Zu 60 Prozent intakt

Tödliche Mischung: Funktionierende Bombe auf chemischem Boden

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Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. (Symbolbild)

Ludwigshafen - Von der Bombe sind immer hin noch 60 Prozent erhalten, teilt der Kampfmittelräumungsdienst mit. Eine gefährliche Sache, bedenkt man, dass sie sich auf BASF-Gelände befindet...

Auf dem Werksgelände der BASF in Ludwigshafen beginnen am Wochenende die Vorbereitungen zur Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. 

Der Sprengkörper wird am Samstag (7. Juli) mit einer Art Schlitten in die Nähe des Rheinufers verfrachtet. Am späten Nachmittag sind diese Arbeiten abgeschlossen, sagt eine BASF-Sprecherin der Deutschen Presseagentur. 

Entschärfung der Bombe

Für die eigentliche Entschärfung der Bombe gibt es noch keinen genauen Termin – vermutlich wird es erst Ende Juli so weit sein. Zuvor wird von Montag an eine ,Sicherheitspyramide‘ über der Bombe errichtet. 

Die schützende Konstruktion hat eine Kantenlänge von 25 Metern, dafür werden nach BASF-Angaben 2500 Tonnen Sand aus der Region gebraucht. Für die Verlagerung der Bombe werden am Samstag mehrere Straßen und Wege im Umkreis von 300 Metern auf dem Areal sicherheitshalber gesperrt. 

Schifffahrt eingestellt

Auch die Schifffahrt auf dem Rhein ruht laut BASF während der Aktion. Die im Zweiten Weltkrieg abgeworfene Bombe wird in der vergangenen Woche auf dem Firmenareal entdeckt. 

Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes sind von dem Sprengkörper noch etwa 60 Prozent erhalten. Das sei immer noch eine gefährliche Menge, zumal das BASF-Werksgelände als besonders sensibel gilt.

dpa/gs

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