Von Mai bis Oktober

Alkoholverbot! City wird länger ‚trockengelegt‘

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Auch der Berliner Platz wird ‚trockengelegt‘. 

Ludwigshafen – Das Alkoholverbot rund um den Berliner Platz in Ludwigshafen wird in diesem Jahr einen Monat verlängert. Das hat der Stadtrat am Montag mit großer Mehrheit beschlossen. 

Von Mai bis Oktober darf in der Sperrzone außerhalb von Restaurants und Kneipen kein Alkohol in der Öffentlichkeit getrunken werden, wie der „Mannheimer Morgen“ (Dienstagsausgabe) mitteilt. Bislang galt das Verbot im Gebiet zwischen Wredestraße, Rheinpromenade, Yorck- und Bismarckstraße/Platanenhain nur bis einschließlich September.  

Unverändert bleibt jedoch, dass das Verbot nur an drei Tagen gilt: donnerstags, freitags und samstags jeweils von 21 bis 7 Uhr. 

Weniger Straftaten

Begründung der Stadt für die Verlängerung des Verbots: Die Zahl der Straftaten während der Sperrfrist sinkt deutlich! 

So registrierte die Polizei von Mai bis September 2014 rund 6,6 Prozent weniger Straftaten als in den übrigen Monaten. Insbesondere die Körperverletzungsdelikte gehen in diesem Zeitraum zurück: Während des Alkoholverbots kommt es laut Polizei im Schnitt zu 9,6 Körperverletzungsdelikten im Monat – in der übrigen Zeit liegt der Durchschnittswert bei 12,9. 

Auch der Berliner Platz wird ‚trockengelegt‘. 

In den meisten Fällen seien die Straftaten auf den übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen, heißt es in der Begründung der Stadt für das Verbot. Dabei verweist das Rathaus auf die polizeiliche Statistik. Zudem lässt sich der Tatzeitraum sehr deutlich eingrenzen. Drei Viertel der Straftaten rund um den Berliner Platz werden zwischen Donnerstag und Sonntag, meist in den frühen Morgenstunden begangen – wenn es in der dort ansässigen Disco hoch her geht. 

Die Verlängerung des Verbots bis Oktober sei ein „erster Schritt". Im nächsten Jahr soll das Verbot schon ab April gelten, kündigte Ordnungsdezernent Dieter Feid (SPD) im Stadtrat an.  

Seit sieben Jahren erlässt die Stadt das Alkoholverbot am Berliner Platz. Wie in den Vorjahren sollen die Bürger zunächst auf das geltende Verbot hingewiesen werden, ohne bei Verstößen sofort Strafen fürchten zu müssen. Wer das Verbot dennoch missachtet, dem droht eine Geldbuße bis zu 5.000 Euro.

Mannheimer Morgen/lin

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