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Ludwigshafen: KVD versiegelt Kneipe – Wirtin und Gäste feiern einfach weiter

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Von: Peter Kiefer

Mitarbeiter des Kommunale Vollzugsdienstes (KVD) in Ludwigshafen.
Mitarbeiter des Kommunalen Vollzugsdienstes (KVD) in Ludwigshafen. © Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen – Nach dem zweiten Einsatz binnen nicht mal einer Woche hat der KVD die Kneipe einer renitenten Wirtin in Friesenheim versiegelt. Die Hintergründe:

Update vom 4. August, 12:03 Uhr: Wer nicht hören will... Der Kommunale Vollzugsdienst (KVD) hat am frühen Mittwochmorgen (4. August) das Lokal in Friesenheim nach neuerlichen Lärmbeschwerden versiegelt. Gegen 1:30 Uhr wurde dem KVD gemeldet, dass laute Musik und Stimmen aus dem Lokal die Nachtruhe störten. Um den Lärm zu unterbinden, wollten die Vollzugsbeamten die Gaststätte betreten, die jedoch verschlossen war.

Nachdem die KVD-Streife unter anderem mit Klopfen und Rufen auf sich aufmerksam gemacht hatte, verstummten Musik, Gespräche und das Licht wurde gelöscht. Weil weitere Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten und da sich bei einer kürzlich erfolgten Kontrolle die Betreiberin uneinsichtig gezeigt hatte, versiegelte der KVD die Zugänge zum Lokal und wartete in einiger Entfernung zum Gebäude.

Erst nach 2 Uhr verließen mehrere Gäste und kurz danach die Wirtin (41) mit einer weiteren Frau die Räumlichkeiten. Die KVD-Streife informierte beide über die Versiegelung. Die Betreiberin gab an, keine Siegel gesehen zu haben und verlangte von den Einsatzkräften, ihr diese zu zeigen. Am Lokal stellten die Vollzugsbeamten fest, dass die Siegel entfernt worden waren. Die Frauen gaben indes an, die Siegel nicht entfernt zu haben. Der KVD verständigte wegen der Siegelentfernung die Polizei, welche sich des Sachverhalts in eigener Zuständigkeit annahm. Die KVD-Streife versiegelte erneut die Zugänge zum Lokal und beendete den Einsatz.

Ludwigshafen: KVD-Einsatz in Kneipe – Wirtin (41) ignoriert alle Corona-Regeln

Erstmeldung vom 2. August: Ein Anruf mit ungeahnten Folgen... Die Lärmbeschwerde einer Anwohnerin in der Nacht zum Freitag (30. Juli) in Ludwigshafen hat zu einer Gaststättenkontrolle des Kommunalen Vollzugsdienstes (KVD) geführt, bei der die Einsatzkräfte umfangreiche Verstöße unter anderem gegen die Corona-Bekämpfungsverordnung ahnden mussten. So stellte der ausgerückte KVD vor Ort im Stadtteil Friesenheim um kurz nach 1 Uhr tatsächlich von dem Lokal ausgehenden Lärm durch Musik und Stimmen fest.

StadtLudwigshafen am Rhein
BundeslandRheinland-Pfalz
Einwohnerzahl172.253 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche77,55 km²
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

Die 41-jährige Gaststättenbetreiberin wirkte alkoholisiert, zeigte sich völlig uneinsichtig sowie aggressiv gegenüber den Einsatzkräften und beleidigte diese. Die Betreiberin trug bei ihren Gängen durch das Lokal ebenso wenig eine Mund-Nasen-Bedeckung, wie eine 31-jährige Frau, die an der Theke im direkten Kontakt mit der Kundschaft ausschenkte. Ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen Gästen und Thekenpersonal oder eine geeignete Trennvorrichtung bestand nicht.

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Ludwigshafen: Alkoholisierte Wirtin ignoriert Corona-Regeln in ihrer Kneipe

Die Kontakterfassung der Gäste zur Bekämpfung der Pandemie erfolgte nur unvollständig und innerhalb des Lokals sowie im Nebenhof wurde geraucht, ohne dass ein entsprechender Hinweis dies etwa am Eingang anzeigte. Zudem zeigte die Betreiberin einen Notausgang vor, der nicht beschriftet war und vor welchem mehrere Getränkekisten standen.

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In der Friesenheimer Kneipe wurde verbotenerweise geraucht. (Symbolfoto) © Andrea Warnecke/dpa

Ferner gab die 41-Jährige an, dass ein Gast den KVD-Einsatz filme, worauf die Einsatzkräfte den Mann baten, sich auszuweisen. Als sich dieser trotz mehrmaliger Aufforderung weigerte, zog der KVD eine Polizeistreife hinzu, gegenüber welcher der 47-Jährige kooperativer war.

Doch mehr noch: Während der andauernden Kontrolle betrat ein Mann den Nebenhof der Gaststätte und erklärte, dass er hier in einer Monteur-Unterkunft wohne. Die Betreiberin gab an, dort befinde sich der Zugang zur einer Pension, von der die Einsatzkräfte nichts wüssten. Die zuvor angedrohte Schließung des Lokals veranlasste die 41-Jährige letztendlich, selbst die Gaststätte zu räumen und abzuschließen. Kurz nach 2 Uhr war der Einsatz beendet. (PM/pek)

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