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BASF in Ludwigshafen: Gefährliches Chlor ausgetreten! Mitarbeiter in Klinik

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen - Nach einem neuerlichen Produktaustritt bei der BASF muss ein externer Mitarbeiter ins Krankenhaus. Der Grund: Er hat gefährliches Chlorgas eingeatmet:

Und schon wieder eine gefährliche Panne bei Chemie-Riese BASF: Am Mittwoch (16. März) gegen 11 Uhr vormittags ist es laut Konzernangaben aus bislang unbekanntem Grund in einer Anlage im Werksteil Süd in Ludwigshafen zu einem kurzzeitigen Austritt einer geringen Menge Chlor gekommen.

NameBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsjahr6. April 1865
Mitarbeiter111.047 (Stand: 31. Dezember 2021)
Umsatz78,6 Mrd. Euro (Stand: 2021)

BASF: Externer Mitarbeiter atmet Chlorgas ein und muss in Klinik

Ein Mitarbeiter eines externen Unternehmens atmete dabei Chlorgas ein. Nach medizinischer Erstversorgung durch den BASF-Rettungsdienst wurde er, vorsorglich zur weiteren Beobachtung, in einer der umliegenden Kliniken stationär aufgenommen.

Acht Mitarbeiter von zwei vor Ort tätigen externen Unternehmen, vier Mitarbeiter des BASF-Werkschutzes sowie ein Mitarbeiter der BASF-Werkfeuerwehr wurden vorsorglich dem werksärztlichen Dienst der BASF vorgestellt und konnten inzwischen in ihre Betriebe zurückkehren.

BASF Ludwigshafen
Bei der BASF ist Chlorgas ausgetreten. (Symbolfoto) © Uwe Anspach/dpa

BASF in Ludwigshafen: Umweltwagen nach Chlor-Austritt unterwegs

Die Umweltmesswagen der BASF waren innerhalb und außerhalb des Werksgeländes zur Erfassung von Luftemissionen unterwegs. Im unmittelbaren Nahumfeld der betroffenen Anlage wurden leicht erhöhte Messwerte festgestellt. Außerhalb des Werks wurden keine erhöhten Messwerte festgestellt.

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Chlor bei BASF ausgetreten – so gefährlich ist der Stoff

Im Sicherheitsdatenblatt ist Chlor folgendermaßen gekennzeichnet:

Die zuständigen Behörden sind informiert.

BASF: Immer wieder gesundheitsgefährdende Produktaustritte

Erst am Donnerstag (10. März) waren bei der BASF Chemikalien in den Rhein geflossen – ein Gemisch aus circa 800 Kilogramm Ethylenglykol und rund 30 Kilogramm Benzoesäure soll über einen Kühlwasserauslauf der BASF in den Fluss gelangt sein.

Und nur wenige Tage vor diesem Zwischenfall war am 27. Februar im Kläranlagenauslauf eine erhöhte Konzentration von Phenoxyessigsäure festgestellt worden. Der Grund: Rund 150 Kilogramm des Produkts waren aus der BASF-Kläranlage in den Rhein gelangt. (PM/pek) 

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