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BASF und Ørsted: Mega-Windenergievertrag! Nordsee-Strom für Ludwigshafen

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen/Borkum – Den längsten Partnervertrag für Offshore-Windenergie überhaupt haben jetzt BASF und Ørsted besiegelt. Was drinsteht, um was es geht:

Nächster Mega-Deal für den Chemie-Riesen! Die BASF und Ørsted haben einen Festpreis-Stromliefervertrag abgeschlossen, der die Abnahme von satten 186 Megawatt Leistung aus dem von Ørsted geplanten Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund 3“ in der deutschen Nordsee vorsieht. Dabei wird der Offshore-Windpark eine installierte Gesamtleistung von 900 Megawatt haben und im Jahr 2025 den Betrieb aufnehmen. Der dänische Energie-Konzern Ørsted (7,1 Milliarden Euro Umsatz 2020) hat dafür kürzlich die Planfeststellung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilt bekommen.

Name\t\t\t\t\tBASF SE
BrancheChemie
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsdatum6. April 1865
Mitarbeiterzahl110.302 weltweit (Stand: 2020)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

BASF und Ørsted werden über diesen Stromliefervertrag als konkreten ersten Schritt hinaus prüfen, wo in Zukunft gemeinsame Interessen bestehen, um die Reduzierung von Emissionen in der chemischen Industrie weiter voranzutreiben. Der vereinbarte Liefervertrag wird dazu beitragen, den erhöhten Strombedarf von BASF durch den Einsatz emissionsarmer Technologien zu decken, und das Unternehmen dem Ziel näherbringen, bis 2050 klimaneutral zu werden.

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Ludwigshafen: Mega-Vertrag zwischen BASF und Ørsted läuft 25 Jahre

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren und ist damit das längste bisher angekündigte Corporate Power Purchase Agreement im Bereich der Offshore-Windenergie. Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für Ørsted, um die bis Ende 2021 erwartete endgültige Investitionsentscheidung für Borkum Riffgrund 3 zu treffen.

Borkum Riffgrund 3 war der erste große Offshore-Windpark der Welt, der den Zuschlag mit einem Nullgebot im Ausschreibungsverfahren erhalten hat. Ermöglicht wurde dies durch mehrere Faktoren, welche die Kosten positiv beeinflussen. Dazu zählen die Installation von modernsten Windenergieanlagen, die sehr günstigen Standortbedingungen mit hohen Windgeschwindigkeiten sowie zu erwartende verlässliche Einnahmen durch Stromabnahmeverträge mit Industriepartnern wie zum Beispiel BASF.

Windpark in der deutschen Nordsee. (Symbolbild)
Windpark in der deutschen Nordsee. (Symbolbild) © BASF SE

„Die Liefervereinbarung mit Ørsted ist ein weiterer wichtiger Schritt, um zusätzliche Mengen erneuerbarer Energie für BASF zu sichern“, sagt Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF SE. „Wir wollen unsere CO2-Emissionen bis 2030 um 25 Prozent im Vergleich zu 2018 reduzieren. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen wir in den kommenden Jahren große Mengen an fossiler Energie durch erneuerbare Energien ersetzen. Ørsted kann die erforderlichen zusätzlichen Mengen durch den Bau neuer Windparks bereitstellen und uns bei unserer Energietransformation unterstützen.“

BASF in Ludwigshafen: Windparks wichtig für Emissionsreduzierung in chemischer Industrie

Mads Nipper, Vorstandsvorsitzender von Ørsted, sagt: „Im gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel sind es Partner wie BASF, die den Unterschied ausmachen. Für die Chemiebranche wird die Dekarbonisierung eine große Herausforderung, aber sie hat auch das Potenzial, einen besonders großen Beitrag zu leisten. Aus diesem Grund müssen Länder wie Deutschland auf die enorme Nachfrage nach erneuerbarem Strom reagieren, indem sie mehr Flächen für dringend benötigte Offshore-Windprojekte zur Verfügung stellen und ihre Ambitionen für den Einsatz großflächiger erneuerbarer Energiequellen wie der Offshore-Windenergie erhöhen. Offshore-Wind in der Nord- und Ostsee ist eine äußerst ergiebige Quelle für grünen Strom. Durch konkretere und ambitioniertere politische Maßnahmen könnte das volle Potenzial dieser grünen Stromquelle wirklich ausgeschöpft werden. Mit unserer Vision von einer Welt, die vollständig auf grüne Energie setzt, wollen wir den Ausbau erneuerbarer Energien weiter beschleunigen und Partner wie BASF bei der Verwirklichung ihrer Klimaziele unterstützen.“

Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE in Ludwigshafen.
Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE in Ludwigshafen. © BASF/Andreas Pohlmann

„Ørsted und BASF sind gemeinsam der Ansicht, dass innovative emissionsfreie Technologien wie großflächige Offshore-Windkraftparks eine wichtige Rolle bei der Emissionsreduzierung in der chemischen Industrie spielen können“, so die beiden Vorstandsvorsitzenden Brudermüller und Nipper.

BASF: Chemie-Riese will bis 2050 klimaneutral sein

BASF arbeitet daran, emissionsarme Technologien in industriellem Maßstab zu realisieren. BASF erwartet, nach 2030 Technologien wie CO2-freie Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff und elektrisch beheizte Steamcracker einzuführen, die den Bedarf an erneuerbarer Energie deutlich erhöhen werden.

Auch Ørsted verfolgt ehrgeizige Dekarbonisierungsziele. Vor mehr als zehn Jahren hat das Unternehmen seine eigene Transformation begonnen und sich von einem der kohleintensivsten Energieunternehmen zum nachhaltigsten Energieunternehmen der Welt entwickelt. Ørsted hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 eine CO2-neutrale Energieerzeugung und bis 2040 die vollständige Dekarbonisierung seiner gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen – als weltweit erstes Energieunternehmen mit wissenschaftlich überprüften Plänen. Bis 2030 will Ørsted 50 Gigawatt an erneuerbarer Energiekapazität installiert haben, wovon 30 Gigawatt auf Offshore-Windenergie entfallen. (BASF/pek)

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