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BASF: Imperium wird erweitert – Chemie-Riese plant neue Anlage

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Von: Marten Kopf

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Ludwigshafen - Das weltgrößte Chemie-Unternehmen expandiert weiter. In Deutschland soll die Produktion ausgebaut werden, an einem Standort in Frankreich eine ganz neue Anlage entstehen.

Der Chemiekonzern BASF will eine neue Anlage im Elsass errichten und darüber hinaus seine Tätigkeiten im südbadischen Freiburg ausbauen. In der geplanten elsässischen Anlage in Chalampé soll das Kunststoffvorprodukt Hexamethylendiamin (HMD) hergestellt werden, wie der Dax-Konzern am Montag (17. Januar) am Hauptsitz in Ludwigshafen mitteilte.

Die Anlage soll schon 2024 in Betrieb gehen. In Freiburg wolle man die Polyamid-6.6-Produktion ausbauen. HMD ist ein Vorprodukt für die Herstellung von Polyamid 6.6-Kunststoffen und Lackrohstoffen, so BASF. Diese würden beispielsweise in der Autoindustrie und zur Herstellung von Spezialfasern eingesetzt.

UnternahmenBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein (Rheinland Pfalz)
Gründungsjahr1865
Mitarbeiter weltweit110.672 (Stand: Oktober 2021)
Umsatz59,149 Milliarden Euro (Stand: 2020)

Ebenfalls am Montag reiste auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in die 1.000-Seelen-Gemeinde Chalampé unmittelbar an der Grenze zu Deutschland. BASF investiere dort 300 Millionen Euro und stelle damit erneut Vertrauen in Frankreich unter Beweis, so schreibt er auf Twitter. Dank der neuen Anlage würden 60 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Generell hatte sich das BASF-Geschäft zuletzt positiv entwickelt: Erst Anfang Januar beschloss der Vorstand ein drei Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm.

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BASF in LU: Umsatzstärkster Chemiekonzern der Welt

Die BASF wird am 6. April 1865 ursprünglich als „Badische Anilin- & Soda Fabrik gegründet – und das im benachbarten Mannheim. Weil dort aber kein geeignetes Areal zur Verfügung steht, wird das neue Werk noch im selben Jahr am gegenüberliegenden Rheinufer in Ludwigshafen gebaut. Heute ist die BASF, gemessen am Umsatz, das größte Chemieunternehmen der Welt. Allein im Hauptwerk in Ludwigshafen arbeiten rund 39.000 Menschen. (mko/dpa)

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