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BASF in Ludwigshafen: Arbeiter verbrennt sich an Stichflamme

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Von: Peter Kiefer

Bei Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen ereignete sich am Donnerstag (25. März) ein Arbeitsunfall. (Symbolfoto)
Bei Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen ereignete sich am Donnerstag (25. März) ein Arbeitsunfall. (Symbolfoto) © Uwe Anspach/dpa

Ludwigshafen - Schon wieder hat sich auf dem Werksgelände der BASF ein schwerer Arbeitsunfall ereignet: Am Donnerstag (25. März) verletzt sich ein Arbeiter bei DyStar an einer Stichflamme:

Wie die BASF am heutigen Donnerstag (25. März) mitteilt, hat sich am Morgen gegen 8 Uhr in einem Betrieb der Firma DyStar im Werksteil Süd in Ludwigshafen ein folgenschwerer Arbeitsunfall ereignet. Bei Reinigungsarbeiten an einem Staubfilter ist es plötzlich zu einer Stichflamme durch Entzündung von Indigo Granulat gekommen. Ein Mitarbeiter des Standortpartners DyStar hat sich dadurch Verbrennungen zugezogen und musste nach medizinischer Erstversorgung durch einen Notarzt der BASF in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert werden. Die Brandstelle wurde vom Betrieb gelöscht und die Feuerwehr war zur Nachkontrolle vor Ort.

Indigo Granulat ist ein tiefblauer Textilfarbstoff, der zum Färben von Jeans-Stoffen verwendet wird. Laut Sicherheitsdatenblatt verursacht der Stoff „schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden“.

BASF: Immer wieder schwere Arbeitsunfälle im Stammwerk Ludwigshafen

Erst vor genau zwei Wochen, am 11. März, ist es bei der BASF zu gleich zwei Arbeitsunfällen an einem Tag gekommen, wie LUDWIGSHAFEN24 berichtet hat. Dabei hat sich ein Aniliner bei Wartungsarbeiten an einer Abfüllstation im Werksteil Süd am Fuß mit Propylamin benetzt und dadurch eine Verätzung zugezogen. Nur wenige Stunden später hat sich gegen 15:30 Uhr ein BASF-Mitarbeiter bei Abfüllarbeiten mit Produktschmelze von Oppanol im Werksteil Nord eine Hand verbrannt. Beide Verletzten kamen nach der Erstversorgung durch den werksärztlichen Dienst der BASF in einem umliegendes Krankenhaus.

NameBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsjahr6. April 1865
Mitarbeiter110.302 (Stand: 2020)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

Bei dem Chemie-Riesen kommt es immer wieder zu Arbeitsunfällen und Produktaustritten: Erst am Samstag (6. März) ist bei der BASF ein Produkt in den Rhein geflossen, das schwere Augenreizungen verursacht, wie LUDWIGSHAFEN24 berichtet. Auch der Steamcracker, der kontrolliert überschüssiges Gas verbrennt, sorgt wie zuletzt immer wieder für Schlagzeilen, weil die riesige Fackel kilometerweit in der gesamten Region zu sehen ist und den nächtlichen Himmel hell erleuchtet. (BASF/pek)

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