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Ludwigshafen: Polizei sprengt illegale Corona-Party in Fake-Werkstatt

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Von: Daniel Hagen

Eine Werkzeugbank und eine Shisha-Pfeife.
Die Polizei beendet eine Corona-Party in einer „Werkstatt“. (Symbolfoto) © Michael Müller Münker/ Soeren Stache/dpa

Ludwigshafen - Die Polizei erhält einen anonymen Hinweis, der die Beamten zu einer illegalen Corona-Party in einer Werkstatt führt. Der Ort sieht aber anders aus, als erwartet.

Auch die steigende Zahl der Corona-Fälle und eine nächtliche Ausgangssperre hindern manche Menschen nicht daran, sich zu illegalen privaten Feiern zu treffen. So auch am Sonntagmorgen (4. April) in Ludwigshafen. Gegen 01:40 Uhr meldet sich ein anonymer Hinweisgeber bei der Polizei, weil laute Musik aus einer Werkstatt kommt. Die Beamten machen sich daraufhin auf den Weg zu dem Ort in der Industriestraße und sprengen dort tatsächlich eine Corona-Party. Von der Einrichtung der Werkstatt dürften die Polizisten aber überrascht gewesen sein.

NameLudwigshafen am Rhein
BundeslandRheinland-Pfalz
Bevölkerung171.061 (2019)
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

Ludwigshafen: Werkstatt zu Partyraum umgebaut

Statt einem Platz zum Arbeiten mit vielen Werkzeugen finden die Beamten einen umgebauten Partyraum vor – ausgestattet mit Bar, Tischtennisplatte, Pooltisch, Shisha-Lounge und Spielautomaten. Inmitten der „Werkstatt“ können die Beamten des Polizeipräsidiums Ludwigshafen acht Personen im Alter von 25 bis 44 Jahren antreffen. Diese stammen aus Mutterstadt, Frankenthal, Mühlheim an der Ruhr, Beindersheim und Dannstadt-Schauernheim.

Gegen die Partygäste sind Ordnungswidrigkeitenanzeigen ausgestellt worden. Zudem ist die „Werkstatt“ vom kommunalen Vollzugsdienst versiegelt worden, weil Sicherheitsverstöße gegen Bauvorschriften festgestellt worden sind. Nicht zum ersten Mal halten sich Personen nicht an die Corona-Regeln. Das Polizeipräsidium Mannheim meldet alleine über die Osterfeiertage über 300 Verstöße in der Öffentlichkeit. Im Rhein-Neckar-Kreis beenden die Beamten vor ein paar Wochen sogar eine Party auf einem Parkplatz – was den Gästen aber völlig egal ist. (pol/dh)

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