Die alten Straßenbahnen waren 20 Jahre lang nicht mehr in Betrieb. 300 Fahrgäste werden in den Wagons Platz finden. „Nostalie liegt in der Luft“, schwärmt sich die rnv. 

Update vom 5. November: Das rnv-Angebot für Bus und Straßenbahn in Ludwigshafen wird ausgebaut. Diesem Paket stimmt der Stadtrat Ludwigshafen einstimmig am Montagabend zu. Wie die Rheinpfalz berichtet, kommt für die Stadt dadurch Mehrkosten von über einer Million Euro zu. Die rnv verzeichnet bereits seit der Hochstraßen-Sperrung einen Zuwachs von 10 Prozent – Tendenz steigend durch die kalten Wintermonate. 

Um das Angebot der rnv in Ludwigshafen auszubauen, wird die Taktung der Linien 4 und 6 verdichtet und alte Straßenbahnen wieder in Betrieb genommen. Dies soll unter anderem für eine verbesserte Anbindung nach Mannheim sorgen. Auch zusätzliche Busse will die RNV zur Verfügung stellen, um so rund vier Millionen Fahrgäste mehr pro Jahr transportieren zu können. Ab dem 11. November fährt die erste neue Buslinie, Anfang Januar soll der Rest folgen.

Trotz Sperrung - Risse in der Hochstraße Süd werden größer!

Update vom 4. November: Die Lage wird nicht besser! Wie Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck laut dem „Morgenweb“ berichtet, werden die Risse in der Hochstraße Süd größer – „ohne dass Verkehr drauf war“. Sie betont dabei, dass die Entscheidung der Hochstraßen-Sperrung richtig sei, auch wenn sie wissen, was sie damit den Menschen und Pendlern aus der Region angetan habe. Würde die Brücke jedoch einstürzen und Personen kämen zu Schaden, wären die Vorwürfe noch größer. „Wir haben kein Zaubermittel, wir können die Schäden an der Hochstraße Süd nicht in Wochen oder Monaten beheben“, so Steinruck. Durch ein besseres ÖPNV-Angebot wolle man aber unter anderem den Umstieg auf die Öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver machen. Dies könne Ludwigshafen aber nicht alleine schaffen. Von einer neuen Diskussion über die Hochstraße Nord rät die Oberbürgermeisterin übrigens deutlich ab, da die Straße eine neue Planung nicht überleben würde.

Untersuchungsergebnisse zur Hochstraße Süd werden am 9. Dezember vorgestellt

Am Montag (4. November) kündigt Jutta Steinruck an, dass am 9. Dezember die Untersuchungsergebnisse zur gesperrten Hochstraße Süd vorgestellt werden. Sie zeigt sich optimistisch, dass in der Stadtrat-Sitzung im Dezember auch über denkbare Sanierungsvarianten abgestimmt werden kann. Mitte Dezember sollen die Menschen in Ludwigshafen über die aktuelle Entwicklung informiert werden. Das berichtet die Rheinpfalz. 

Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Hochstraße Süd bleibt gesperrt – für die nächsten 4 Jahre!

Update vom 1. Oktober: Der Bereich „Pilzhochstraße“ der Hochstraße Süd wird voraussichtlich bis Ende 2023 gesperrt bleiben, das teilt die Stadt Ludwigshafen am Dienstagnachmittag mit. Gutachter und Ingenieure sind nach aufwändigen Nachberechnungen zum Zwischenergebnis gekommen, dass der Brückenabschnitt nicht ohne weitere Maßnahmen geöffnet werden darf, da die Standfestigkeit sonst nicht gewährleistet wäre. „Die aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammende "Pilzhochstraße" als Teilstück der Hochstraße Süd weist schwere statische Defizite auf. Technisch bewegt sich die Konstruktion außerhalb jeder Norm. Das hat zur Folge, dass sich Wissenschaftler mittels aufwändiger Modellrechnungen Sanierungslösungen annähern müssen“, so die Stadt Ludwigshafen in einer Mitteilung. Seit dem 22. August ist die „Pilzhochstraße“ wegen Vergrößerungen von Rissen aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt. 

