Überschüssiges Gas verbrannt

BASF: „Bedrohlicher“ Fackelschein ist kilometerweit sichtbar – das steckt dahinter

Ludwigshafen - Am Mittwoch meldet die BASF ein Fackel-Leuchten. Was dahinter steckt und warum es wohl auch die kommenden Nächte noch zu sehen und hören sein wird:

Ludwigshafener werden sich schon daran gewöhnt haben: In regelmäßigen Abständen wird überschüssiges Gas über eine BASF-Fackel verbrannt. Der Feuerschein, der oft noch kilometerweit zu sehen ist, irritiert jedoch die Bevölkerung umliegender Städte und Gemeinden. Am Mittwoch (30. September) ist es wieder soweit.

Ludwigshafen: Überschüssige Gase werden über Fackel verbrannt

Wie die BASF am Abend mitteilt, werden nach Abschluss von Wartungsarbeiten an einer Anlage im Werksteil Nord wieder überschüssige Gase über eine Fackel verbrannt. Anwohner werden während der Inbetriebnahme bis voraussichtlich Sonntag, 4. Oktober, mit Lärm und einem hellen Feuerschein rechnen müssen. Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht.

Ein Leuchten in der Nacht: Die Fackel des Steamcrackers im Werksteil Nord der BASF

Erst vor wenigen Tagen, am 22. September, sehen Ludwigshafener und Mannheimer einen hellen Feuerschein am Himmel. Der Grund dafür ist ein Defekt in einem Streamcracker der BASF. Die Sicherheitssysteme der BASF Ludwigshafen reagieren wie vorgesehen – Rohgas wird über eine Fackel verbrannt. Wegen der Fackeltätigkeit löst sogar das Warn- und Informationssystem KATWARN aus. Wie sich jedoch schnell herausstellt, ergeben Messungen in Mannheim keine erhöhte Schadstoffkonzentration.

BASF in Ludwigshafen: Was ist ein Streamcracker?

Der Steamcracker spaltet unter Zusatz von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Hitze Rohbenzin auf. Dabei entstehen unter anderem Ethylen und Propylen, beides Grundprodukte für die Herstellung vieler BASF-Produkte in Ludwigshafen. (kp)

Rubriklistenbild: © LUDWIGSHAFEN24/Peter Kiefer

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