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Wegen Sprache der Stadtverwaltung – Fraktion in Ludwigshafen will das „Gendern“ abschaffen

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen - Ist das das Ende für das „gENDErn“ in Ludwigshafen? Eine Stadtratsfraktion fordert vehement das Aus für die mehrgeschlechtlichen Bezeichnungen auf Stadtebene:

Nicht nur viele Bürger:innen auch in Ludwigshafen sind genau davon genervt – das umstrittene „Gendern“. Ob mit Asterisk („Gender-Stern“), Unterstrich („Gender-Gap“), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen – jegliche Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinneren ist nicht nur Sprachexperten ein Dorn im Auge. In der Amtssprache der Chemiestadt könnte sich das bald ändern.

„Bürger:innen“ & Co. – Stadtratsfraktion fordert Ende des Genderns in Ludwigshafen

Auch die Stadtratsfraktion „Bürger für Ludwigshafen“ stört sich daran so sehr, dass sie bei Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) am Montag (9. Januar) einen Antrag für die nächste Stadtratssitzung am 30. Januar eingereicht hat. Mit der ganz klaren Forderung, auf das Gendern komplett zu verzichten. Die Stadt Ludwigshafen muss derzeit aufgrund der dramatischen Haushaltslage überall den Rotstift ansetzen – vielleicht spart sie sich ja auch das Gendern.

„Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass die Stadtverwaltung vollständig auf das sogenannte ‚Gendern‘ verzichtet. Stattdessen soll die Stadtverwaltung das generische Maskulinum verwenden“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nela Drescher (61, parteilos).

Genderstern bei „Mitarbeiter*innen“
Auch die Ludwigshafener Stadtratsfraktion „Bürger für Ludwigshafen“ ist gegen das „Gendern“. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Gendern ist „keine natürliche Entwicklung“ der Sprache

Als Beispiele führt die Fraktion etwa Beispiele an, statt „Bürger*innen“, „Mitarbeiter:innen“ oder „Kommunalbeamt_innen“ die grammatikalisch korrekten Begriffe Bürger, Mitarbeiter und Kommunalbeamte zu verwenden. Diese Regelung sei im gesamten Schriftverkehr (nach innen und nach außen) als auch in der gesamten Außendarstellung (etwa bei Veröffentlichungen) der Stadtverwaltung anzuwenden. Auch vorhandene Mitarbeiteranweisungen bzw. Dienstanweisungen der Stadtverwaltung sollen entsprechend angepasst werden.

„Die deutsche Sprache ist – wie alle anderen Sprachen auch – eine Entwicklung von vielen Jahrtausenden. Änderungen an Sprachen wurden dabei immer von Mehrheiten der Gesellschaft gestaltet. Die Einführung der Gender-Schreibweise und -Sprache in verschiedenen Bereichen des Lebens ist allerdings keine ‚natürliche‘ Entwicklung, sondern eine rein politisch getriebene Verunstaltung der deutschen Sprache“, wettert Nela Drescher.

Klare Mehrheit der Gesellschaft gegen „gendern“ in der deutscher Sprache

Das erklärte Ziel, nämlich die Gleichbehandlung aller Geschlechter, könne „niemals über eine zwanghafte Änderung der Sprache erreicht werden“. Vielmehr hätten zahlreiche Umfragen zum Thema „Gendern“ gezeigt, dass die klare Mehrheit der Gesellschaft das Gendern ablehne.

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Bleibt dennoch abzuwarten, was bei dem Antrag herauskommt. Dennoch ist wohl stark davon auszugehen und es darf mehr als angenommen werden, dass sich die Fraktion künftig nicht in „Bürger*innen für Ludwigshafen“ umbenennen wird. (pek mit PM)

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