Des Weiteren ist die Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth am Wochenende komplett gesperrt! Umleitungen existieren.

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Die Stadtverwaltung prüft aktuell, ob es Maßnahmen gibt, damit die Brücke früher wieder befahren werden kann. So sei beispielsweise eine provisorische Behelfsbrücke sowie Abriss und Neubau denkbar. Bis Ende November oder Anfang Dezember will die Stadtverwaltung dem Stadrat Varianten vorzeigen. Ziel ist es, dass die Hochstraße Süd wieder befahren werden kann, wenn die intensiven Arbeiten an der Hochstraße Nord beginnen. 

Hochstraße Süd bleibt weiter gesperrt! Wann es laut Stadt eine Lösung geben soll:

Update vom 25. September: Für die gesperrte Hochstraße Süd muss eine Lösung her. Experten der Stadt Ludwigshafen werden deshalb gemeinsam mit Statikern verschiedene Sanierungsvarianten prüfen. Wie die Stadt Ludwigshafen am Mittwoch mitteilt, werden Ingenieure und Prüfstatiker im Oktober die Fahrbahndecke der „Pilzhochstraße“ öffnen und weitere Bohrungen vornehmen. Die Stadt kündigt außerdem an, dass sie noch im Laufe des Jahres – voraussichtlich im Herbst – Lösungsvorschläge vorstellen werde. 

Pendler-Schock! Hochstraße Süd bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Update vom 24. September: Am Dienstagnachmittag erörtert ein Gutachter gemeinsam mit der Stadtverwaltung die ersten Ergebnisse des Gutachtens zur Hochstraße Süd in Ludwigshafen. Bei den vorläufigen Auswertungen gilt es zu bewerten, welche Folgen die festgestellten Rissvergrößerungen in der Trägerkonstruktion für die Standfestigkeit des Bauwerks haben – und das Ergebnis dürfte vor allem den Pendlern gar nicht gefallen. Denn: Die Hochstraße Süd in Ludwigshafen bleibt aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt!

Wie die Stadt Ludwigshafen in einer Pressemeldung mitteilt, sei es aber Ziel, „die Hochstraße Süd zumindest behelfsmäßig wieder für den Verkehr zu öffnen.“ Wann das jedoch sein wird, ist derzeit noch völlig unklar. Aktuell sind Wissenschaftler damit beauftragt, modellhaft zu berechnen, wie und wo sich Belastungen durch Lkw oder Autos auf die Standfestigkeit der Tragwerkskonstruktion auswirken. Das ist von Nöten, da die „Pilzhochstraße“ aufgrund ihrer einzigartigen Konstruktion mit gängigen Berechnungsmethoden nicht begutachtet werden kann. Wie die Stadt weiter informiert, werden nach dem Erzielen von belastbaren Untersuchungsergebnissen auf deren Grundlage unterschiedliche Lösungsszenarien bewertet. 

Update vom 23. September 2019: Die Hochstraße Süd bleibt noch bis mindestens Oktober gesperrt. Wie die Rheinpfalz am Montag berichtet, habe Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck in einer Sitzung des Stadtrats gesagt, dass sich bautechnische Untersuchungen an der Pilzkonstruktion noch bis Mitte oder Ende Oktober hinziehen würden. Im Bericht heißt es weiter, dass sich erst entscheiden würde, ob die Straße wieder geöffnet werde, wenn das Ergebnis des Gutachtens vorliege. Auch für den Fall, dass die Hochstraße nicht mehr geöffnet werden kann, würden bereits Pläne entwickelt. 

Sperrung der Hochstraße Süd: Weitere Schäden festgestellt! 

