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BASF-Fackel: Wieder heller Feuerschein über Ludwigshafen

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Von: Peter Kiefer, Eliran Kendi

Ludwigshafen: Wieder zischt, faucht und erleuchtet die BASF-Fackel die Region. Wie lange das Licht-Spektakel diesmal dauert:

Update vom 20. Mai: Von Ende Mai bis Mitte Juli wird die BASF SE am Standort Ludwigshafen Anlagen für die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfung abstellen, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen ist. Beim Abfahren der Anlagen, darunter der Steamcracker, kann es deshalb ab dem 21. Mai bis in die erste Juniwoche sowohl im Werksteil Nord der BASF SE als auch im Werksteil Friesenheimer Insel in Mannheim zu Fackeltätigkeiten kommen, die mit sichtbarem Feuerschein und Lärmbelästigungen verbunden sein können. 

BASF-Fackel: Chemie-Reise meldet erneut hellen Feuerschein über Ludwigshafen

Update vom 1. April: Ab Samstagmorgen (3. April) wird es bis voraussichtlich einschließlich kommenden Mittwoch (7. April) im Werksteil Nord der BASF SE in Ludwigshafen zur altbekannten Fackeltätigkeit kommen. Somit bekommen Ludwigshafen und die Pfalz pünktlich zu den Feiertagen ein „Osterfeuer“ der besonderen Art – und wohl das weltweit größte. Einmal mehr der Grund der Fackeltätigkeit sind geplante Revisionsarbeiten an einer Anlage. Überschüssige Gase werden über eine Fackel verbrannt. Dabei kann es zu sichtbarem Feuerschein kommen, der kilometerweit in die Pfalz, nach Baden und Hessen zu sehen ist. Die BASF bittet ihre „Nachbarn um Verständnis“.

UnternehmenBASF SE
Gründung1865 in Mannheim als Badische Anilin- & Soda-Fabrik
SitzLudwigshafen am Rhein
Mitarbeiterzahl117.628
Umsatz59,3 Mrd. Euro (2019)
BrancheChemische Industrie, Öl und Gas

BASF-Fackel: Feuerschein so hell wie nie – krasses Wetterphänomen ist schuld

Update vom 26. Februar: Es fällt nicht nur den Ludwigshafener auf, sondern auch kilometerweit entfernten Menschen in Pfalz und Kurpfalz: Die Fackel über dem Steamcracker auf dem BASF-Gelände leuchtet derzeit heller denn je! Kein Wunder, dass am Mittwochabend die Telefonleitungen bei Polizei und Feuerwehren geglüht haben, wie der Mannheimer Morgen berichtet. Etliche besorgte Bürger haben nachgefragt, ob es sich um ein Großfeuer im Großkraftwerk Mannheim oder eine neuerliche Explosionskatastrophe beim Chemie-Riesen handelt. In Viernheim und anderswo sind sogar Feuerwehren ausgerückt.

Grund für die nächtliche Light Show: Der aktuell auch am Himmel über Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stehende Saharastaub hat den ohnehin stets enorm hellen Feuerschein offensichtlich zusätzlich verstärkt. Ein Lichtschein brauche stets eine Reflexionsfläche, um weithin sichtbar zu sein. Da am Mittwoch jedoch weder Wolken noch Regen am Himmel waren, sei wohl der Saharastaub die Ursache, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes dem Mannheimer Morgen erklärt hat. Als nächstes Wetterphänomen steht der Rhein-Neckar-Region der sogenannte „Blutregen“ bevor, der durch das Abregnen des rötlichen Saharasands entsteht.

BASF-Fackel: Kilometerweit zu sehen – Darum brennt der Himmel über Ludwigshafen erneut

Update vom 25. Februar: Wie die BASF am Donnerstag mitteilt, wird es auch ab Samstagabend (27. Februar) bis voraussichtlich einschließlich kommenden Mittwoch (3. März) im Werksteil Nord der BASF in Ludwigshafen zur Fackeltätigkeit kommen. Grund ist das Wiederanfahren einer Anlage nach Reparaturarbeiten. Während des Anfahrprozesses werden überschüssige Gase über eine Fackel verbrannt. Dabei kommt es zu sichtbarem Feuerschein bei Nacht.

