Zukunft ungewiss

Wegen Corona-Krise: Musikpark Ludwigshafen in „existenzieller Gefahr“

Ludwigshafen – Wegen der Corona-Pandemie stehen zahlreiche Clubs und Bars vor dem finanziellen Ruin. Auch der Musikpark steckt in der Krise.

  • Landesregierung verbietet Veranstaltungen mit mehr als 75 Teilnehmern wegen des Coronavirus.
  • Musikpark Ludwigshafen verkündet auf Facebook seine Schließung.
  • Auch Bars und Clubs in Mannheim haben geschlossen. 
  • Nach fast fünf Monaten ohne Einnahmen steht der Musikpark vor dem Ruin.

Update vom 15. Juli: Mitte März mussten alle Bars und Clubs aufgrund der Corona-Verordnung schließen. Seit ein paar Wochen sind viele zwar wieder geöffnet, jedoch nur unter harten Einschränkungen. Der Musikpark in Ludwigshafen ist weiterhin komplett geschlossen und steht vor dem finanziellen Ruin! Gegenüber dem „Morgenweb“ erklärt der Betreiber Michael Gebhardt, dass der Club am Berliner Platz in „existenzieller Gefahr“ sei, falls die Situation sich nicht ändere oder der Staat eingreife. Zwar habe man ein Darlehen im April erhalten, das sei aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen.

In den kommenden Wochen liegen wir mit Sicherheit im siebenstelligen Bereich. Die Politik muss jetzt reagieren. Es muss Geld fließen“, sagt Gebhardt. Zehn Festangestellte seien derzeit in Kurzarbeit – für 65 teils studentische Hilfskräfte sei das aber nicht möglich. Aktuell verhandele Gebhardt mit dem Vermieter, um Kosten zu sparen. Eine Regelung mit begrenzter Besucherzahl lehnt er ab, da man damit nicht „kostendeckend" arbeiten könne. Michael Gebhardt hat allerdings vollstes Verständnis für die Maßnahmen, da er keine Verantwortung für eine zweite Welle tragen möchte.

Die Corona-Pandemie hat in den letzten Wochen für mehrere dramatische Entscheidungen gesorgt. So machen das „Ziegler“ und das „O´Rilley´s" in Heidelberg und „Baton Rouge“ in Mannheim komplett dicht. Die halle02 hat ihr Konzept geändert und wird in absehbarer Zukunft keine Partys mehr veranstalten. Im September folgt der nächste Paukenschlag in Ludwigshafen: Die Tchibo-Filiale in der Rhein-Galerie muss schließen - und das für immer.

Ludwigshafen: Wegen Coronavirus: Musikpark muss schließen!

Erstmeldung vom 13. März: Erst Ende 2019 musste der Musikpark Ludwigshafen für mehrere Wochen schließen. Der Grund: Einige der Rettungswege der Disco befanden sich unter der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd. Erst als eine Gerüstkonstruktion als zusätzlicher Fluchtweg gebaut wurde, konnte der Club wieder öffnen. Nun muss Betreiber Michael Gebhardt jedoch wieder in den saueren Apfel beißen und den Musikpark erneut schließen. Diesmal wegen des Coronavirus! 

Man wolle Gäste und Mitarbeiter „keiner unnötigen Infektionsgefahr aussetzen“ und hätte deswegen beschlossen den Betrieb bis auf Weiteres zu schließen, heißt es in einem Facebook-Post von Freitagnachmittag (13. März). 

Übrigens: Alle Infos zu den neuesten Entwicklungen, Entscheidungen der Regierungen und möglichen weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens findest Du in unserem neuen Rheinland-Pfalz-Ticker zum Coronavirus.

Coronavirus in Ludwigshafen: Wann der Musikpark wieder eröffnet ist ungewiss 

Der Musikpark-Betreiber bittet in dem Post um Verständnis für diese drastische Maßnahme. Alle im Team wären über diese Entscheidung sehr traurig. Wie die Zukunft des Musikparks Ludwigshafen aussieht, ist ungewiss. Die Besucher würden auf den sozialen Netzwerken über alle weiteren Entwicklungen informiert. „Wenn diese Krise ausgestanden ist, werden wir in alter Frische gerne wieder für Euch da sein.Passt auf Euch und Eure Lieben auf und vor allem: bleibt gesund...!!!“

Schon am Donnerstag blieb der Musikpark geschlossen, da die Mitarbeiter über die Auflagen des Gesundheitsamtes Gedanken machen wollte. 

Coronavirus in Ludwigshafen: Lob für den Musikpark

Für den Entschluss, den Musikpark in Zeiten von Coronavirus zu schließen, bekommt der Club nur Lob. Die Facebook-Kommentare reichen von „Sicher die richtige wenn auch schwere Entscheidung“ bis zu  „Finde ich sehr gut!!“ Viele Fans erinnern sich auch an das „Brückendesaster“ im Dezember 2019„Wünsche euch alles Gute. Euch trifft es im Moment echt hart, erst die Hochstraße und jetzt Corona. Hoffe ihr habt genug Kraft das durchzustehen“, schreibt beispielsweise Daniel W. 

Nach Mannheim ausweichen können die Partygänger jedoch nicht. Denn dort werden jetzt alle Bars, Clubs, Schwimmbäder, Sportstätten und Museen geschlossen

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: 101 Infizierte – Veranstaltungen untersagt 

Die Zahl der Infizierten beläuft sich in Rheinland-Pfalz auf 101. Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat Veranstaltungen mit mehr als 75 Teilnehmern untersagt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen – somit hätte der Musikpark Ludwigshafen wahrscheinlich eh schließen müssen. Bis Montag sollen Allgemeinverfügungen veröffentlicht werden. Ab Montag werden außerdem Schulen und Kitas in Ludwigshafen geschlossen

Wir hoffen, dass auch jeder genug Brettspiele zu Hause hat! 

Covid-19 ist nun auch im größten Altenheim in Worms ausgebrochen. Im Amandusstift sind fünf Pflegekräfte infiziert und ein Bewohner ist bereits an den Folgen des Virus gestorben! Weitere Tests stehen noch aus.

In Zeiten der Corona-Krise fürchten viele Ladenbesitzer um ihre Existenz, weil ihre Räume geschlossen bleiben müssen oder weniger Besuch kommt. Doch manche Betreiber kommen auf originelle Ideen, um im Geschäft zu bleiben

Durch die Lockerung der Corona-Maßnahmen öffnen am Montag (20. April) zahlreiche Läden in Ludwigshafen wieder ihre Tore. Doch der erwartete Ansturm in der Innenstadt ist ausgeblieben. Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Rohöl ist der Spritpreis an den Zapfsäulen in der Metropolregion Rhein-Neckar drastisch gesunken. 

Das Cave54 ist sowohl bei Nachtschwärmern als auch bei Jazz-Fans beliebt. Doch wegen der Corona-Krise fehlt jetzt das Geld und der Club steht vor dem Aus. Jetzt wendet sich der Betreiber an die Heidelberger mit einem ganz besonderen Angebot.

Die Tangente in Heidelberg hat ebenfalls große Probleme wegen der Corona-Verordnungen. Doch mit diesem Plan soll die Zukunft gesichert werden.

In Mannheim muss auch die Kneipe Nummer 6 schließen. Das hat allerdings keine finanziellen Gründe, sondern hängt mit dem Vermieter zusammen.

kp

Rubriklistenbild: © LUDWIGSHAFEN24

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