Update vom 11. September: Bei einer erneuten Überprüfungen der „Pilzkonstruktion“ an der Hochstraße Süd haben Gutachter und Stadt Ludwigshafen weitere Risse am Bauwerk festgestellt! Neben den bereits bekannten größer gewordenen Schäden an der Stützkonstruktion „Pilz 12“ wurden nun auch an den Stützen 11 und 13 der Hochstraße gravierende Risse festgestellt.

Hochstraße Süd gesperrt: Weitere Risse festgestellt!

Wie die Stadt Ludwigshafen am Mittwoch mitteilt, wurden am Morgen durch Kernbohrungen Betonproben entnommen, die nun ausgewertet werden müssen. Die Untersuchungen an der Hochstraße Süd hätten außerdem kleinere Rissveränderungen an „Pilz 10“ gezeigt. Es müssten jedoch keine weiteren Sperrungen für den Verkehr vorgenommen werden. 

Die Stadt Ludwigshafen hatte die Hochstraße Süd am 22. August für den Verkehr gesperrt, als bei Kontrollen festgestellt worden war, dass sich die Risse an der Konstruktion deutlich vergrößert hatten. Die Ursache hierfür ist unklar. Es wurde eine komplette Überprüfung des Bauwerks der Hochstraße Süd sowie ein Gutachten zu Ursachen und Auswirkungen des Schadens veranlasst. Die Ergebnisse der Untersuchung soll bis Ende September vorliegen. Erst dann kann entschieden werden, wie es mit der Hochstraße Süd weitergeht. 

Sperrung der Hochstraße Süd: Ein neuer Abteilungsleiter soll es jetzt richten 

Update vom 9. September: Ob ein neuer Abteilungsleiter die Problematik rund um die Hochstraße Süd und die Hochstraße Nord lösen kann? Diese Hoffnung hegt zumindest die Stadt Ludwigshafen. Per Stellenanzeige sucht sie jetzt nämlich einem Abteilungsleiter, der sich um die beiden sanierungsbedürftigen Hochstraßen kümmern soll. Das Ziel: „die Projekte Hochstraße Nord und Süd im Zeit- und Kostenrahmen umzusetzen“, heißt es in der Anzeige. Der neue Abteilungsleiter soll zudem den Stadtvorstand bei den Hochstraßen-Themen beraten. Zu diesem Zweck soll eine neue Abteilung mit 10 Mitarbeitern eingerichtet werden. Gesucht wird ein Ingenieur mit abgeschlossenem Studium in Ingenieurbau oder Verkehrswegebau und mehrjähriger Berufserfahrung. Dotiert wird die Stelle mit A 14, das entspricht einem Monatsgehalt von 5102.96 Euro. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 25. Oktober.

Bei der aktuell gesperrten Hochstraße Süd ist es noch völlig offen wie die Sanierung aussehen wird und wie viel das Ganze kosten soll. Bei der Hochstraße Nord läuft aktuell das Planfeststellungsverfahren, die Arbeiten an der Hochstraße Nord sollen im Jahr 2020 beginnen und im Jahr 2023 der Abriss stattfinden. Laut der Rheinpfalz sind dafür derzeit 530 Millionen Euro im Gespräch.  

Sperrung Hochstraße Süd: Ist BASF-Standort durch Verkehrschaos gefährdet?

Update 5. September, 17 Uhr: Die Verwaltung der Stadt Ludwigshafen prüft im Rahmen der Sperrung der Hochstraße-Süd derzeit weitere Maßnahmen. Durch diese soll der Verkehrsfluss des Teilstücks „Pilzhochstraße“ verbessert werden. Eine Maßnahme wird bald umgesetzt werden. So soll die Ampelschaltung an der Kreuzung Lagerhausstraße und Kaiserwörthdamm angepasst werden. Vor allem während der Hauptverkehrszeit am Nachmittag soll es eine längere Grünphase für Fahrer geben, die aus der Lagerhausstraße kommen. Im Gegensatz dazu wird die Grünphase aus Richtung des Kaiserwörthdamms reduziert. So sollen in Ludwigshafen pro Stunde etwa 350 Fahrzeuge mehr aus der Lagerhausstraße herausfahren können. 

