Verletzte beim Chemie-Riesen

BASF: Gleich zwei Arbeitsunfälle – Mitarbeiter mit Verätzung und Verbrennung in Klinik

Bei Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen ereigneten sich am Donnerstag (11. März) gleich zwei Arbeitsunfälle. (Symbolfoto)
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Bei Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen ereigneten sich am Donnerstag (11. März) gleich zwei Arbeitsunfälle. (Symbolfoto)

Ludwigshafen - Bei gleich zwei schweren Arbeitsunfällen werden am Donnerstag (11. März) zwei Mitarbeiter verletzt und müssen im Krankenhaus stationär behandelt werden:

Schon wieder zwei schwerwiegende Arbeitsunfälle bei BASF in Ludwigshafen: Wie der Chemiekonzern mitteilt, hat sich am Donnerstag (11. März) gegen 11 Uhr ein Aniliner bei Wartungsarbeiten an einer Abfüllstation im Werksteil Süd am Fuß mit Propylamin benetzt und dadurch eine Verätzung zugezogen. Nach der Erstversorgung durch den werksärztlichen Dienst der BASF, wurde der Mitarbeiter in einem umliegenden Krankenhaus zur weiteren Behandlung stationär aufgenommen.

Im Sicherheitsdatenblatt für chemische Stoffe ist Propylamin so gekennzeichnet:

  • Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar
  • kann gegenüber Metallen korrosiv sein
  • verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden
  • giftig bei Hautkontakt
  • giftig bei Einatmen
  • gesundheitsschädlich bei Verschlucken 
  • kann die Atemwege reizen

Zwei Arbeitsunfälle bei BASF: Mitarbeiter verbrennt sich Hand mit Oppanol und muss sofort in Klinik

Nur wenige Stunden später hat sich gegen 15:30 Uhr ein BASF-Mitarbeiter bei Abfüllarbeiten mit Produktschmelze von Oppanol im Werksteil Nord eine Hand verbrannt. Auch bei diesem Zwischenfall ist der Verletzte nach der werksärztlichen Erstversorgung zur weiteren Behandlung stationär in einem Krankenhaus aufgenommen worden. Laut Sicherheitsdatenblatt ist bei Oppanol dringend zu beachten, dass es „im geschmolzenen Zustand Verbrennungen verursachen“ kann. Oppanol – so der Handelsname – ist erstmals im Jahr 1931 als Polyisobuten bzw. Polyisobutylen von der BASF im Werksteil in Ludwigshafen-Oppau produziert worden.

NameBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsjahr6. April 1865
Mitarbeiter110.302 (Stand: 2020)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

Bei Chemie-Riese BASF kommt es immer wieder zu Arbeitsunfällen und Produktaustritten: Erst am Samstag (6. März) ist bei der BASF ein Produkt in den Rhein geflossen, das schwere Augenreizungen verursacht, wie LUDWIGSHAFEN24 berichtet. Auch der Steamcracker, der kontrolliert überschüssiges Gas verbrennt, sorgt wie zuletzt immer wieder für Schlagzeilen, weil die riesige Fackel kilometerweit in der gesamten Region zu sehen ist und den nächtlichen Himmel hell erleuchtet. (BASF/pek)

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