Ermittlungsarbeit gespart

Mann bestellt Drogen per Post – und bekommt Besuch vom Zoll!

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Ein Mann aus Ludwigshafen soll sich seltene Drogen per Post bestellt haben.

Ludwigshafen/Frankfurt - Ein mutmaßlicher Drogendealer hat bei dieser Bestellung wohl nicht nachgedacht. Statt Drogen per Post bekommt er einen Besuch vom Zoll...

  • Mann aus Ludwigshafen will sich Drogen nach Hause liefern lassen
  • Seltene Droge wird per Post verschickt
  • Kurze Zeit später klingeln Zoll-Fahnder aus Frankfurt an der Tür

Ganz bequem per Post wollte sich ein 43-jähriger Mann aus Ludwigshafen Drogen nach Hause liefern lassen. Doch Zollfahnder in Spanien werden auf das ominöse Paket aufmerksam und finden darin knapp ein viertel Kilo 3-MMC (3-Methylmethcathinon) – eine seltene Droge aus der Gruppe der Amphetamine. Die deutschen Polizisten können sich also langwierige Ermittlungsarbeit sparen und müssen nur noch zur Adresse auf dem Paket in Ludwigshafen.

Am 1. Oktober klingeln die Zollfahnder aus Frankfurt bei dem Mann aus Ludwigshafen und werden in der Wohnung fündig: Sie finden ein weiteres halbes Kilo der seltenen Droge 3-MMC, Verpackungsmaterial, eine Feinwaage und knapp 30.000 Euro Bargeld.

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Ludwigshafen/Frankfurt: Seltene Designerdrogen per Post verschickt

Nach der Vernehmung wird der Tatverdächtige aus Ludwigshafen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen des Verdachts der „unerlaubten Einfuhr nicht geringer Mengen Betäubungsmittel sowie des illegalen gewinnbringenden Handeltreibens mit BtM.“ 

Die seltene Droge 3-MMC ist seit 2015 in Deutschland illegal und wird als Designerdroge bezeichnet. Nach Angaben der Polizei wird es hauptsächlich als „Mephedron-Ersatz“ über Onlineshops, wie im „Chemical Love“-Shop in Landau, verkauft. Anders als bei anderen ähnlichen Drogen ist die Suchtgefahr bei 3-MMC sehr hoch, außerdem gibt es eine Reihe von unangenehmen Nebenwirkungen, wie Herzrasen, Zähneknirschen und Augenzucken.

Ludwigshafen/Frankfurt: Zollfahnder machen Drogenfund

Viele Drogendealer strecken die Drogen, die sie verkaufen, um mehr Gewinn zu machen. Oftmals wissen die Konsumenten dann nicht, was sie zu sich nehmen – manchmal mit fatalen Folgen. Im September kommt es in Bingen nördlich von Ludwigshafen auf einer Techno-Party zu einem tragischen Fall, bei dem ein 35-Jähriger zusammenbricht und stirbt, nachdem er gepanschte Drogen nimmt.

pol/mw

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