Hochstraße Süd: BASF-Direktor fordert Mobilitätspakt

Update vom 5. September: Mit Blick auf die gesperrte Hochstraße Süd in Ludwigshafen fordert ein Vorstandsmitglied der BASF einen Mobilitätspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaftsvertretern. Bei der Koordination in der Metropolregion gebe es „Luft nach oben“, sagt Michael Heinz. „Deshalb brauchen wir endlich eine Verkehrssimulation über den Rhein hinweg, die Auswirkungen einzelner Maßnahmen auf den Gesamtverkehr berechnet.“ 

Ein Projekt wie der geplante Abriss der Hochstraße Nord könne Ludwigshafen nicht allein stemmen, so Heinz. „Deshalb müssen sich alle an einen Tisch setzen und einen transparenten und verlässlichen Plan entwickeln. Unternehmen brauchen auch Planungssicherheit“, sagte der Arbeitsdirektor des Chemiewerks. 

Hochstraßensanierung: Bedrohung für BASF-Standort Ludwigshafen? 

Sollten beide Hochstraßen gleichzeitig saniert werden müssen, wäre das eine Bedrohung für den Standort Ludwigshafen: „Das könnten wir nicht alles auf Schiene oder Rhein verlagern, der uns zudem ja im vergangenen Jahr schmerzlich im Stich gelassen hat." In Vorbereitung auf die Abrisspläne für die Hochstraße Nord arbeitet BASF an einem Konzept für den Personen- und Güterverkehr. 

Mit Blick auf die Entwicklungen bei der Hochstraße Süd hat das Chemie-Unternehmen nach eigenen Angaben Schritte überlegt, die sich zur Entlastung der Verkehrssituation in Ludwigshafen und Mannheim umsetzen lassen – etwa eine Flexibilisierung von Arbeitszeiten oder die Förderung von Fahrgemeinschaften.

Sperrung Hochstraße Süd: Verkehrschaos droht – diese Maßnahmen sollen helfen

Update vom 2. September: Am Montag informiert OB Jutta Steinruck den Hauptausschuss in Ludwigshafen über den aktuellen Stand zur Sperrung der Hochstraße Süd. Obwohl das befürchtete Verkehrschaos weitestgehend ausgeblieben sei, ist klar, dass dies mit dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg eintreten werde, so die Oberbürgermeisterin. Die Hochstraße Süd wird von Experten begutachtet. Dieses Verfahren dauert mindestens vier Wochen. Das heißt, frühestens Ende September wird entschieden, wie es mit der Hochstraße Süd weitergeht. 

Seit der Sperrung der Hochstraße Süd am 22. August ist ein Notfallkonzept der Stadt Ludwigshafen in Kraft getreten. Neben Umfahrungsempfehlungen ist auch die Verkehrsführung rund um die Hochstraße Süd teilweise geändert:

  • Von der A650 in Richtung Mannheim wird der Verkehr auf die Hochstraße Nord (B44) weitergeleitet. In Richtung Ludwigshafen bleibt die Hochstraße Süd bis unmittelbar östlich der Pylonbrücke befahrbar.
  • Abfahrt zur Wredestraße in Richtung Mannheim und die Auffahrt von der Mundenheimer Straße sind in östlicher Richtung offen; auch aus Richtung Bad Dürkheim ist die Abfahrt von der Konrad-Adenauer-Brücke zur Zollhofstraße und die Auffahrt nach Westen von der Kaiser-Wilhelm-Straße sind weiterhin offen.

