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Hauptbahnhof Ludwigshafen: Heftige Google-Rezensionen – „Ein Ort des Grauens“

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Von: Daniel Hagen

Hauptbahnhof Ludwigshafen
Ludwigshafen Hauptbahnhof: Kuriose Google-Rezensionen. (Symbolfoto) © Jasper Rothfels/dpa/Screenshot/Google

Ludwigshafen - Der Hauptbahnhof hat generell einen schlechten Ruf und erhält daher zahlreiche negative Rezensionen auf Google. Ein paar davon sind aber sehr kurios.

Der Ruf von Ludwigshafen ist nicht wirklich der beste. Das Satire-Magazin „Extra3“ hat die Stadt am Rhein sogar einmal zur „Hässlichsten Stadt Deutschlands“ gekürt. Zahlreiche Baustellen, der Teil-Abriss der Hochstraße Süd sowie der geplante Abriss der Hochstraße Nord und des Rathauscenters tun da noch ihr Übriges. Doch auch der Hauptbahnhof von Ludwigshafen überzeugt nicht gerade mit Schönheit und sorgt für viele negative Rezensionen auf Google. Ein paar davon sind so kurios, dass man sich fragt, wie wohl die Geschichte dahinter lautet. Wir haben uns daher ein paar davon herausgesucht.

„Ich muss Ihnen sagen, dass es für mich ein negatives Erlebnis ganz besonderer Art war. Ein Projekt, in das die Stadt Ludwigshafen rund 190 Millionen DM investiert hatte, präsentierte sich in einem Zustand, der nur mit den Attributen ungepflegt, unsauber, ungastlich und unattraktiv zu umschreiben ist. Ich will nicht sagen, dass er ein Schandfleck der Stadt ist, aber ein Aushängeschild ist er auf keinen Fall.“ Hierbei handelt es sich um eine „Rezension“ aus dem Jahre 1984. Hinter diesem fiesen Kommentar steckt niemand anderes als Werner Ludwig, damaliger Oberbürgermeister von Ludwigshafen, der sich dabei an den Präsidenten der Bundesbahndirektion Karlsruhe gewandt hat.

NameLudwigshafen Hauptbahnhof
Adresse67059 Ludwigshafen am Rhein
Eröffnet1969
InhaberDB Netz
Verwendete Plattformen10

Ludwigshafen Hauptbahnhof: Kuriose Rezensionen auf Google

Dass der Ludwigshafener Hauptbahnhof unsauber und unattraktiv ist, wird auch heute noch bei vielen Rezensionen auf Google bemängelt. Zudem gebe es zu wenige und dreckige Toiletten und kein wirklich gutes Angebot an Läden. Dabei ist der Bahnhof bei seiner Eröffnung im Mai 1969 noch als „modernster Bahnhof Europas und als Beweis für den Fortschrittswillen der Deutschen Bundesbahn“ forgestellt worden.

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In einem sind sich aber viele Google-User aber einig: Der Bahnhof wäre perfekt für Horror Filme! „Ein Ort des Grauens. Gut geeignet für Zombie-Filme“ oder „Man kann Zombie und Vampir Filme drehen“ sind nur zwei der Kommentare. Ein Kommentator schlägt sogar vor, man solle einen Horrorfilm dort drehen und die Einnahmen für eine Renovierung nutzen. Auch der Hauptbahnhof von Mannheim hat so einige kuriose Rezension erhalten.

Ludwigshafen Hauptbahnhof: Gut geeignet für Horrofilme und True-Crime

Andere User denken bei dem Bahnhof nicht an Horrorfilme, sondern an echte Verbrechen. „Der wohl geeignetste für einen Bildzeitungsartikel über ein schreckliches Verbrechen“, lautet ein Kommentar, dessen Verfasser fünf Sterne vergibt. Ebenfalls die volle Punktzahl erhält der Bahnhof dafür, dass er mit seiner Hässlichkeit Verbrechen verhindern könne. „Dank der unbeliebtheit sowie des hässlichen und heruntergkommenen Aussehens ist dieser Bahnhof frei von Junkies und Kriminellen. In den letzten Jahrzehnten ist hier nicht viel passiert aber wie auch wenn hier nichts los ist.“

Streik der Lokführer
Das Bild ist während eines Streiks der GDL entstanden – doch eigentlich sieht es dort immer so aus. (Archivfoto) © Jasper Rothfels/dpa

Doch wer braucht schon Kriminelle, wenn er von den Geräten am Hauptbahnhof ausgeraubt wird? „Der Snackautomat hat mir 10 Euro geschluckt. ICH WILL MEIN GELD WIEDER HABEN UND MEIN SAFT“, erklärt ein verzweifelter Kommentator vor einem Jahr. Ob er sein Geld jemals wieder gesehen hat, ist leider nicht bekannt. Selbst die eigenen Mitarbeiter des Bahnhofs scheinen nicht besonders begeistert zu sein. „Ich arbeite da“ schreibt eine Person – und vergibt dann nur drei Sterne.

Ludwigshafen Hauptbahnhof: Unheimliche Begegnung mit Kaiser Wilhelm?

Zu guter Letzt widmen wir uns noch einem äußerst kuriosen Kommentar. „Meinem Freund und mir wurde mal von einem alten Typen iwas mit Kaiser Wilhelm hinterhergerufen, ich glaub der hat uns versucht zu verfluchen lol.“ Dazu ein kurzer „Fun Fact“. Kaiser Wilhelm der Erste und König Ludwig der Erste, nach dem die Stadt Ludwigshafen benannt worden ist, haben zur gleichen Zeit gelebt. Ob der alte Mann beide noch gekannt hat, ist aber eher unwahrscheinlich – außer er ist über 120 Jahre alt gewesen. Dann könnte er sogar der Hauptdarsteller in einem der Horrorfilme sein. (Alle Zitate sind unbearbeitet und können daher Schreibfehler enthalten)(dh)

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