1. Ludwigshafen24
  2. Ludwigshafen

Ludwigshafen: BASF-Produkt in Rhein geflossen – schwere Augenreizungen drohen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Hagen

Ein Gebäude der BASF.
Ein Stoff der BASF ist in den Rhein ausgetreten. (Symbolfoto) © Uwe Anspach/dpa

Ludwigshafen - Bei der BASF ist ein Produkt ausgetreten und in den Rhein gelaufen. Der Stoff kann schwere Augenreizungen verursachen.

Die BASF in Ludwigshafen warnt die Bevölkerung. Am Samstag (6. März) ist ein Produkt des Unternehmens ausgetreten und in den Rhein gelaufen. In einer Mitteilung wird erklärt, dass im Laufe des Nachmittags eine Überlastung der Kläranlage festgestellt worden sei. Dabei seien etwa 150 Kilogramm des Stoffes Methyldiethanolamin über den Auslauf in das Gewässer geraten. Die Ursache für die Überlastung ist derzeit noch unbekannt. Glücklicherweise kann das Auslaufen des Stoffes gegen Abend gestoppt werden. Die zuständigen Behörden sind informiert und das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat vorsorglich alle Rheinanlieger benachrichtigt.

NameBASF SE
Gründung1865 in Mannheim als Badische Anilin- & Soda-Fabrik
SitzLudwigshafen am Rhein
Mitarbeiterzahl117.628
Umsatz59,3 Mrd. Euro (2019)
BrancheChemische Industrie, Öl und Gas

Ludwigshafen: Stoff der BASF bei Brand eingesetzt

Wie die BASF aus Ludwigshafen weiter mitteilt, stammt die Substanz aus Spülwässern, die nach einem Brand am 3. März zur Aufbereitung in die Kläranlage geleitet worden sind. Methyldiethanolamin kann schwere Augenreizungen verursachen. Allerdings müsse man aufgrund der ausgetretenen Menge und der Verdünnung im Rhein nicht von einer Gefährdung von Wasserorganismen ausgehen. Der Stoff ist zudem nur als „schwach wassergefährdend“ eingestuft.

Erst vor ein kurzem hat die BASF für viel Aufsehen in der Region gesorgt, weil die Fackel über dem Steamcracker so hell geleuchtet hat, wie noch nie zuvor. Grund dafür ist ein extrem seltenes Wetter-Phänomen gewesen, das in Verbindung mit radioaktivem Saharastaub steht. (pm/dh)

Auch interessant