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Kohl zu Ehren: Straßen und Plätze sollen nach ihm benannt werden

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Von: Klaudia Kendi-Prill

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Welche Orte und Straßenzüge Kohl zu Ehren benannt werden sollen, ist noch unklar - aber es gibt bereits eine Reihe von Vorschlägen. © dpa/picture alliance

Ludwigshafen - Helmut-Kohl-Platz, Helmut-Kohl-Straße, Helmut-Kohl-Allee. Der Name des Altbundeskanzlers wird bald in vielen Städten auftauchen. Die Diskussion um die würdigsten Orte beginnt!

Eines ist sicher: Künftig werden in Rheinland-Pfalz und im Saarland etliche Straßen und Plätze den Namen des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) tragen. 

Welche Orte und Straßenzüge ihm zu Ehren benannt werden sollen, ist noch unklar - aber es gibt bereits eine Reihe von Vorschlägen. 

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Kohl war vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren gestorben. In Kohls Heimatstadt Ludwigshafen würden sich „mehrere wichtige Verkehrsachsen oder Plätze“ für eine Benennung nach Kohl anbieten, teilte der CDU-Kandidat für die OB-Wahl in Ludwigshafen, Peter Uebel, am Dienstag mit.

In den nächsten Wochen solle darüber diskutiert werden. Kohls politisches Leben begann im Ludwigshafener Stadtparlament. „Die Stadt blieb zeitlebens seine Heimat. Er ist hier geboren und hier gestorben“, heißt es einer Mitteilung der CDU. 

Zustimmung kommt auch aus dem Ludwigshafener Rathaus: „Die Stadt Ludwigshafen wird ihren großen Sohn Helmut Kohl angemessen würdigen. Dazu gehört auch, dass eine Straße oder ein Platz nach ihm benannt wird“, teilte Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) am Dienstag auf Anfrage mit.

Welche Straße oder welcher Platz nach dem Altkanzler benannt werde, berate man nach den Trauerfeierlichkeiten. Dann wolle die Stadtverwaltung einen Vorschlag unterbreiten, über den der Stadtrat entscheiden muss. 

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Mainz

In Mainz kann sich Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) einen Helmut-Kohl-Platz oder eine Helmut-Kohl-Straße „gut vorstellen", wie ein Sprecher der Stadt erklärte. Eine Umbenennung müsse aber wohlüberlegt und mit allen relevanten Stellen wie der Staatskanzlei und der Landes-CDU abgestimmt werden. „Es darf kein Schnellschuss sein.“ 

Da Kohl als Ministerpräsident acht Jahre lang in Mainz arbeitete, sei eine solche Würdigung nicht abwegig, sagte Stadtsprecher Marc André Glöckner weiter. In der Landeshauptstadt gibt es am Rhein sowohl ein Adenauer- als auch ein Stresemann-Ufer, nach Bundeskanzler Konrad Adenauer und Reichskanzler Gustav Stresemann. Die Brücke nach Wiesbaden ist nach Bundespräsident Theodor Heuss benannt. Auch die Bundeskanzler Ludwig Erhard und Willy Brandt werden mit Straßen und Plätzen in Mainz gewürdigt. 

Trier 

In Trier sind bislang noch keine Vorschläge für die Benennung von Straßen und Plätze nach Kohl bekannt, sagte Stadtsprecher Ralf Frühauf. Man könne aber sicher sein, „dass das noch kommt“

In Saarbrücken will die Junge Union (JU) den zentralen Platz vor der Europagalerie in der Nähe des Eurobahnhofs als „Helmut-Kohl-Platz“ benennen. 

„Der Bundeskanzler, der uns die Einheit unseres Vaterlandes geschenkt hat, verdient eine Würdigung im Herzen unserer Stadt“, sagte der JU-Kreisvorsitzende und Mitglied im Saarbrücker Stadtrat, Andreas Neumüller, am Dienstag. 

Die JU wolle mit der CDU einen Antrag erarbeiten, der nach der Sommerpause im Bezirksrat Mitte eingebracht werden soll. Wenn der sich der Rat dafür entscheide, könne die Benennung „ganz schnell gehen“, sagte Neumüller. Der Bezirksrat hat in Saarbrücken das Recht auf Namensgebung. Kohl habe sich auch um die deutsch-französische Freundschaft verdient gemacht, die in Saarbrücken „im Alltag“ gelebt werde. 

Es sei schön, wenn Deutsche und Franzosen sich künftig am „Helmut-Kohl-Platz“ treffen könnten, sagte der 26-Jährige. Auch die Bahnhofsnähe passe. Kohl habe ja den Grundstein für die heutige ICE/TGV- Verbindung von Frankfurt über Saarbrücken nach Paris gelegt. 

Praktisch: Der Platz hat bisher keinen Namen - keiner müsse also seine Adresse ändern. Die Landesvorsitzenden der Jungen Union aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen - Johannes Steiniger, Nikolas Löbel und Stefan Heck - hatten am Montag vorgeschlagen, dem Frankfurter Airport den Namen „Flughafen Helmut Kohl“ zu geben.

dpa/kp

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