Anfang November muss die Kondrad-Adenauer-Brücke auch geschlossen werden. Doch dieses Mal ist es nicht die marode Bausubstanz, sondern ein Großeinsatz der Feuerwehr. Denn ein Auto steht hier im Vollbrand und die Brücke muss voll gesperrt werden.

Ludwigshafen: Hochstraße Süd gesperrt – neue Maßnahmen geplant

Jetzt prüft die Stadt Ludwigshafen weitere Maßnahmen, um den Verkehrsfluss nach den Sommerferien rund um die Hochstraße Süd zu verbessern:

  • Ob und wie die Rampe von der Konrad-Adenauer-Brücke zur Zollhofstraße, Wredestraße und Rheinallee kurzfristig leistungsfähiger gestaltet werden kann.
  • Ob und wie die Ampelschaltung in der Rheinallee, Lagerhausstraße und Hauptfeuerwache geändert werden sollte.
  • Ob die Situation der Busse in der Deutschen Straße und Feyastraße verbessert werden kann.
  • Situation in der Mundenheimer Straße wird beobachtet: Sollte es zu Staus kommen, soll eine freie Durchfahrt für Busse gewährleistet werden. 

Ludwigshafen: Sperrung der Hochstraße Süd – „Wir bauen hier keine Legobrücke“

Ursprüngliche Meldung vom 23. August: Einen Tag nach der Hiobsbotschaft über die Sperrung der Hochstraße Süd in Ludwigshafen haben viele Anwohner und Pendler die Nachricht noch nicht so ganz verdaut. Plötzlich dürfen sie ihre gewohnte Strecke nicht mehr fahren und müssen auf Umleitungen ausweichen – was teilweise zu langen Staus und Verkehrschaos führt! Der Auslöser für das große Theater ist eigentlich ganz klein. Bei einer Routineuntersuchung in einer der Pilzkonstruktionen unter der Hochstraße Süd in Ludwigshafen haben Arbeiter entdeckt, dass bereits bekannte Risse größer geworden sind. Zwar handele es sich dabei nur um Schäden in Millimetergröße, doch diese könnten bereits verheerenden Folgen haben. 

Ludwigshafen: Pressekonferenz zur Hochstraße Süd mit OB Jutta Steinruck

Am Freitagnachmittag (23. August) gibt die Stadt Ludwigshafen deshalb eine Pressekonferenz in der Hauptfeuerwache im Kaiserwörthdamm. Dort erklären ab 14 Uhr Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und Joachim Maurer vom Baustellenmanagement, wie die Lage aktuell aussieht. Seit gestern werde daher die Feuerwache in Ludwigshafen als Lagezentrum genutzt. 

Laut der Oberbürgermeisterin seien die Veränderungen am Tag zuvor in Pilz 12 bemerkt worden. Daraufhin habe sie eine Sperrung für die Hochstraße Süd in Ludwigshafen angeordnet, um die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Schon seit ihrem Amtsantritt habe sie angekündigt, dass sie in einem solchen Fall genau so reagieren würde – die Risse sind nämlich nicht erst seit gestern bekannt. 

Ludwigshafen: Unter Hochstraße Süd geparkte Autos müssen weg - Einsturzgefahr?

Nun würden Statiker an dem Problem arbeiten und Berechnungen anstellen, wie nutzbar die Hochstraße Süd in Ludwigshafen überhaupt noch sei. Die Experten hätten dafür heute noch einmal den betroffenen Bereich in Augenschein genommen. Wie lange das insgesamt dauere, sei derzeit nicht zu sagen – man gehe aber von mindestens vier Wochen aus

Nach Sperrung der Hochstraße Süd: Wie geht es jetzt weiter? 

Es tut mir leid für die Bürgerinnen und Bürger. Ich bitte um Verständnis“, sagt Steinruck, der diese Entscheidung auch nicht leicht gefallen sei, da sie eine große Wirkung auf die Bürger, den Handel und die Region habe. Jedoch macht sie auch klar, dass keine akute Gefahrenlage bestehe! Dennoch werden die Parkplätze unter der Hochstraße Süd in Ludwigshafen präventiv gesperrt. Auch für die Dammstraße gelte ein Halteverbot. 

