„Talentlose Aushilfsjauler“

Nach Beleidigungen gegen Apache 207 und Capital Bra: Fanta 4-Manager löscht Wut-Post auf Facebook

Apache 207 und Capital Bra brechen aktuell Musik-Rekorde in Deutschland. Doch wem das so gar nicht passt, ist Es-DSDS-Juror „Bär“ Läsker: Dieser lässt auf Facebook seiner Wut freien Lauf – mit ganz schön harten Worten.

  • Bär Läsker lässt in einem Facebook-Post seinem Ärger freien Lauf.
  • Dabei wettert er vor allem gegen aktuell zwei erfolgreiche Deutschrapper – Capital Bra und Apache 207.
  • Dabei erhebt er harte Vorwürfe gegen die beiden Rapper: Sie sollen den Erfolg nicht verdient, sondern für Klicks bezahlt haben.

Update vom 3. März: Nachdem Bär Läsker öffentlich gegen Capital Bra und Apache 207 in einem Facebook-Post gehetzt hat, ist dieser am Dienstagvormittag bereits verschwunden. Offenbar hat der Fanta 4-Manager diesen selbst von seiner Facebook-Seite gelöscht. Der Post war knapp eine Woche online. Warum Läsker diesen wieder entfernt hat, ist unklar. In einem Instagram-Post dementiert Apache 207 indirekt die Vorwürfe des Musikmanagers, indem er sich öffentlich zu gekauften Streams für seinen Song „Matrix“ äußert.

Erstmeldung vom 2. März: Andreas „Bär“ Läsker (56) ist einer der erfolgreichsten Musikmanager Deutschlands: Er hat nicht nur den Fanta 4 zum Durchbruch verholfen, sondern auch zusammen mit der Band das Label „Four Musik“ gegründet, bei dem unter anderem auch Gentleman, Marteria oder Caspar unter Vertrag waren. Doch was gerade in der deutschen Musikwelt passiert, scheint dem 56-Jährigen ganz und gar nicht zu gefallen. In einem Facebook-Post äußert sich der Manager zu den beiden Deutschrappern, die aktuell die Spitze der Charts belegen – Apache 207 und Capital Bra.

Bär Läsker hetzt gegen Capital Bra und Apache 207 auf Facebook

Letzterer macht 2019 Schlagzeilen mit der Anzahl seiner Nummer-1-Hits und überholt damit nicht nur ABBA, sondern auch die Beatles. Damit bricht er einen Rekord, den die Briten mit insgesamt elf Nummer-1-Hits in Deutschland seit fast 50 Jahren hielten. Capital Bra landet im März 2019 mit der Cover-Version von Modern Talkings „Cherry Lady“ zum zwölften Mal auf Platz 1 und überholt damit die Musik-Legenden. Doch damit nicht genug: Mittlerweile hat Capital Bra unfassbare 20 Nummer-1-Hits (Stand: Februar 2020). 

Das stinkt Bär Läsker gewaltig: Auf Facebook echauffiert sich der Fanta-4-Manager über den Erfolg der Rappers und beleidigt nicht nur Capital Bra, sondern auch den Newcomer Apache 207, der aktuell mit seinem neuen Song „Matrix“ in aller Munde ist. Er bezeichnet Capital Bra und Apache 207 als „vollkommen talentlose Abzocker“ und „Aushilfsjauler“, die mit „Autotune und sinnbefreiten Texten“ mithilfe von gekauften Klicks in den Charts landen. 

Apache 207 und Capital Bra: Bär Läsker mit Wut-Statement auf Facebook – Klicks nur gekauft?

„Wenn man mal ein bisschen rechnet, dann könnte man eventuell darauf kommen, dass alle Jugendlichen Deutschlands (selbst wenn ALLE diesen Dreck hören würden, was glücklicherweise nicht der Fall ist) zusammen nicht in so kurzer Zeit so viele Streams erzeugen können“, schreibt Bär Läsker weiter. Der ganze Hype um Apache 207 und Capital Bra sei seiner Meinung nach gesteuert durch Geldwäsche und halblegalen „Investitionen“ in Clickfarmen oder andere gezielt manipulierende Aktivitäten. 

Ob Bär Läskers Vorwürfe an Rapper wie Capital Bra oder Apache 207 tatsächlich berechtigt sind, lässt sich nicht nachweisen. Apaches erfolgreichster Song „Roller“ verzeichnet bei YouTube innerhalb von sechs Monaten 67 Millionen Aufrufe, war monatelang der meistgestreamte Song auf Spotify und ist das erfolgreichste Werk 2019Capital Bras meistgeklicktes Video ist „Cherry Lady“ mit knapp 56 Millionen Aufrufen – an sich nicht besonders auffällig. 

Apache 207: Erste Tour innerhalb Minuten ausverkauft – trotz Hochverlegung

Dagegen spricht allerdings der Hype, der um Apache 207 seit der Veröffentlichung von „Roller“ herrscht: Seine erste Tour muss hochverlegt werden, weil sie innerhalb von vier Minuten ausverkauft ist. Auch die Tickets für die neuen Termine in deutlich größeren Hallen sind innerhalb von 17 Minuten weg. Selbst wenn Klicks gekauft worden sind, die Ticketverkäufe sind real. Auch ein Capital Bra füllt in seiner Heimatstadt Berlin das Mercedes-Benz-Stadion mit knapp 17.000 Plätzen – eine große Fan-Base haben also beide Rapper.

Bär Läsker wettert gegen Capital Bra und Apache 207 – und kritisiert auch die Medien

Dann bezieht sich der Fanta-4-Manager in seinem Facebook-Post auch auf Medien, die aufgrund von Clickbaiting dann darüber berichten, dass Capital Bra größer als die Beatles sei. Genau damit auch die „tagesschau“ eine große Diskussion zwischen Gegnern und Fans des Berliner Rappers auf Instagram ausgelöst, nachdem sie ein Foto von Capital Bra mit der Überschrift „Erfolgreicher als die Beatles“ gepostet hat.

Auch über Apache 207 wird in den Medien aktuell viel berichtet: Sein Auftritt bei „Late Night Berlin“ wird zum großen Thema – nicht nur wegen des neuen Songs „Matrix“, sondern vor allem auch wegen der Botschaft, die er auf seinem T-Shirt trägt. 

jab

Rubriklistenbild: © dpa/Screenshot Instagram

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