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A61: Polizei kontrolliert Mann – als Eltern helfen wollen, hagelt es Anzeigen

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Von: Josefine Lenz

Ein Schild mit der Aufschrift „Polizeikontrolle“
Ein Schild mit der Aufschrift „Polizeikontrolle“ © picture alliance/dpa/Uwe Anspach

Ruchheim - Kaum zu fassen! Als die Polizei einen Autofahrer kontrolliert, kommt eine Straftat nach der anderen ins Licht. Auch die Familie des Mannes kann mit Anzeigen rechnen:

Gleich fünf Strafanzeigen und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige sind das Resultat einer Kontrolle am Mittwochvormittag (13. Januar). Wie die Autobahnpolizei Neustadt in einer Pressemitteilung berichtet, spielt sich alles auf der Autobahnstation Ruchheim ab. Auf dem Parkplatz „Nachtweide“ auf der A61 in Höhe Schifferstadt führen Polizisten eine allgemeine Verkehrskontrolle durch. Dabei stoßen sie auf einen 31-jährigen Mann aus Graben-Neudorf, der dort mit seinem Mercedes-Benz Sprinter rastet. Als die Beamten den Autofahrer kontrollieren, kommen immer mehr Delikte zum Vorschein.

Polizei-Kontrolle auf A61: Autofahrer macht sich strafbar – was dann passiert ist unglaublich

Die Polizisten bitten den Mann seinen Führerschein und Fahrzeugpapiere vorzeigen. Allerdings gibt dieser sofort zu, dass er gar keinen gültigen Führerschein besitzt. Da der Autofahrer nun nicht mehr weiterfahren darf, aber seinen Wagen auch nicht auf dem Parkplatz auf der A61 lassen will, ruft er seine Familie um Hilfe. Sein Vater (50) und seine Mutter (33) eilen dem Sohn natürlich sofort zur Hilfe – allerdings wird ihnen das ebenfalls zum Verhängnis.

Denn auch sie werden gebeten die Papiere den Beamten zu zeigen. Jedoch stellt auch hier sich heraus, dass der 50-Jährige keine Fahrerlaubnis hat. Bei dem belgischen Führerschein handelt es sich um eine Fälschung, wie die Polizei weiter mitteilt. Die Beamten sehen sich deshalb gezwungen die Schlüssel des Mercedes abzunehmen. Lediglich die Mutter hat gültige Papiere und kann die Familie in dem BMW X5 des Vaters nach Hause bringen.

Kontrolle auf A61: Gesamte Familie macht sich strafbar – zahlreiche Anzeigen

Einige Stunden später sucht die 33-Jährige die Polizeiautobahnstation Ruchheim auf, um die Schlüssel des Mercedes abzuholen. Dabei stellen die Beamten das nächste Delikt fest. Denn den geschulten Augen der Ordnungshüter entgehen nicht, dass der mitgeführte Mercedes GL 450 gar keinen TÜV mehr hat. Eigentlich hätte dieser im August 2020 gemacht werden sollen.

Gegen die Frau wird nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Ihrem Sohn wird eine Strafanzeige wegen Fahren ohne Fahrererlaubnis angefertigt. Dem Vater erwartet die gleiche Anzeige sowie eine wegen Urkundenfälschung. Darüber hinaus werden Strafanzeigen gegen die Halter der Autos, unter anderem die 33-Jährige, wegen Zulassen des Fahrens ohne Fahrererlaubnis erfasst. (pol/jol)

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