Pause wegen Coronavirus

Eulen Ludwigshafen: Spieler und Mitarbeiter verzichten wegen Corona-Krise auf Gehalt

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Die Corona-Krise ist für die Eulen Ludwigshafen existenzbedrohend.

Ludwigshafen – Als Reaktion auf die Zwangspause wegen des Coronavirus verzichten sowohl Mitarbeiter als auch Spieler der Eulen Ludwigshafen auf einen Teil ihres Gehalts.

  • Coronavirus sorgt für Unterbrechung in Handball-Bundesliga.
  • Pause bis zum 22. April.
  • Eulen Ludwigshafen: Spieler und Mitarbeiter verzichten auf Gehalt.

Update vom 24. März: Spieler und Mitarbeiter der Eulen Ludwisghafen werden in der Coronavirus-Krise auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. „Damit setzen die Eulen ein großes Zeichen der Solidarität zum Club, um die wirtschaftliche Situation etwas zu entlasten“, teilt der Handball-Bundesligist am Montagabend (23. März) mit.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Handball-Bundesliga vorerst bis Ende April ausgesetzt. Für den Verein sei die aktuelle Situation - genau wie für viele Mittelständler und andere Clubs - existenzbedrohend. Durch den Wegfall der Spiele fehlen den Eulen Eintrittsgelder und Sponsoring-Einnahmen in einer noch unbekannten Höhe, heißt es. 

Eulen Ludwigshafen: Corona-Krise bedroht Existenz von Handball-Bundesligisten

Darum sei der Gehaltsverzicht ein wichtiger und nicht selbstverständlicher Schritt, um ein Fortbestehen des Clubs möglich zu machen. An der Spielstätte des Vereins, der Friedrich-Ebert-Halle, hat das THW Ludwigshafen am vergangenen Wochenende zur möglichen Behandlung künftiger Infizierter mit dem neuartigen Coronavirus Feldbetten aufgestellt.

Wo normalerweise die Eulen Ludwigshafen in der ersten Handballbundesliga um Punkte kämpfen, stehen jetzt Parzellen für Patienten, die hoffentlich nie benötigt werden“, heißt es vom Technischen Hilfswerk. (dpa)

Eulen Ludwigshafen: Corona-Pause in der Handball-Bundesliga

Erstmeldung vom 15. März: Das Coronavirus hat auch für den Sport erhebliche Folgen. Die DEL hat die Saison abgebrochen, die Fußball- und Handball-Bundesliga geht zunächst in eine Pause. Für die Eulen Ludwigshafen, den Tabellenvorletzten der Handball-Bundesliga, ist die aktuelle Zwangspause gar existenzbedrohend - wie Geschäftsführerin Lisa Heßler erklärt.

Corona-Krise für Eulen Ludwigshafen existenzbedrohend 

Durch den Ausfall der Spiele und die noch nicht absehbaren Rückzahlungen entstehen aktuell nur Ausgaben, aber keine Einnahmen. Das bedroht unsere Existenz, genau wie bei vielen anderen Bundesligisten auch. Wie sind ein Club mit knapp 30 Mitarbeitern, über 100 Partner-Unternehmen und tausenden von Fans, für die wir eine Verantwortung tragen“, betont Heßler und fügt hinzu: „Daher sind wir mehr denn je auf die Solidarität aller angewiesen und müssen, bildlich gesprochen, noch enger zusammenstehen!

Corona-Krise: Eulen Ludiwgshafen appellieren an Fans und Partner

Insbesondere, wenn die Ticket-Einnahmen der Fans und die Sponsoring-Einnahmen der Partner durch Regress-Ansprüche wegfallen, entsteht ein irreperabler Schaden für die Eulen. „Unsere Fans und Partner sind das Rückrat des Erfolgs! Ohne sie ist mein Team aufgeschmissen - das zeigt sich gerade in dieser Ausnahmesituation. Daher appeliere ich an jeden Partner & Fan, uns in dieser Situation weiter die Treue zu halten und im Sinne des Clubs zu handeln“, sagt Eulen-Trainer Ben Matschke.

Am Montag (16. März) treffen sich alle Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, um über die weiteren Vorgehensweisen zu beraten.

nwo/PM

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