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BASF-Impfzentrum: Alle Beschäftigten seit 7. Juni impfberechtigt

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Von: Peter Kiefer

Ludwigshafen - Seit Mitte April impft die BASF ihre Beschäftigten im werkseigenen Impfzentrum. Tausende haben das freiwillige Angebot bereits genutzt. So läuft die Impfung beim Chemie-Riesen:

Update vom 8. Juni: Seit Inbetriebnahme des BASF-Impfzentrums am 14. April hätten bis Ende vergangener Woche rund 14.500 Beschäftigte ihre Erstimpfung erhalten, teilte ein Konzernsprecher mit. Dies sei strikt nach der durch das Land Rheinland-Pfalz vorgegebenen Impfreihenfolge - Prio-Gruppen 2 und 3 - erfolgt. Alle Mitarbeitenden der BASF am Standort Ludwigshafen können sich dem Sprecher zufolge seit Montag (7. Juni) für einen Impftermin registrieren. Da die Verfügbarkeit von Impfstoff aber nach wie vor begrenzt sei, würden freie Termine zunächst Registrierten der Impfgruppe drei angeboten, die bisher keine Impfung erhalten hätten.

Übrigens: Bis einschließlich Sonntag sind laut Robert Koch-Institut (RKI) in Rheinland-Pfalz 44,0 Prozent der Menschen einmal geimpft worden - etwas weniger als im Bundesdurchschnitt von 45,7. Bei den Zweitimpfungen sind es mit 21,8 etwas mehr als im Bundesdurchschnitt von 21,3.

BASF-Impfzentrum: Jeder 4. Mitarbeiter hat schon den ersten Piks gegen Corona erhalten

Update vom 21. Mai, 14:18 Uhr: Es geht voran! Und das sogar mit großen Schritten... Im werkseigenen Impfzentrum der BASF in der Nähe von Tor 11 haben bislang rund 10.000 Beschäftigte ihre Erstimpfung erhalten – etwa ein Viertel der Belegschaft im Stammwerk Ludwigshafen. Als nächster Schritt sollen demnächst die ersten Zweitimpfungen durch die Betriebsärzte und ihr Team verabreicht werden. Während aktuell täglich bis zu 600 Spritzen mit Vakzin gesetzt werden, kommen dann nochmals 600 mit Zweitimpfungen dazu. Nach wie vor sind nur Termine für Mitarbeiter möglich, die der Priorisierungsgruppen 2 und 3 zuzuordnen sind. Erst wenn diese Gruppen weitestgehend durchgeimpft sind und die Priorisierung wegfällt, werde man das Impfangebot beim Chemie-Riesen ausweiten. Mittelfristig sollen sich auch Angehörige von Anilinern anmelden dürfen.

BASF: Ansturm auf Impfzentrum – so viele Aniliner haben bereits ihre Erstimpfung erhalten

Update vom 10. Mai: Es geht voran! Sind am 30. April noch 5.500 BASF-Beschäftigte geimpft gewesen, sind es eine Woche später bereits 8.700 Erstimpflinge (Stand: 7. Mai), die ihren Pieks mit BioNTech im werkseigenen Impfzentrum des Chemie-Riesen erhalten haben. Diese Zahl hat eine BASF-Sprecherin am Montagmorgen auf Anfrage von LUDWIGSHAFEN24 mitgeteilt, wobei diese Statistik ohnehin nicht täglich erhoben wird, wie die Konzernsprecherin ergänzt.

Ein Bildschirm zur digitalen Erfassung der Impflinge steht im BASF-Impfzentrum vor einem Wartebereich.
Ein Bildschirm zur digitalen Erfassung der Impflinge steht im BASF-Impfzentrum vor einem Wartebereich. © Uwe Anspach/dpa

BASF: Ansturm auf Impfzentrum – schon 5.500 Aniliner haben Erstimpfung im Werk erhalten

Erstmeldung von 5. Mai: Immer mehr kleine und große Unternehmen unterstützen die nationale Impfkampagne: Bereits seit dem 14. April werden beim weltgrößten Chemiekonzern BASF im eigens dafür eingerichteten Impfzentrum im Stammwerk Ludwigshafen (Nähe Tor 11) die Mitarbeiter*innen gegen das Coronavirus geimpft. Die BASF ist damit bundesweit führend gewesen, inzwischen haben sich viele namhafte Konzerne angeschlossen. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat das BASF-Impfzentrum als offizielles Corona-Impfzentrum im Rahmen des Modellprojektes „Betriebsarztimpfungen“ akkreditiert und dem Chemie-Riesen wöchentliche Lieferungen von Impfstoff zugesichert.

