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BASF in Ludwigshafen: Wieder Feuerschein am Himmel zu sehen – das ist diesmal der Grund

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Von: Marten Kopf

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Ludwigshafen - Wenn Instandhaltungsarbeiten am „Steamcracker“ durchgeführt werden, kann es zu vermehrter Fackeltätigkeit kommen. In der ersten Novemberhälfte ist es mal wieder so weit:

Seit Mittwoch (3. November) führt die BASF in Ludwigshafen am „Steamcracker“ auf dem Werksgelände Instandhaltungsarbeiten durch, wie der Chemie-Riese in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Dadurch könne es bis Mitte November zu gelegentlichen Fackeltätigkeiten kommen, so das Unternehmen weiter, die mit Lärm- und Geruchsbelästigungen einhergehen können.

NameBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz)
Gründungsjahr1865
Mitarbeiter110.672 (Stand: Oktober 2021)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

Der Steamcracker spaltet unter Zusatz von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Hitze Rohbenzin (Naphta), das aus langen Kohlenwasserstoffketten besteht, auf (von engl. „to crack“ = spalten). Dabei entstehen unter anderem Ethylen und Propylen.

Ab dem 10. November ist außerdem im Werksteil Nord der BASF immer wieder eine Fackel zu sehen. Grund: Wegen eines technischen Fehlers musste kurzzeitig eine Anlage außer Betrieb genommen werden. Dabei werden überschüssige Gase über Fackeln verbrannt. Diese können mehrere Tage zu sehen sein.

BASF in Ludwigshafen: Insgesamt zwei „Steamcracker“ in Betrieb

Insgesamt betreibt der Konzern zwei derartige Anlagen auf dem Werksgelände: Der Cracker I wurde 1965 fertiggestellt, 1980 folgte der Cracker II mit einer etwa doppelt so hohen Kapazität. Letzterer hat eine Fläche von rund 64.000 Quadratmetern und ist damit so groß wie 13 Fußballfelder. Die Steamcracker I und II arbeiten weitgehend unabhängig voneinander. So kann auch bei Reparaturarbeiten in einer Anlage die andere normal weiterlaufen.

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Die BASF wird am 6. April 1865 ursprünglich als „Badische Anilin- & Soda Fabrik gegründet – und das in Mannheim. Weil dort aber kein geeignetes Areal zur Verfügung steht, wird das neue Werk noch im selben Jahr am gegenüberliegenden Rheinufer in Ludwigshafen gebaut. Heute ist die BASF, gemessen am Umsatz, das größte Chemieunternehmen der Welt. Allein im Hauptwerk in Ludwigshafen arbeiten gut 39.000 Menschen. (PM/mko)

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