Bereits kurz nach der Pressekonferenz in Ludwigshafen werden Zettel auf den Parkplätzen unter der Hochstraße Süd verteilt. Die Fahrer der derzeit geparkten Autos werden aufgefordert, diese so schnell wie möglich zu entfernen. Der Grund: Einsturzgefahr

Ludwigshafen: Trotz Sperrung der Hochstraße Süd – Abriss von Hochstraße Nord soll planmäßig beginnen

Mittlerweile sei ein Notfallkonzept eingeleitet worden. Seit Donnerstag stünde Jutta Steinruck in Verbindung mit der rnv, der Polizei, der Landesregierung und dem Mannheimer Baubürgermeister Lothar Quast. Gemeinsam mit allen Stellen überlege man sich, was für Akutmaßnahmen durchgeführt werden sollen – auch in Bezug zur Hochstraße Nord in Ludwigshafen.

Diese soll nämlich Ende 2019 abgerissen werden. Sollte nun auch die Hochstraße Süd nicht mehr nutzbar sein, würde das ein Verkehrs-Chaos in Ludwigshafen und Mannheim bedeuten. Doch die Stadt Ludwigshafen wolle an den bisherigen Plänen festhalten – auch wenn dann kein Weg mehr über den Rhein führe! Als Lösung solle es dann Umleitungen geben, wie sie bisher auch schon für Lkw gelten. Diese dürfen die Hochstraße Süd in Ludwigshafen nämlich schon seit längerer Zeit nicht mehr nutzen. 

Ludwigshafen: Stadt hofft auf Hilfe des Bundes

Dass die Stadt Ludwigshafen an dem Abriss der Hochstraße Nord festhält, habe auch einen Grund. Nämlich den, dass bereits alle Planungen abgeschlossen seien und feste Baupläne bereits bestünden. Die jahrelangen Planungen nun über den Haufen zu werfen und spontan etwas neues für die Hochstraße Süd in Ludwigshafen zu gestalten, sei nicht möglich. Wir bauen hier keine Legobrücke, sagt Steinruck dazu.

Zudem hoffe man auch auf die Hilfe des Bundes, da es keine Kommune schaffen könnte, zwei solcher Projekte allein zu stemmen. Wann genau die Planungen für die Hochstraße Süd in Ludwigshafen fertig sein werden, kann die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen noch nicht sagen. Man sei sehr weit im Planungsprozess, aber es müsse noch viel getan werden. So werde auch bis Ende 2021 das Rathauscenter erst noch leer geräumt werden müssen.  

Ludwigshafen: Bürger sollen öffentliche Verkehrsmittel nutzen 

Die rnv erklärt zudem, auch bei der Verhinderung des Verkehrschaos in Ludwigshafen mithelfen zu wollen. Dafür werden Kapazitäten verlagert. Im Notfall müssen auch Busspuren eingerichtet werden, damit die öffentlichen Verkehrsmittel in Ludwigshafen nicht im Stau stehen. 

Im Laufe der nächsten Woche sollen konkrete Pläne dazu erstellt werden - der Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz habe bereits Hilfe zugesichert. Generell habe Jutta Steinruck die Hoffnung, dass nun mehr Bürger ihr Auto stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen – oder generell mit ihrem Fahrzeug die Innenstadt erstmal meiden.

Am Ende der Pressekonferenz sind zwar viele Fragen beantwortet worden, doch die Zukunft der Hochstraße Süd in Ludwigshafen ist weiterhin unklar. Wenn in etwa vier Wochen die neuen Ergebnisse bekannt sind, wird es neue Informationen geben – wir halten Dich auf dem Laufenden!  

dh/dpa

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