Versuchter Anschlag auf Weihnachtsmarkt

Muss Terrorverdächtiger (13) gegen  Anstifter aus Wien aussagen?

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Auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen soll der 13-Jährige versucht haben eine Bombe zu zünden. (Archivbild)

Ludwigshafen - Ein 18-Jähriger aus Wien soll den 13-jährigen Terrorverdächtigen zum Anschlag angestiftet haben. Doch muss der 13-jährige Terrorverdächtige gegen seinen Anstifter aussagen? 

Der 13-jährige Terrorverdächtige muss damit rechnen, in einem Prozess gegen seinen mutmaßlichen Anstifter in Wien aussagen zu müssen.Dieser soll dem Jungen über WhatsApp dazu geraten haben, einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben.

„Grundsätzlich werden Tatverdächtige einvernommen“, sagte Corinna Salzborn, Sprecherin des Landgerichts für Strafsachen Wien, am Dienstag. Dazu könne auch der minderjährige Strafunmündige gehören. Ob das mittels Video oder in einer anderen Form passieren werde, sei unklar. 

Salzborn betont, dass die Anklage noch nicht rechtswirksam sei, weil der 18-Jährige Einspruch einlegen könne. Deshalb gebe es noch keinen genauen Fahrplan für den Prozess, der vermutlich im Frühjahr beginnen solle. 

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 18-jährigen Österreicher mit albanischen Wurzeln wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord und zu einer terroristischen Straftat Anklage erhoben. Der junge Mann war nach eigener Aussage Anhänger der Terrormiliz IS und soll dem damals Zwölfjährigen eine Anleitung zum Bau einer Bombe geschickt haben, die das Kind auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zünden sollte. 

Dabei hat sich der Ältere laut Anklage als „Terroristen-Chefkoch“ bezeichnet. Der geplante Selbstmordanschlag scheiterte, weil es dem Zwölfjährigen nicht gelang, einen selbst gebastelten Sprengsatz zu zünden. Das Kind kann nicht strafrechtlich belangt werden. Dem 18-Jährigen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

jab/dpa

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