Warnung vom Wirtschaftsbetrieb

Corona-Krise in Ludwigshafen: Über 80 Personen aus Asylunterkunft erkrankt

Ludwigshafen – Die Corona-Pandemie bestimmt seit mehreren Wochen unseren Alltag. Alle Entwicklungen und die aktuellen Fallzahlen findest Du in unserem Corona-Ticker:

  • In Ludwigshafen sind 233 Menschen am Coronavirus erkrankt.
  • Eine Person ist an Covid-19 gestorben.
  • Coronavirus taucht auch erstmals Anfang April in Oggersheimer Asylunterkunft auf.
  • Alle Entwicklungen der Corona-Pandemie in Ludwigshafen:

Update vom 21. April: Wie das Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises mitteilt, ist die Anzahl der mit Covid-19 infizierten Personen in einer Asylunterkunft in Oggersheim stark gestiegen. Mittlerweile sind 82 Asylbewerber am Coronavirus erkrankt. Am 15. April hat es sich noch um 59 gehandelt. Die Sammelankunft steht seit Anfang des Monats unter Quarantäne und beherbergt bis zu 170 Personen. Die Infizierten werden allerdings an einen anderen Ort umquartiert. 

Übrigens: Die Entwicklungen in Rheinland-Pfalz erfährst Du in unserem Corona-Ticker!

Coronavirus in Ludwigshafen: Warnung vor Klopapier-Ersatz

Update vom 17. April: Der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen, der auch für den Bereich Stadtentwässerung zuständig ist, warnt die Bürger eindringlich davor, Küchenrollen. Papiertaschentücher und andere Hygieneprodukte in der Toilette zu entsorgen. Aufgrund des Mangels an Toilettenpapier greifen einige Bürger zu diesen Produkten – jedoch hat das fatale Auswirkungen. Das Material löst sich nicht in Wasser auf, ist reißfest und kann verklumpen. Die zähen Stränge verstopfen Rohre und Kanäle, verfangen sich in den Abwasserpumpen und bringen sie letztlich zum Stillstand. Auch Speiseräste gehören nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll. 

Es ist ein großer Aufwand, die Verstopfungen zu beseitigen und die Pumpen wieder in Betrieb zu nehmen, damit das Abwasser wieder fließen kann. Dieser Aufwand kostet Geld, welches alle Gebührenzahler*innen mit Ihrer Abwassergebühr zahlen“, erläutert Martin Kallweit, Leiter der Stadtentwässerung.

Ludwigshafen: Rapider Anstieg der Corona-Infektionen in Oggersheimer Flüchtlingsunterkunft 

Meldung vom 15. April: Anfang April werden drei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Oggersheim positiv auf das Coronavirus getestet. Die Verantwortlichen reagieren schnell und isolieren sowohl die Infizierten als auch ihre Zimmergenossen umgehend. Nach Angaben der Stadt Ludwigshafen werden die Betroffenen in andere städtische Räume umquartiert und unter Quarantäne gestellt. Letzteres gilt auch für die verbliebenen 171 Bewohner der Unterkunft – auch sie stehen fortan unter Quarantäne. Doch das Virus findet trotzdem seinen Weg zu den Menschen. 

Ludwigshafen: Oggersheimer Flüchtlingsunterkunft steht unter Quarantäne 

Unmittelbar nach der ersten Maßnahme werden elf weitere Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet; auch sie werden zügig isoliert. Wie die Stadt Ludwigshafen am Mittwochnachmittag (15. April) bekannt gibt, sind inzwischen alle Bewohner der Asylunterkunft in Oggersheim auf eine Infektion hin überprüft worden: Das Coronavirus greift weiter um sich – insgesamt haben sich nunmehr 59 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert

Die Unterkunft in Oggersheim besteht aus drei Gebäuden mit Platz für bis zu 300 Menschen (Archivbild).

Wie zuvor müssen auch die 59 Neu-Infizierten sowie ihre direkten Kontakte aus der Flüchtlingsunterkunft herausgeholt und an anderen Standorten im Stadtgebiet untergebracht werden – so sehen es die Vorgaben des Gesundheitsamtes vor. 

Wir wissen, dass die Situation für alle Beteiligten, die nun in Quarantäne müssen, nicht einfach ist. Darum arbeiten sehr viele Menschen gerade daran, den Bewohnern den Alltag zu erleichtern. Wir erklären ihnen unser Handeln transparent und hoffen auf die Mitwirkung jedes einzelnen. Mein Dank gilt nach wie vor allen, die uns mit Rat und Tat unterstützen. Nur gemeinsam können wir die Verbreitung des Virus eindämmen“, sagt Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

Ludwigshafen: Bisher keine schwer erkrankten in Flüchtlingsunterkunft 

Die medizinische Versorgung in der Qggersheimer Asylunterkunft wird durch mobile Untersuchungsteams des Klinikums Ludwigshafen und der Bundeswehr gewährleistet. Für die sonstige medizinische Versorgung hat die Stadt Ludwigshafen die Kassenärztliche Vereinigung um Unterstützung gebeten. 

Alle Bewohner an allen Standorten sind gut versorgt und alle sind in einem guten gesundheitlichen Zustand. Sollte sich der Zustand be iBewohnern verschlechtern, werden diese natürlich ins Klinikum verlegt“, erklärt Sozialdezernentin Beate Steeg.

Alle positiv Getesteten werden nach Ablauf von 14 Tagen erneut getestet. Nur diejenigen, die dann ein negatives Corona-Testergebnis aufweisen, können schrittweise zurück in ihre ursprüngliche Unterkunft umziehen.

Ebenfalls am Mittwoch (15. April) tauschen sich Bund und Länder über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland aus – und wollen über wichtige Maßnahmen diskutieren: Folgt der Tag der Entscheidung in der Corona-Krise? Alle aktuellen News und Zahlen zum Coronavirus in Rheinland-Pfalz.

Durch die Lockerung der Corona-Maßnahmen öffnen am Montag (20. April) zahlreiche Läden in Ludwigshafen wieder ihre Tore. Doch der erwartete Ansturm in der Innenstadt ist ausgeblieben

PM/esk 

Rubriklistenbild: © LUDWIGSHAFEN24/Peter Kiefer

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