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BASF Ludwigshafen: Chemie-Riese plant Mega-Windpark – wann alles fertig sein soll

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Von: Katja Becher

BASF-Panorama
Ein Teil der Anlagen des Chemieriesen BASF in Ludwigshafen. © dpa/Frank Rumpenhorst

Die BASF plant einen der größten Windparks der Welt, der in Zukunft den Chemiestandort Ludwigshafen versorgen soll. Alle Infos zum Milliardenprojekt

Der Chemie-Riese BASF und der Energieerzeuger RWE wollen gemeinsam in der Nordsee einen gigantischen Windpark errichten. Das Milliardenprojekt soll den Chemiestandort Ludwigshafen in Zukunft mit grünem Strom versorgen, wie die Unternehmen am Freitag mitgeteilt haben. Die Anlage mit einer Kapazität von 2 Gigawatt soll ab 2030 laufen. Ein Fünftel des Stroms soll zur Herstellung von von CO2-freiem Wasserstoff dienen.

UnternehmenBASF
Gründung1865 als Badische Anilin- & Soda-Fabrik
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
BrancheChemische Industrie

BASF Ludwigshafen: Chemie-Riese plant einen der größten Windparks der Welt

Die Kosten für den Windpark und die Elektrolyseanlage bezifferten BASF und RWE auf mehr als 4 Milliarden Euro. Der Windpark solle ein „Leuchtturmprojekt“ für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland sein und zeigen, wie industrielle Produktion nachhaltig und zukunftsfähig werden könne, sagte BASF-Chef Martin Brudermüller. „Wir wollen gemeinsam den Weg zu einer CO2-neutralen Chemieindustrie durch Elektrifizierung und den Einsatz von CO2-freiem Wasserstoff beschleunigen.“ 

Beide Unternehmen betonten aber auch, dass sich das Projekt nur mit Unterstützung der Politik verwirklichen lasse. Damit der Windpark realisiert werden könne, sei unter anderem die rasche Ausschreibung von Flächen für Offshore-Projekte erforderlich, deren Nutzung bislang erst nach 2030 vorgesehen sei. Außerdem sei eine Anpassung der Flächen- und Netzentwicklungspläne und die Entlastung des grünen Stroms von der EEG-Umlage notwendig. Eine finanzielle Förderung für den Bau durch die öffentliche Hand sei dagegen nicht nötig.

BASF Ludwigshafen: Grüner Strom für den Chemie-Riesen – durch Mega-Windpark

Durch den Windpark könnten den Angaben zufolge etwa 3,8 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden. Die Chemieindustrie gehört zu den energie-intensivsten Branchen überhaupt. Besonders in der Basischemie ist der Bedarf immens hoch. Dies führt Brudermüller zufolge allein bei BASF zu Emissionen von 21 Millionen Tonnen CO2. Davon entfallen 8 Millionen Tonnen auf Ludwigshafen. 

Der neue Windpark soll deshalb helfen, den schnell wachsenden Strombedarf des weltgrößten Chemiekonzerns zu decken. Der überwiegende Teil des dort produzierten Stroms soll von der Nordsee direkt nach Ludwigshafen geleitet werden - und zwar so, dass keine Netzengpässe entstehen. Rund 20 Prozent des Stroms sollen zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden, der auch von anderen industriellen Abnehmern genutzt werden könnte, hieß es. Der Windpark, an dem BASF eine Beteiligung von 49 Prozent halten will, könne für 25 bis 30 Jahre Strom liefern. Wo genau in der Nordsee er gebaut werden soll, gaben die Unternehmen nicht bekannt. (kab/dpa)

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