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BASF in Ludwigshafen: Chemie-Riese rechnet 2022 mit Umsatzeinbruch in Milliarden-Höhe

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen - Der Ukraine-Krieg hinterlässt seine Spuren auch im Geschäftsbericht von Chemie-Riese BASF. Nach einem guten 1. Quartal sieht die Prognose für 2022 schon anders aus:

Die Geschäfte bei Chemie-Riese BASF laufen gut – zumindest zu Jahresbeginn und somit noch vor Ausbruch des Ukraine-Krieges. Bei den am Freitagmorgen (29. April) veröffentlichten Geschäftszahlen bestätigte der Dax-Konzern seine Ziele für dieses Jahr. Allerdings bleibe das Marktumfeld von außergewöhnlich hoher Unsicherheit geprägt, warnte BASF am Tag der Hauptversammlung in Ludwigshafen.

UnternehmenBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründung6. April 1865
Mitarbeiter110.672 (Stand: Oktober 2021)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

BASF in Ludwigshafen: Rückgänge bei Umsatz und Gewinn erwartet

Insbesondere seien der Ukraine-Krieg und die Auswirkungen auf die Preise und Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen für die BASF nicht vorhersehbar. BASF will wegen des Kriegs den größten Teil seiner Geschäfte in Russland und Belarus einstellen – zumindest bis Anfang Juli 2022.

„Dennoch sind wir sehr gut in das Jahr 2022 gestartet“, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller bei der diesjährigen virtuellen Hauptversammlung. Für 2022 rechnet das Unternehmen weiter mit einem Rückgang beim Umsatz auf 74 Milliarden bis 77 Milliarden Euro und beim operativen Ergebnis auf 6,6 Milliarden bis 7,2 Milliarden Euro.

BASF bestätigt Jahresziele – aber viele Risiken bleiben

Im Jahr 2021 war der Umsatz von Chemie-Riese BASF um ein Drittel auf 78,6 Milliarden Euro geklettert. Dazu trugen höhere Verkaufspreise und Mengen bei. Den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte BASF auf 7,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

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Das Unternehmen hatte bereits Mitte April Eckdaten für den Jahresbeginn vorgelegt: Im ersten Quartal kletterte der Ebit-Gewinn
auf etwa 2,8 Milliarden Euro (plus 21 Prozent) und der Umsatz auf rund 23,1 Milliarden Euro (plus 19 Prozent). (dpa/pek)

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