Großeinsatz der Feuerwehr Ludwigshafen 

Feuerwehr rückt zu Brand aus – und braucht erst einmal einen Dolmetscher! 

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Mit einer Vielzahl an Einsatzkräften rücken Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in Richtung Heinigstraße aus (Symbolbild).

Ludwigshafen - Mit einer Vielzahl an Einsatzkräften rücken Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in Richtung Heinigstraße aus. Dort angekommen brauchen sie schon bald einen Dolmetscher. 

  • Brand in der Heinigstraße in Ludwigshafen am 2. August 
  • Großeinsatz der Feuerwehr Ludwigshafen
  • Feuerwehr Ludwigshafen trifft auf 21 Personen, mit denen sie sich nicht verständigen kann 

Die Feuerwehr Ludwigshafen wird am Freitag (2. August) um 16:37 Uhr, zu einem Brand in der Heinigstraße gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hat die Polizei Ludwigshafen die Heinigstraße zwischen Kaiser-Wilhelm Straße und Wredestraße bereits gesperrt. Aber zu diesem Zeitpunkt ist von Außen kein Rauch an dem Gebäudekomplex sichtbar. Nachdem die Feuerwehrmänner das Gebäude erkundet haben, können sie feststellen, dass die Bewohner den Einsatzkräften zuvorgekommen sind. Der Brand eines Bettes sowie einer Fenstergardine in einem Zimmer der Dachetage im 7. OG kann von ihnen – ohne Zutun der Feuerwehr – gelöscht werden. Ein mutiger Bewohner hat die Tür eingetreten und die brennende Matratze gelöscht. 

Kurios ist allerdings, dass sich in der besagten Obergeschoss-Wohnung in Ludwigshafen zum Zeitpunkt des Brandes 21 Personen, davon zehn Kinder, aufgehalten haben. 

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Ludwigshafen: Brand in Heinigstraße: Kommunikation mit Bewohnern nur über Dolmetscher 

Der notwendige medizinische Check der betroffenen Personen durch den Rettungsdienst vor Ort kann aber nur mit Hilfe eines gerufenen Dolmetschers durchgeführt werden. Da aufgrund der Sprachbarrieren trotzdem nicht eindeutig geklärt werden kann, wer von den 21 Personen Rauch eingeatmet hat, werden alle Bewohner vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Hierfür muss auch der Großraum- Rettungswagen der Feuerwehr Ludwigshafen eingesetzt. Alle können am Abend wieder das Krankenhaus verlassen. 

Aufgrund der starken Rauchentwicklung in der Wohnung ist ein Teilbereich - trotz maschinellen Belüftung durch die Feuerwehr Ludwigshafen - derzeit nicht mehr nutzbar. 

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Ludwigshafen: Brand in Heinigstraße: Riesige Anzahl an Einsatzkräften  

Insgesamt ist die Feuerwehr Ludwigshafen mit acht Fahrzeugen und einem Großraumrettungswagen mit 32 Mann im Einsatz. Der Rettungsdienst mit drei Krankentransportfahrzeugen, zwei Rettungswägen, ein Notarztfahrzeug, der leitende Notarzt mit organisatorischem Leiter Rettungsdienst, Schnelleinsatzgruppe Katastrophenschutz DRK mit einem Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen, einem Gerätewagen Sanitätsdienst mit insgesamt elf Einsatzkräften, JUH mit zwei Rettungswägen, zwei Krankentransportwagen, einem Gerätewagen Sanitätsdienst, einem Sanitätsmotorrad, einem Arzt mit insgesamt 20 Einsatzkräften und die Polizei. Die Freiwilligen Feuerwehr Ludwigshafen-Stadtmitte und Oppau unterstützen während des Einsatzes den regulären Stadtschutz.  

Auch Sozialdezernentin Beate Steeg kam umgehend an den Ort des Geschehens, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Der Einsatz wird um 19:30 Uhr beendet. 

Durch das Feuer entsteht ein Sachschaden von geschätzten 10.000 Euro. Bislang ist die Ursache der Entstehung des Brandes nicht geklärt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern weiter an.

Ludwigshafen: Kuriose Heinigstraße: Spiderman und Möbelregen!

Bereits im Oktober 2018 hat sich in der Heinigstraße in Ludwigshafen ein besonders kurioser Fall ereignet: Eine Polizeistreife muss gleich zweimal hinsehen, als sie in der dort unterwegs ist: Da klettert ein Mann völlig ungesichert an einer Fassade hoch. Aber damit nicht genug! Im April 2016 geht in der Heinigstraße ein Möbel-Regen auf Polizeiautos nieder.  

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esk

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