BASF-Fackel: Himmel über der Region hell erleuchtet: Das steckt hinter dem Phänomen

Erstmeldung vom 24. Februar: Die Menschen in Ludwigshafen werden sich schon daran gewöhnt haben: In regelmäßigen Abständen wird überschüssiges Gas über eine BASF-Fackel verbrannt. Der Feuerschein, der oft noch kilometerweit zu sehen ist, irritiert jedoch die Bevölkerung umliegender Städte und Gemeinden. Ob Weinheim im Norden oder Altlußheim im Süden, auch östlich des Rheins wird der nächtliche Himmel von der BASF-Fackel hell erleuchtet. Das Feuer-Spektakel gleicht auf den ersten Blick einem Katastrophen-Inferno - wenig verwunderlich also, wenn einige Menschen zunächst besorgt sind. Ab Mittwoch (24. Februar) ist es wieder soweit und LUDWIGSHAFEN24 klärt auf, warum die BASF-Fackel diesmal wieder brennt:

BASF in Ludwigshafen: Fackel brennt wieder lichterloh

Wie die BASF am Mittwochmittag (24. Februar) mitteilt, kann es im Laufe des Tages bis voraussichtlich einschließlich des kommenden Wochenendes (27. Februar) zu Fackeltätigkeit am Steamcracker der BASF in Ludwigshafen kommen. Als Grund gibt die BASF kurzfristige Reparaturmaßnahmen an.

Daher „muss der Betrieb des Steamcrackers kurzzeitig unterbrochen werden. Überschüssige Gase werden über eine Fackel verbrannt. Dabei kann es zu sichtbarem Feuerschein sowie Rußbildung kommen“, heißt es in der Pressemitteilung.  

Anwohner müssen während der Arbeiten mit einem hellem Feuerschein rechnen. Bisher hat bei vergangenen Wartungsarbeiten keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Die BASF bittet ihre Nachbarn in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg um Verständnis.

BASF in Ludwigshafen: Was ist ein Streamcracker?

Der Steamcracker spaltet unter Zusatz von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Hitze Rohbenzin auf. Dabei entstehen unter anderem Ethylen und Propylen. Beides sind Grundprodukte für die Herstellung vieler BASF-Produkte in Ludwigshafen. Aus Ethylen und Propylen werden unter anderem Kunststoffe, Lacke, Waschrohstoffe und Pflanzenschutzmittel hergestellt.

BASF in Ludwigshafen: Schwere Katastrophen im Laufe der Zeit

Das bislang größte Unglück in der Geschichte der BASF ist die Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes vom 21. September 1921. Damals fliegen etwa 400 Tonnen Ammoniumsulfatnitrat in die Luft. Es werden 559 Menschen getötet und 1977 verletzt. Noch in 75 Kilometern Entfernung werden Gebäude durch die Detonation beschädigt.

Ein weiteres Unglück bei der BASF ereignet sich am 28. Juli 1948, als ein Eisenbahnkesselwagen mit 30 Tonnen hochentzündlichem Dimethylether explodiert. Dabei sterben 207 Personen und fast 4.000 werden verletzt.

Eine Explosion erschütterte im Jahr 2016 Ludwigshafen und forderte fünf Menschenleben.
Eine Explosion erschütterte im Jahr 2016 Ludwigshafen und forderte fünf Menschenleben. © dpa/picture alliance

Das letzte große Unglück bei der BASF ereignet sich am 17. Oktober 2016, als ein Schweißer durch einen Fehler eine Explosionen auslöst. Dabei kommen fünf Menschen ums Leben; weitere 44 werden verletzt. Der Verursacher wird im Anschluss zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. (esk/PM)

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