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Ludwigshafen: Enkeltrick & Co. – Pfälzer Senioren zu clever für Betrüger

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Von: Peter Kiefer

Ludwigshafen – Eine klassische Abfuhr haben gleich mehrere Betrüger erhalten, die Pfälzer Senioren am Telefon um ihr Erspartes prellen wollten. Fünf aktuelle Fälle:

Da sage noch einer, unsere Senioren seien nicht auf Zack! Das zuständige Polizeipräsidium Rheinpfalz berichtet am Mittwoch gleich von mehreren Fällen, wo fiese Ganoven als falsche Polizisten oder Microsoft-Mitarbeiter, mit dem Enkeltrick und anderen Betrugsmaschen gescheitert sind. Generell rät die Polizei bei solchen Anrufen gleich aufzulegen und es sofort der nächsten Dienststelle zu melden. Es wird immer wieder ausdrücklich vor Anrufern gewarnt, die sich als vermeintliche Verwandte ausgeben und nach Geld fragen.

So auch im ersten Fall: Am Dienstag (13. Juli) gegen 9:45 Uhr hat eine unbekannte Frau bei einem 92-jährigen Mann in Ludwigshafen angerufen und sich als seine Tochter ausgegeben. Sie bittet ihren angeblichen Vater, ihr 30.000 Euro zu leihen. Doch der Rentner, der bezüglich solcher Enkeltrick-Fälle sensibilisiert war, hat das Gespräch sofort beendet. Kurz darauf hat ein unbekannter Mann bei ihm angerufen, der sich als Kripobeamter aus dem Saarland ausgegeben hat. Auch dieses Gespräch beendete der Senior sofort vorbildlich und informierte danach seinen Sohn und die Polizei.

StadtLudwigshafen am Rhein
BundeslandRheinland-Pfalz
Fläche77,55 km²
Einwohnerzahl172.253 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

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Ludwigshafen: Angebliche Polizisten am Telefon sehr neugierig

Im zweiten Fall hat ein unbekannter Mann nur wenige Stunden später gegen 13 Uhr bei einer 74-jährigen Ludwigshafenerin angerufen und behauptet, ein gewisser Polizeihauptkommissar (PHK) Neumann zu sein. Er erklärte, in der Nachbarschaft der Seniorin sei eingebrochen worden und er wolle nun wissen, was sie ihm hierzu sagen könne. Die 74-Jährige erkannte die Betrugsmasche, teilte dies dem Anrufer mit und legte vorbildlich auf.

Enkeltrick: 10 000 Euro von Seniorin in Ettlingen ergaunert
Bei Senioren gehen auch in Ludwigshafen vermehrt Anrufe von Betrügern ein. (Symbolfoto) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im dritten Fall am Montag (12. Juli) rief gegen 13:50 Uhr ein unbekannter Mann bei einer 80-jährigen Ludwigshafenerin an und gab sich als Polizeibeamter aus. Als er sagte, dass in der Straße von ihr etwas passiert sei, dachte sie sich geistesgegenwärtig gleich, dass es untypisch sei, dass die Polizei sie über Geschehnisse in der eigenen Straße telefonisch informiere und nicht persönlich vorbeikomme. Als sie dem Anrufer ihre Zweifel äußerte und ihm ins Wort fiel, legte er auf. Die Polizei rät bei vermeintlichen Anrufen von Polizei- oder Kriminalbeamten zu beachten, dass die Polizei nie Leute anruft, um sie am Telefon zu Straftaten zu befragen!

Ludwigshafen: Vorsicht auch vor Anrufen falscher Microsoft-Mitarbeiter

Im vierten Fall erhielt ebenfalls am Montagnachmittag eine rüstige Ludwigshafenerin ab 14 Uhr innerhalb von 15 Minuten gleich drei Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Bei den ersten beiden Anrufen war es eine männliche Stimme, beim dritten Mal dann eine Frau – alle sprachen Englisch. Doch die 82-jährige Seniorin beendete vorbildlich alle Anrufe, bevor es überhaupt zu einer Forderung kommen konnte. Die Polizei rät: Microsoft führt nach eigenen Angaben keine unaufgeforderten Telefonanrufe durch. Selbst auf offizielle Support-Anfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail.

Im fünften Fall bekam es eine ältere Dame in der Mutterstadter Schulstraße am Dienstagmittag am Telefon mit einer vermeintlichen Mitarbeiterin der „Vollzugsbehörde Stuttgart“. Diese wolle ihr eine außergerichtliche Einigung vorschlagen. Doch kaum hatte sie dies ausgesprochen, hat die Seniorin den Braten gerochen und geistesgegenwärtig den Hörer aufgelegt.

Weitere umfangreiche Informationen und Tipps zum Schutz gibt‘s auf der Internet-Seite www.polizei-beratung.de. (pol/pek)

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