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BASF: Chemie-Riese macht Milliarden-Gewinn – Stellenabbau endlich beendet?

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen - Die BASF hat ihren Geschäftsbericht 2021 vorgelegt – und präsentiert Mega-Umsätze und fette Gewinne. Doch welche Folgen hat das für den Stellenabbau?

Starke Geschäftszahlen für das Jahr 2021 hat die BASF am Freitag (25. Februar) an ihrem Stammsitz in Ludwigshafen präsentiert. Demnach konnte der Chemie-Riese sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich steigern. „Es war ein starkes und erfolgreiches Jahr für BASF“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Brudermüller, der gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel den BASF-Bericht 2021 vorgestellt hat.

„Wir haben die Verkaufspreise um 25 Prozent und die Mengen um 11 Prozent gesteigert. Alle Segmente erzielten im vergangenen Jahr sowohl Preis- als auch Mengensteigerungen“, so Brudermüller. Der Umsatz der BASF-Gruppe lag 2021 bei 78,6 Milliarden Euro – satte 33 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

NameBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsjahr6. April 1865
Mitarbeiter110.672 (Stand: Oktober 2021)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

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BASF: Aktionäre profitieren von Konzern-Erfolg – höhere Dividende geplant

Und auch von den anderen guten Zahlen profitieren speziell die Anleger. Denn nachdem die BASF im ersten Corona-Jahr 2020 wegen milliardenschwerer Abschreibungen noch einen dicken Verlust von gut einer Milliarde Euro verkraften musste, geht‘s seitdem steil bergauf.

Auch im Tagesgeschäft: Dort lief es für die BASF dank guter Nachfrage und höherer Preise ebenfalls deutlich besser. Zudem profitierte das Unternehmen von seinem Sparkurs. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat sich 2021 mit 7,77 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 6,6 bis 7,2 Milliarden Euro und einen Umsatz von 74 bis 77 Milliarden Euro an.

Martin Brudermüller
Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns BASF. (Archivfoto) © Uwe Anspach/dpa Pool/dpa

Heißt unterm Strich: Der weltgrößte Chemiekonzern will etwas mehr Geld an seine Aktionäre ausschütten. Der Vorstand plant laut BASF, die Dividende um zehn Cent auf 3,40 Euro je Aktie zu erhöhen. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte BASF 3,30 Euro je Anteilsschein gezahlt. 2021 hatte der auf die Aktionäre anfallende Gewinn 5,5 Milliarden Euro betragen.

BASF in Ludwigshafen: Job-Abbau nach Jahren beendet?

Doch es gibt noch mehr Grund zur Freude – vor allem für die Aniliner selbst: Der radikale Stellenabbau, der seit dem Jahr 2019 am Standort Ludwigshafen durchgezogen wurde, scheint beendet. So arbeiteten Ende 2021 am Standort Ludwigshafen, zu dem nicht nur das eigentliche Stammwerk in der Chemiestadt gehören, sondern auch Gruppengesellschaften wie beispielsweise die BASF Lampertheim GmbH, exakt 38.371 Beschäftigte. Am Firmensitz Ludwigshafen sind es 34.405 Frauen und Männer – dies sind 79 weniger als noch Ende 2020.

Insgesamt beträgt die Zahl der Mitarbeitenden zum Jahresende 2021 laut Konzernangaben 111.047 – nach 110.302 am Ende des vierten Quartals 2020. Dies bedeutet in der BASF-Gruppe weltweit sogar einen Zuwachs um 745 Personen (0,7 Prozent). Maßgeblich für die Zunahme sei der Personalaufbau in der Region Asien-Pazifik, vor allem im Zusammenhang mit der Gründung von BASF Shanshan Battery Materials Co., Ltd., sowie für den neuen Verbundstandort in Zhanjiang (China). Gegenläufig hat sich der Verkauf des Pigmentgeschäfts mit rund 2.500 Mitarbeitenden ausgewirkt. Den detaillierten und sehr umfangreichen BASF-Geschäftsbericht 2021 findest Du online unter www.basf.com auf der Konzern-Website. (PM/pek)

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