Umbau des Hundezwingers erforderlich

Wegen Bau eines Wohngebietes – Tierheim in Not! 

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Wegen des Baus eines Wohngebietes direkt neben dem Tierheim muss rund um das Hundegehege eine Lärmschutzwand gebaut werden.

Ludwigshafen - Das Tierheim – der Ort an dem ausgesetzte Tiere Schutz und Zuflucht finden. Doch nun müssen 20 Hunde versetzt werden – Kleintiere leiden unter starkem Lärm. Der Grund: 

Es könnte alles so freidlich sein im Tierheim der Stadt Ludwigshafen. Auf rund 6.500 Quadratmetern warten dort 22 Hunde, 65 Katzen und 40 Kleintiere auf ein neues zu Hause. 

So soll der neue Wohnkomplex aussehen.

Doch zurzeit stellt eine Baustelle den kompletten Ablauf und Routine des Tierheims auf den Kopf – denn die Stadt hat Großes vor: Direkt neben dem Tierheim entsteht ein neues Wohngebiet – mit bis zu 65 Reihen- und Doppelhäusern. Es wird kräftig gebaut, gebuddelt und vor allem viel Lärm gemacht. 

Steht man mitten im Kaninchengehege, spürt man förmlich die Virbationenen der Baustelle. Darunter leiden nicht nur die Kleintiere!

Auch die Hunde sind beeinträchtigt – 19 von ihnen müssen ab dem 20. Juni für knapp drei Monate in anderen Tierheimen in Mannheim oder Umgebung untergebracht werden. Dazu kommen eventuell neue heimlose Hunde, die ebenfalls ein Platz brauchen. 

Der Grund: Wegen dem neuen Wohnkomplex wird das Tierheim eine Lärmschutzwand über dem Hundezwingerbereich bauen. 

„Wir müssen uns auf diese Lärmschutzwand einlassen, sonst sind Klagen vorprogrammiert. Mit der Wand zeigen wir guten Willen“, so Ternes. 

Impressionen aus dem Tierheim Ludwigshafen

Über diesem Hundehaus wird die Lärmschutzwand aufgebaut.

„Hundegebell hat einfach eine psychologische Auswirkung. Jemand, der Hunde nicht mag, wird das Gebell auch bei 30 Dezibel schrecklich finden. Daher muss ein Lärmschutz her - wir können nur hoffen, dass die Nachbarschaft gut wird und wir keine Streithähne bekommen," erklärt Pia Ternes, erste Vorsitzende des Tierheims. 

Die Lärmschutzwand erstreckt sich dann über das 2.000 Quadratmeter große  Hundehaus – von den Garagen bis zu den Zwingern. Für die interne Baumaßnahme müssen Wasserleitungen verlegt und große Baugeräte eingesetzt werden.

„Das würden die Hunde einfach nicht aushalten,“ so Ternes. 

Wir lernen Rüde  „Socke“ kennen – er ist der Bewacher des Tierheims. Friedlich  genießt er die Sonne. Noch ahnt er nicht, welch Kraftakt auf seine Pfleger zukommt. 

Denn die Baumaßnahmen sind nicht nur für die Tiere sehr belastend, sondern auch für die Pfleger und Ehrenamtlichen – sie müssen kreuz und quer durch die Pfalz fahren, um ihre Tiere auszuführen.

Pia Ternes betont: „Wir hoffen, dass sich der Aufwand lohnt“.

Ganz so billig ist die ganze Sache nämlich  nicht: Das Tierheim rechnet mit finanziellen Einbußen und kann daher auch kein Pensionsbetrieb anbieten.

Die nächsten Monate wird also ein geordnetes Chaos das Tierheim beherrschen. Dennoch sollten sich Tierliebhaber davon nicht abschrecken lassen, sich ein Herz fassen und einem kleinen Vierbeiner ein liebevolles Zuhause schenken. 

nis 

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