Gekaufte Streams für „Matrix“

Wollen Betrüger Apache 207 „ans Bein pissen“? Er macht klare Ansage – und zeigt sich offen wie nie

Ist Apache 207 Betrügern zum Opfer gefallen? Der Rapper postet auf Instagram ein Statement – und ist dabei so offen, wie noch nie:

  • Apache 207 steigt mit „Matrix“ in Hongkong auf Platz 2 der Charts auf.
  • Allerdings macht ihn dieser Umstand richtig wütend.
  • Auf Instagram äußert er sich in einem ungewöhnlich langen Statement dazu:
  • Vorverkauf für das neue Apache 207-Album „Treppenhaus“ startet. 

Apache 207 landet mit „Matrix“ seinen nächsten Hit. Der neue Song des Deutschrappers wurde bereits über 10 Millionen Mal gestreamt – und das allein auf Spotify„Matrix“ steigt in der ersten Woche auf Platz 10 in die Deutschen Charts ein, in der zweiten Woche ist das Lied bereits auf Platz 2. Auch „Roller“ ist bereits seit 28 Wochen in den Top 10 der Deutschen Charts vertreten und der Erfolg des Gangsters, der ab und an sein Tanzbein schwingt, scheint nicht abzuklingen. Ist der Hype um Apache 207 nun auch bis nach Asien durchgedrungen? 

Apache 207: Platz 2 für „Matrix“ in Hongkong – wurde Rapper Opfer von Betrügern?

Am Donnerstag (5. März) steht „Matrix“ nämlich auf Platz 2 der Spotify-Streaming-Charts in Hongkong – doch das passt Apache 207 so ganz und gar nicht! Auf Instagram wendet sich der 22-Jährige deshalb an seine Follower und erklärt, was es mit diesem unerwarteten Erfolg in Asien auf sich hat.

„Matrix“ steigt in Hongkong auf Platz 2 der Spotify-Charts.

„Muss heute mal mehr Worte loswerden als sonst. Wischt nach rechts und lest es euch durch“, schreibt Apache 207 auf Instagram. „Bei ‚Matrix‘ wurden allem Anschein nach gestern die Streamingzahlen in Hongkong manipuliert“, erklärt er am Samstagabend. Denn offensichtlich reichen knapp 14.000 Streams in Hongkong völlig aus, um in den Spotify-Charts auf Platz 2 zu landen. Irgendjemand wolle ihm mit dieser „dubiosen Platzierung offensichtlich ans Bein pissen“. Mit geringstem Aufwand werde so der Eindruck von gekauften Streams erzeugt.

Dass hier jemand für Streams bezahlt hat, ist offensichtlich. Denn weder am Vortag der Chartplatzierung noch einen Tag danach ist „Matrix“ auch nur Ansatzweise in den Spotify-Charts in Hongkong zu sehen. 

Apache 207: Gekaufte Streams für „Matrix“? Ehrliches Statement auf Instagram

Gekaufte Streams und Klicks – mit diesen Vorwürfen müssen erfolgreiche Deutschrapper immer wieder kämpfen. Erst kürzlich griff Fanta 4-Manager Bär Läsker Apache 207 und Capital Bra an und behauptete öffentlich, dass sie sich den „Erfolg“ durch Klicks erkauft hätten. „Ich kenne mich mit der Materie nicht aus, aber selbst wenn es deutsche Streams wären: Wozu kauft man eigentlich Streams?“, schreibt Apache 207 weiter. 

Die einzige Erklärung sei, um mit gekauftem Erfolg künstlichen Hype zu erzeugen„Aber wann habe ich mich jemals mit ‚Erfolg‘ gehyped? Wann habe ich jemals eine meiner goldenen Platten gepostet? Wann habe ich jemals gepostet, dass ich auf die 1 gegangen bin? Wann habe ich – wie fast schon Tradition – an einem Donnerstagabend gebettelt, noch einmal ‚Gas zu geben‘ und zu ‚streamen‘, wenn ein Song knapp auf Platz 2 war“, fragt Apache 207 seine Follower. 

Apache 207 findet klare Worte zu Klick-Kauf: „Wollte nie die 1“

Apache 207 ist eher der Rapper, der sich trotz des vielen Hypes oder vielleicht auch gerade deswegen, immer bedeckt hält. Er wolle seine Musik sprechen lassen und keine Zahlen. „Ihr sollt die Songs nicht hören, weil sie gerade ‚gehyped‘ sind, sondern weil ihr Bock drauf habt“, erklärt der 22-Jährige weiter. „Ich wollte nie die 1, sie soll den anderen gehören“, gibt Apache 207 noch zum Schluss dazu. Und dementiert damit auch indirekt die Vorwürfe des Fanta 4-Managers. „In diesem Sinne: Dankeschön an den Hurensohn für Platz 2 in Hongkong“, beendet Apache 207 sein Statement. 

Apache 207 mit klarem Statement – so reagieren die Rap-Kollegen

Auf diese deutlichen Worte reagieren nicht nur seine Fans, sondern auch viele seiner Musik-Kollegen. „Wie ein Mann“, schreibt Rapper und Produzent Reezy dazu. Aber auch Summer Cem, Gringo, Farid Bang und unzählige andere Rap-Kollegen feiern Apache 207 für diese Offenheit.

Der 22-Jährige hat gerade ohnehin alle Hände voll zu tun und kann sich nicht mit solchen Vorwürfen herumschlagen. Seine erste Tour, die in knapp sechs Wochen startet, ist restlos ausverkauft. Und auch danach hat Apache 207 keine Zeit, sich auszuruhen. Denn sobald die Festival-Saison beginnt, ist er quasi ‚Stammgast‘ auf fast jedem Line-up. Wir haben eine Übersicht erstellt, auf welchen Festivals Apache 207 live zu sehen ist.

Über TikTok kündigt Apache 207 einen neuen Song an und zeigt sogar ein paar Sekunden aus dem Video. Das Lied wird wohl "Ey Yo was geht" heißen und am 7. Mai erscheinen

Apache 207 ist ein neues Werbegesicht bei Nike. Er präsentiert die Air Max 2090 Kollektion und erhält sogar eine eigene Box. Die können ein paar Fans nun gewinnen. 

jab

Rubriklistenbild: © Peter Kaaden/Screenshot Instagram

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