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Ludwigshafen: Gefahrstoff an Ernst-Reuter-Schule ausgetreten – Gutachten bringt Klarheit

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Von: Daniel Hagen

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Gefahrstoffeinsatz an Ernst-Reuter-Schule
Gefahrstoffeinsatz an Ernst-Reuter-Schule in Ludwigshafen. (Symbolfoto) © Uwe Anspach/dpa

Ludwigshafen - Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst müssen zur Ernst-Reuter-Schule ausrücken, wo ein Gefahrstoff austritt. Erst Tage später die Entwarnung:

Update vom 24. Februar, 15:48 Uhr: Endgültige Entwarnung an der Ernst-Reuter-Schule! Die Analyse einer weiteren Luftprobe aus dem Gebäude der Realschule plus in der Gartenstadt ist abgeschlossen. Es konnten keine schädlichen Gase mehr festgestellt werden. Aus Sicht der von der Stadt beauftragten Gutachter bestehen daher keine Bedenken gegen eine Nutzung der Räume. Damit kann in der Ernst Reuter Realschule plus nach dem Ende der Winterferien in der kommenden Woche wieder regulärer Unterricht stattfinden. Die Stadtverwaltung wird die Situation weiter beobachten.

Am 14. Februar war es zu einem Feuerwehreinsatz an der Schule gekommen. Schüler*innen und Lehrkräfte klagten über Gesundheitsbeeinträchtigungen nach einer Geruchsbelästigung. Mehrere Kinder mussten im Krankenhaus ärztlich behandelt werden. Die von der Feuerwehr unmittelbar nach dem Vorfall veranlassten Luftuntersuchungen konnten nicht nachweisen, welcher Stoff die Beeinträchtigungen ausgelöst hatte. Deswegen hatte die Stadtverwaltung rein vorsorglich und im Interesse der Gesundheit der Schüler*innen und Lehrkräfte eine Fachfirma beauftragt, eine weitere Luftprobe zu nehmen und diese umfassend mit nochmals verfeinerten Messmethoden im Labor zu analysieren.

Ludwigshafen: Gefahrstoff-Alarm an Ernst-Reuter-Schule – Schüler aus Klinik entlassen

Update vom 15. Februar, 16 Uhr: Nach dem Gefahrstoffaustritt an der Ernst-Reuter-Realschule hat die Feuerwehr umfassende Messungen durchgeführt. Der stechende Geruch sei vor allem im Bereich einer Mädchentoilette wahrgenommen worden. Um welchen Stoff es sich genau gehandelt hat, ist mittlerweile aber nicht mehr nachzuweisen. Aufgrund von Reizungen der Augen und Atemwege sind mehrere Schüler in ein Krankenhaus gebracht worden, können dieses aber wieder verlassen.

Die Stadtverwaltung hat eine Fachfirma beauftragt, um eine Luftprobe zu nehmen und mit verfeinerten Messmethoden erneut zu analysieren. Das könnte mehrere Tage in Anspruch nehmen, weshalb die Schüler bis dahin – oder zumindest bis Ende der Woche – den Unterricht von zu Hause aus durchführen werden.

Ludwigshafen: Gefahrstoffeinsatz an Ernst-Reuter-Schule – 32 Schüler evakuiert

Erstmeldung vom 14. Februar, 17:21 Uhr: An der Ernst-Reuter-Schule in Ludwigshafen-Gartenstadt findet am Montagmorgen (14. Februar) ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst statt. In einem der Gebäude der Realschule Plus tritt ein undefinierbarer stechender Geruch aus. Beim Eintreffen der Rettungskräfte gegen 11:40 Uhr ist der betroffene Abschnitt bereits geräumt worden, weshalb 32 Schüler im Freien stehen. Sie alle klagen über Reizungen der Augen und Atemwege und werden noch vor Ort vom Rettungsdienst behandelt.

Ludwigshafen: Gefahrstoffeinsatz an Ernst-Reuter-Schule – Polizei ermittelt

Die Feuerwehr macht sich währenddessen daran, die Gefahrenlage mithilfe von Messungen einzuschätzen. Zudem werden Luftproben vorgenommen und in einem Labor ausgewertet, bevor Lüftungsmaßnahmen im Gebäude durchgeführt werden. Aufgrund der Messungen lässt sich der Ursprung des Geruchs im Technikraum der Ernst-Reuter-Schule feststellen. Die Schulverwaltung beauftragt umgehend eine Servicefirma, die die schadhafte Technik finden soll. Ein technischer Fehler könnte am selben Morgen auch in der Kurt-Waibel-Schule in Schwetzingen für zwei fehlerhafte Amok-Alarme verantwortlich sein.

Wie der Bereich Schule mitteilt, soll der Unterricht an der Ernst-Reuter-Schule am Dienstag (15. Februar) vorsorglich online stattfinden. Die Maßnahme der Feuerwehr ist gegen 15:45 Uhr beendet, die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Insgesamt sind sechs Fahrzeuge und 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr, die Polizei sowie der Rettungsdienst mit Organisatorischem Leiter und Leitendem Notarzt vor Ort. (pol/dh)

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