Bereits am ersten Impftag sind 300 Impfungen mit dem Vakzin von BioNTech verabreicht worden. Dabei sind in der umfunktionierten Multifunktionshalle zunächst Menschen freiwillig geimpft worden, die etwa aufgrund einer schweren Vorerkrankung der Impfgruppe 2 angehören – inzwischen ist die Impfgruppe 3 als berechtigt dazugekommen.

Name\tBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsjahr6. April 1865
Mitarbeiter110.302 (Stand: 2020)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

Und die BASF hat einige Erfahrung mit Impfungen: „Mit unseren Grippeschutzimpfungen haben wir über die Jahre viel Erfahrung mit der Organisation und Durchführung großer Impfkampagnen gesammelt. Darum haben wir der Landesregierung in Mainz unsere Hilfe bei der Impfung gegen COVID-19 angeboten, um so das öffentliche Gesundheitswesen zu unterstützen“, erklärt Prof. Dr. med. Stefan Lang Chief Medical Officer BASF.

BASF-Impfzentrum: Schon 5.500 Mitarbeiter binnen ersten zwei Wochen mit Erstimpfung

Mittlerweile konnten 5.500 Aniliner geimpft werden (Stand: 30. April). Aktuell schaffen es die Betriebsärzte und ihr Team, dass bei ausreichend vorhandenem Impfstoff bis zu 600 Mitarbeiter täglich geimpft werden. „Über 100 Mitarbeitende sorgen für den Betrieb des Impfzentrums, 30 Mitarbeitende werden für den normalen Tagesbetrieb benötigt“, so eine BASF-Sprecherin auf LUDWIGSHAFEN24-Anfrage.

Mittelfristig soll die Frequenz auf bis zu 1.200 verdoppelt werden, wenn die entsprechend nötigen Zweitimpfungen anfallen: „Das heißt 600 Erstimpfungen und 600 Zweitimpfungen pro Tag“. In einem zweiten Schritt könnte die BASF auch Angehörigen ihrer Mitarbeiter Impftermine anbieten.

Zwei Mitarbeiter sind im BASF-Impfzentrum mit der Aufbereitung des Corona-Impfstoffs beschäftigt.
Zwei Mitarbeiter sind im BASF-Impfzentrum mit der Aufbereitung des Corona-Impfstoffs beschäftigt. © Uwe Anspach/dpa

Ich bin stolz, dass wir nun helfen können, die Impfgeschwindigkeit zu erhöhen, das Gesundheitssystem zu entlasten und so einen weiteren Beitrag in der Pandemiebekämpfung zu leisten. Dabei steht fest: Die Regeln für dieses Projekt setzen Bund und Länder. Das gilt für die Impfreihenfolge genauso wie für die Auswahl des Impfstoffs“, so Michael Heinz, Mitglied der Vorstands BASF SE und Standortleiter Ludwigshafen.

BASF-Impfzentrum: Wie kommt der Chemie-Riese an den Impfstoff für die Aniliner?

Und auch die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (46, SPD): „Wir freuen uns, dass BASF Teil des Modellprojektes „Betriebsarztimpfungen“ in Rheinland-Pfalz ist und als erstes Unternehmen mit betrieblichen Corona-Impfungen beginnt. Unser Ziel ist es, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen – dazu ist der Einbezug der Betriebsärztinnen und -ärzte künftig ein weiterer Schritt und eine gute Ergänzung der Impfstruktur.“

Wie alle Impfzentren in Deutschland unterliegt auch das Impfzentrum der BASF strikt den gesetzlichen Bestimmungen. „Es bekommt niemand einen Impftermin, der nicht auch extern regulär entsprechend der Priorisierung einen Termin bekäme“, versichert die Konzern-Sprecherin.

Ein geimpfter Mitarbeiter sitzt im BASF-Impfzentrum im Wartebereich, in dem mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung beobachtet werden.
Ein geimpfter Mitarbeiter sitzt im BASF-Impfzentrum im Wartebereich, in dem mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung beobachtet werden. © Uwe Anspach/dpa

Die Verteilung des Impfstoffs erfolgt zentral über das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz: „Die vergangene und diese Woche haben wir BioNTech geliefert bekommen.“ Auch bei der Impfreihenfolge muss BASF die Vorgaben des Landes einhalten. Die Impftermine werden online über ein betriebsinternes Registrierungstool beantragt. (pek)

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