Umfrage

Ja oder nein? Das sagen unsere Leser zur Brücke über den Rhein

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Leser sind für eine neue Rheinbrücke (Archivfoto)

Ludwigshafen - In einer Umfrage haben unsere Leser entschieden, wie sie über eine neue Rheinbrücke anlässlich des Abriss der Hochstraße Nord denken. Das Ergebnis ist eindeutig:

Bereits Verkehrsexperte Artin Adjemian der IHK Rhein-Neckar in Mannheim hält eine Rheinbrücke für notwendig, wenn die vielbefahrene Hochstraße Nord abgerissen werden soll. Dass er mit dieser Meinung nicht alleine steht, beweist nun unsere Umfrage.

Her mit der Rheinbrücke

Stolze 93 Prozent unserer Leser sind für den Bau einer neuen Rheinbrücke. Nur 7 Prozent halten nichts von diesem Vorschlag

Die Abstimmung ist beendet.
Soll eine neue Rheinbrücke gebaut werden?
Ja!
92.91%
Nein!
7.08%

Eine Brücke wäre theoretisch möglich

Denn eine Verkehrsanalyse hat ergeben, dass eine Rheinbrücke bei Altrip „ein verkehrlich wirksames und zugleich wirtschaftlich vertretbares Vorhaben" sei. Allerdings ist dies vorerst nicht geplant. Der Verkehrsexperte meint allerdings: „Das Thema zusätzliche Rheinquerung muss wieder auf die Agenda, wenn wir in zehn, 20, 30 Jahren keine gespaltene Metropolregion sein wollen." Adjemian gehen allerdings auch noch andere Ideen durch den Kopf. So schwebe ihm beispielsweise eine Seilbahn über den Rhein vor, da diese laut einer Voruntersuchung 5.000 Menschen pro Stunde befördern könne. 

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Weil sie mit den Jahren moderat geworden ist, soll die rund zwei Kilometer lange Verbindung zwischen Nordbaden und der Pfalz Ende 2019 abgerissen und ersetzt werden. 40.000 Autos rollen täglich auf der Straße, die von 149 Säulen gestützt wird. 

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18 Monate nach dem Start der Arbeiten werden große Verkehrsprobleme erwartet, die viereinhalb Jahre andauern sollen. Die gesamte Bauzeit wird auf acht Jahre geschätzt. „Es wird zu massiven Beeinträchtigungen kommen", so Adjemian. „Wir reden mindestens von einem Jahrzehnt massiver Störungen im Verkehrsfluss", sagt der Vize-Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz, Jürgen Vogel. „Das merken die Unternehmen.“ 

Vor Ort wird der Güterverkehr zwar schon zu großen Teilen über die nördlich verlaufende A6 angeliefert, aber: „Wir haben in Mannheim und Ludwigshafen die Häfen in zentraler Innenstadtlage", meint Adjemian. „Die Verkehre in den Häfen, aus den Häfen raus sind massiv betroffen." Der Ludwigshafener Chemieriese BASF zum Beispiel nutzt die Hochstraße vor allem für Transporte zwischen dem Containerhafen Mannheim und dem Werk, rund 600 sind es am Tag. 

dpa/jol

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